Baustelle

Loches-Platz soll Ostern 2023 eröffnen

Die Glasfronten der Fassade sind fast fertig. Die Pressleisten fehlen noch, die dem Gebäude „ein Gesicht“ geben sollen.
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Die Glasfronten der Fassade sind fast fertig. Die Pressleisten fehlen noch, die dem Gebäude „ein Gesicht“ geben sollen.

Gebäudearbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Nach Weihnachten stehen noch Feinarbeiten an.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Alle beauftragten Handwerksbetriebe sind an Bord und bei der Sache. „Keiner hat die Flinte ins Korn geschmissen, was heutzutage nicht mehr unbedingt selbstverständlich ist“, sagt Dipl.-Ing. Markus Feldmann. Das stimmt den Bauleiter der Hochbau-Firma Eiffage vorsichtig optimistisch, dass eine Eröffnung des Komplexes auf dem Loches-Platz für die Öffentlichkeit zu Ostern kommenden Jahres gefeiert werden kann.

Ein Haken bleibt, das weiß Feldmann genau: „Die Lieferengpässe bei bestimmtem Material sind spürbar. Und noch mehr die Verteuerungen für den gesamten Bereich der Energie – das fängt bei Dämm-Material an und hört bei Treibstoff für Maschinen der einzelnen am Bau beteiligten Firmen auf – sind belastend.“ Aber, so stellt der 60-Jährige fest: „Wer rechtzeitig bestellt und keine exotische Ware will, bekommt seinen Bedarf pünktlich.“

Der zukünftige Loches-Platz wird nicht mehr wie vor der Baustelle in oben und unten geteilt sein: „Wir nehmen gerade eine Höhenangleichung vor.“ Das heißt: Das von der Eich bis zum Gebäude abfallende Gelände wird einer Waagerechten angenähert. Zugschächte ragen in Gruben aus dem Boden. Sie dienen der unterirdischen Verlegung von Rohren – vor allem für Wasser und Strom. Damit wird ab 2023 der Herbstkirmesbetrieb versorgt.

„Das ist natürlich eine Anforderung, die wir üblicherweise bei dem Bau von Parkplätzen nicht haben“, sagt der Fachmann, der auf den Bau von Supermärkten und Discountern spezialisiert ist. Kran, Erdhügel und anderes Material verschwinde nun nach und nach. Auf dem Parkplatz stehen in Zukunft etwa 95 Parkplätze zur Verfügung, in der Tiefgarage kommt die gleiche Anzahl hinzu.

Mitte November gehe es noch einmal „um die Wurst“. Dann werden mittels Kran und Steiger die empfindlichen medizinischen Geräte für MRT, CT und Röntgen von „Med 360°“ in die beiden Etagen über dem „Norma“-Discounter gehievt. Dieser Bereich bildet den in Richtung Amtsgericht und Sparkasse zeigenden Flügel des Baus. Im zur Eich zeigenden Flügel finden der „Hit“-Supermarkt nebst Untermieter, der Bäckerei Merzenich, sowie in den beiden Etagen darüber die Diakonie mit Seniorenwohnungen ihren Platz.

Im neuen Jahr soll der Innenausbau flott vorangehen

Wenn Markus Feldmann von einem „fertigen Gebäude bis Weihnachten“ spricht, dann meint er den Abschluss der zurzeit noch laufenden Arbeiten an Fassade, Parkplatz und Dach. „Im Januar muss der Innenausbau weiter gehen“, so der Bauleiter. Schon jetzt liegt sein Augenmerk besonders auf die Fertigstellung der Decken und deren Verkleidungen. Feldmann erläutert: „Decken kann ich erst fertigmachen, wenn alle anderen Installation von Heizung, Wärme und Klima fertig sind.“

Ähnlich flexibel sind die Böden angelegt. So ist im Erdgeschoss ein 40 Zentimeter hoher Bodenaufbau installiert. „Der ermöglicht, dass bei einer zukünftig möglichen Nutzungsänderung die Verkabelung und Verrohrung geändert werden kann“, beschreibt der Bauleiter.

Die technischen Herausforderungen der Großbaustelle am Loches-Platz seien vielfältig, denn er müsse für den Bedarf von Supermärkten und Discountern denken, aber genauso für Seniorenwohnungen und medizinische Versorgung. Entsprechend umfangreich sei die von Spezialbetrieben zu installierende Technik.

In den kommenden Wochen werden die Aufzüge geliefert und eingebaut. Davon gibt es fünf: je einen Lastenaufzug für „Norma“ und „Hit“ sowie drei Aufzüge – auch für Liegendtransport geeignet – für Besucher und Bewohner. Fertig sind die Tiefgarage oder auch die Lärmschutzwand in Richtung Dellmannstraße. Letztere schützt übrigens nicht den Loches-Platz vor Geräuschpegel, sondern umgekehrt die Bewohner im Bereich Vorm Eickerberg.

Mieter

Als Ankermieter werden im Erdgeschoss „Hit“ und „Norma“ einziehen. Über „Hit“ richtet die Diakonie auf zwei Etagen 25 Wohneinheiten ein, die beiden Etagen über „Norma“ nutzt ein Gesundheitszentrum der Firma „Med 360°“ mit Praxen für unter anderem Orthopädie und Radiologie.

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