Aktion

Lukas Zecher filmt per Drohne die Welt

Pat Mickelat, Lukas Zecher und Peter „Pete“ Däumer (v. l.) von From Above in ihren Räumlichkeiten in Wermelskirchen.
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Pat Mickelat, Lukas Zecher und Peter „Pete“ Däumer (v. l.) von From Above in ihren Räumlichkeiten in Wermelskirchen.

26-Jähriger leitet seine Produktionsfirma From Above mitten in Wermelskirchen an der Thomas-Mann-Straße.

Von Arnd Janssen

Ein Start-up, das in seinem Geschäftsbereich zu den vielleicht vielversprechendsten in Deutschland gehört, sitzt in Wermelskirchen in einem engen Büro eines Hinterhofs an der Thomas-Mann-Straße. Es klingt wie ein Widerspruch und doch lässt sich überzeugend erklären, warum das Konzept von Inhaber Lukas Zecher und seiner Videoproduktionsfirma From Above genau hier in Wermelskirchen und nicht in einem Start-up-Mekka wie Köln oder Berlin funktioniert. Seit Herbst ist Zecher mit seiner Firma hier.

2018 schließt Zecher eine Ausbildung als Bankkaufmann ab, doch bereits 2016 ist sein Weg in die Selbstständigkeit mit der Gründung eines Start-ups für Filmproduktionen geebnet. Nach dem Ende der sicheren Festanstellung geht er schließlich den Weg als Geschäftsführer seines eigenen kleinen Unternehmens. Der gebürtige Wermelskirchener wächst in Bergisch Born auf. Sein Interesse am Filmen und Produzieren entsteht schon in der Jugendzeit, den Umgang mit der Drohne als Instrument des Filmens bringt er sich selbst bei, ebenso das Schneiden und Bearbeiten von Videos am Computer. „Ich habe mich dann immer mehr gesteigert. Von klein auf habe ich drei Themen gemocht: Musik, Film und Autos – daraus habe ich einen Beruf gemacht“, erklärt Zecher. Von seinem ersten Ausbildungsgehalt habe er sich seine erste Drohne gekauft.

In der Anfangszeit seines Start-ups arbeitet er an dem Dokumentarfilm „From Above“, der später auch zum Namensgeber seiner Firma wird. „Er zeigt 13 deutsche Regionen von oben über eine Dauer von 80 Minuten. „Den habe ich damals im Bürgerzentrum gezeigt, da wurde die Stadt dann drauf aufmerksam“, erinnert sich Zecher. Er erhält den Auftrag, 2018 einen Image-Film für die Stadt Wermelskirchen zu erstellen. „Das war so ein bisschen mein Gesellenstück zwei Jahre nach der Selbstständigkeit“, sagt der 26-Jährige. Die Veröffentlichung im Februar 2019 wird ein großer Erfolg, viele Unternehmen in der Umgebung, aber auch von weiter weg werden auf ihn aufmerksam. Volkner Mobil aus Wuppertal, Obi, sogar die Telekom werden zu seinen Kunden. „Alles zwischen 10 und 2000 Mitarbeitern“, ordnet Zecher ein. Nicht nur Imagefilme, auch Dokumentarfilme, Musikvideos und Firmenauftritte in den sozialen Medien gliedern sich in das Repertoire des Start-ups ein. „Wir machen die komplette Konzept- und Strategieberatung im Bereich Werbung, nicht nur den klassischen Imagefilm“, beschreibt Zecher es.

From Above, also von oben, heißt das junge Unternehmen, weil Zecher auf die Technik und Wirkmacht von Drohnen vertraut in einem großen Teil seiner Filme. Die Sicht von oben auf Wermelskirchen, grüne Landschaften oder eben Autos, beim Fahren, beim Driften um eine Kurve oder beim geräuschvollen Vorfahren auf einem Wuppertaler Parkplatz. Denn Autofahren und Tunen gehören auch zu Zechers großen Leidenschaften. Deswegen hat er die Idee zu der mittlerweile internationalen Interessen-Gemeinschaft „It’s tuning, not racing“, zu Deutsch etwa: Es geht ums Aufmotzen, nicht um Straßenrennen.

All diese Aktivitäten steuert Lukas Zecher mit einem festen dreiköpfigen Team. Innerhalb der Szenen der Autotuner und Videoproduzenten ist er aber gut vernetzt und kann unkompliziert Kräfte beordern, viele Freiberufler aus dem Bereich Gestaltung und Videobearbeitung stehen auf der Auftragsliste von From Above. So kann Zecher auch mal eine Produktion mit 80 Beteiligten oder mehr umsetzen. Am liebsten zieht er aber die Fäden selbst und übernimmt Verantwortung: „Ich habe einen hohen Qualitätsanspruch an mich“, sagt Zecher, der seine Firma als Vorreiter im Bereich des Drohnenfilmens sieht.

Und sein Kundenportfolio werde immer größer. Am Brückensteig etwa, einem Klettersteig an der Müngstener Brücke habe er kürzlich Aufnahmen gemacht. Die Auftragsbücher seien voll, jedoch habe er noch Kapazitäten im Jahr 2023. „Die Kunden hatten von Anfang an Geduld mit mir, ich konnte mit ihnen wachsen“, gibt Zecher zu. Die Arbeit nehme auf jeden Fall zu, „es war ein krasses Jahr, der Aufwand ist ein bisschen eskaliert“, sagt der Jungunternehmer. Auf seine beiden Kollegen Pat Mickelat und Peter „Pete“ Däumer kann er zählen, eine klare Arbeitsaufteilung hat das Team nicht, jeder kann quasi für alles zuständig sein.

„Die Jungs sind eine Riesenhilfe“, freut sich Zecher. „70 Prozent der Arbeit mache ich im Schnitt, da gibt es super viel abzuarbeiten, helfe aber auch da, wo es benötigt wird“, sagt der 22-jährige Mickelat. „Das ist eine coole Mischung, wenn wir schneiden, aber auch mal auf Drehs dabei sind“, stimmt der 30-jährige Däumer zu. Zecher möchte seine Hauptkräfte künftig mehr in die Planung von Konzepten einbinden.

In Wermelskirchengibt es coole Unternehmen

Die Firma kam erst im Oktober nach Wermelskirchen. „Ich bin in Remscheid gestartet, bis ich mich entschieden habe, hier ein großes Büro zu eröffnen. Ich wollte nach Wermelskirchen, weil ich das Gefühl hatte, dass es hier innovative Unternehmen gibt, die coole Ideen haben“, berichtet Zecher. Besonders dankbar ist er dem Marketingverein „Wir in Wermelskirchen“, der viel bewegt habe.

„Ich bin hoch motiviert, wir waren noch nie so gut aufgestellt wie jetzt, wir wollen jetzt erst richtig loslegen“, verheißt Zecher euphorisch. Ein Tuner-Treffen mit zahlreichen Sportwagen ist für den 26. August 2023 Jahres auf dem Rhombus-Areal geplant.

Film

Auch auf Youtube ist Zecher, vor wie hinter der Kamera, aktiv. Über seinen Kanal veröffentlicht der Wermelskirchener regelmäßig Videos. In dem Format „Dream Builds“ agiert er selbst als Moderator, erzählt Wissenswertes aus der Welt der Autos.

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