Städtepartnerschaft

Loches-Reise belebt die Freundschaft

Deutsch-französische Freundschaft: Sophie Métadier, Anique Díaz, Rainer Pauschert,  Bürgermeisterin Marion Lück, Marc Angenault und Georgette Audebert (Komitee).
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Deutsch-französische Freundschaft: Sophie Métadier, Anique Díaz, Rainer Pauschert, Bürgermeisterin Marion Lück, Marc Angenault und Georgette Audebert (Komitee).

Wermelskirchener Delegation verabschiedete sich nach offiziellem Festakt

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Am Ende des Abends tanzten sie im Festsaal, feierten ihre Freundschaft und das Miteinander über europäische Grenzen hinweg. Mehr als 130 Gäste kamen am Freitag zum offiziellen Festakt in Loches – 65 von ihnen aus Wermelskirchen. „Es war ein fröhlicher, heiterer Abend“, befand Stephan Leßenich in seiner Nachricht, die er umgehend nach Wermelskirchen übermittelte. „Wir haben die Zeit genutzt für Begegnung, Völkerverständigung und die Festigung unserer Freundschaftsbänder.“ Und wer sich die vielen Motive ansieht, die der stellvertretende Bürgermeister und seine Mitreisenden dazu gelegt haben, entdeckt viele strahlende Gesichter.

Seit Donnerstagmorgen ist die große Wermelskirchener Delegation unterwegs (wir berichteten): Nach der Pandemiepause besuchen sie die Freunde in der französischen Partnerstadt Loches. Mit dabei sind Vertreter politischer Parteien, aber auch Wermelskirchener, die die Beziehungen nach Frankreich seit Jahrzehnten pflegen genauso wie Schüler und Vereinsvertreter.

Am Wochenende standen dann gleich mehrere Glanzlichter im Programm. Den Auftakt machte nach einem Ausflug nach Amboise der Festabend – mit Bürgermeisterin Marion Lück und Bürgermeister Marc Angenault aus Loches und den Vorsitzenden des Komitees Rainer Pauschert und Georgette Audebert.

„Als unsere Städtepartnerschaft 1974 begann, war der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich noch in vielen Köpfen“, erinnerte Pauschert. „Doch unsere Freundschaft wuchs und trat an die Stelle der bisherigen Ressentiments.“ Er erinnerte auch an die Familien auf deutscher und französischer Seite, die ihre Beziehungen seit bis zu drei Generationen pflegen.

„Wir bemühen uns in Wermelskirchen nun auch um eine Erneuerung, insbesondere in Richtung der jüngeren Generation, ohne die bewährten Wege zu verlassen“, kündigte Pauschert an. Die Ideen wolle man bald mit den Kollegen aus Loches besprechen.

Der Festabend gab auch Raum für ein großes Dankeschön an Klaus Flanhardt, der dem Komitee auf deutscher Seite bisher vorgesessen hatte: „Ohne dich wäre vieles nicht möglich gewesen“, lobte Jean-Pierre Grangeret, der sich gemeinsam mit Flanhardt in der Vorstandsarbeit engagiert hatte. „Was dich besonders auszeichnet, ist die Fähigkeit zu vernetzen“, befand er. Feierlich verlieh das Komitee Klaus Flanhardt die Urkunde, die ihn zum Ehrenvorsitzenden macht. „Merci beaucoup pour tous. Vielen Dank für alles“, schloss Grangeret.

Der nächste Festakt folgte auf den Fuß: Am Samstag eröffneten die Wermelskirchener Künstler des Kunstvereins ihre Ausstellung „Peintures de paysages inspirées par Emmanuel Lansyer“ – zusammengestellt von Marie-Louise Lichtenberg. 13 Wermelskirchener Künstler beteiligen sich an der Ausstellung als Antwort auf eine Veranstaltung. 2019 präsentierte die Stadt Loches zwölf Werke des französischen Malers Emmanuel Lansyer in der Galerie Markt 9.

„Die Ausstellung damals stand ganz im Zeichen gelebter europäischer Freundschaft und sollte auch Anstoß für einen erweiterten kulturellen und künstlerischen Austausch der beiden Städte sein“, erinnerte Marie-Louise Lichtenberg während der Vernissage in Loches. Bereits im Juni 2020 zeigten die Wermelskirchener Künstler ihre kreative Antwort im Internet – nun ist sie live in Loches zu sehen.

Am Sonntagmorgen hieß es um 8 Uhr Abschied nehmen: Da stand der Bus bereit für die Rückfahrt. Lange müssen die deutsch-französischen Freunde allerdings nicht auf die nächste Begegnung warten: Zum Stadtjubiläum in Wermelskirchen 2023 hat sich eine Delegation aus Loches angesagt.

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