Baustelle

Loches-Platz: Initiatoren feiern Richtfest

André Held von der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg (r.) und Bürgermeisterin Marion Lück sprachen vor den Gästen.
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André Held von der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg (r.) und Bürgermeisterin Marion Lück sprachen vor den Gästen.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Viele Gäste waren gekommen, unter anderem auch die neuen Mieter.

Wermelskirchen. Bauleiter Markus Feldmann brachte es auf der Noch-Baustelle am Loches-Platz auf den Punkt: „Das ist für Wermelskirchen eine richtig große Nummer.“ Feldmann muss es wissen, denn der Sauerländer hat für die Hochbaufirma Eiffage Infra mit Hauptsitz in Münster schon so manches Großprojekt begleitet. „Aber für eine so vergleichsweise kleine Stadt ist das schon was.“

Am Mittwoch wurde Richtfest gefeiert am neuen Loches-Platz. Zwar ohne Richtkranz, denn das neue Geschäfts- und Ärztehaus ist mit einem Flachdach bestückt, aber doch mit vielen Gästen.

André Held vom Bauherrn Volksbank Rhein-Lahn-Limburg erinnerte sich: „Vor sechs Jahren waren wir das erste Mal hier, führten Gespräche. Dass wir am Ende den Zuschlag für das tolle Projekt bekommen haben, freut uns sehr.“ Anfang des Jahres 2023, so hofft Held, könne man sich zur Eröffnung wiedertreffen.

Kalt sei es gewesen im Bergischen, als er das erste Mal zu Gast war, erzählte Markus Feldman, der in Attendorn zu Hause ist. „Am 4. Januar 2020 war hier noch ein Parkplatz und wir mussten schauen, dass die Autos vom Platz kamen.“ Seitdem verbrachte der Bauleiter viele Tage und sogar Nächte in Wermelskirchen: „Manchmal war es einfach zu spät, um noch nach Hause zu fahren. Dann bin ich auch schon mal für ein paar Tage geblieben.“

Orthopäde Spieckermann zieht ins Ärztehaus

Der Rohbau ist fertig, der Innenausbau kann beginnen. Morgen soll der große Kran abgebaut werden.

Der städtische Technische Beigeordneter Thomas Marner lobte den reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten. „Wen es mal Probleme gab, haben wir darüber gesprochen und Lösungen gefunden. Besonders dankte Marner den Arbeitern: „Denen, die jeden einzelnen Nagel in die Wand geschlagen und jedes einzelne Bauelement gegossen haben. Sie haben maßgeblich zum Erfolg beigetragen.“ Zu den Gästen beim Richtfest gehörte auch der Wermelskirchener Orthopäde Dr. David Spieckermann. Er wird mit seiner Praxis in das neue medizinische Zentrum Med 360° einziehen. „Das Angebot war für mich als Orthopäde attraktiv, weil im Zentrum gleich auch ein radiologisches Team, eine Physiotherapiepraxis und ein Sanitätshaus ansässig sein werden“, erklärt der Mediziner. „Vor allem die radiologische Praxis mit MRT- und CT-Möglichkeiten ist für die Patienten von Nutzen.

Bisher mussten sie für diese Untersuchungen ja immer zu Fachärzten in umliegende Städte fahren.“ Das Unternehmen Med 360° mit Hauptsitz in Leverkusen betreibt 90 medizinische Zentren in ganz Deutschland. „Das Besondere ist, dass die Patienten praktisch alles unter einem Dach haben: den Facharzt, die Radiologie, Physiotherapie und Sanitätsbedarf. Das erlaubt kurze Wege“, sagt Bastian Werminghoff vom Unternehmensvorstand. „Und das entspricht moderner Gesundheitsversorgung.“ Bürgermeisterin Marion Lück bezeichnete es als „megamäßig“, dass das Großprojekt Loches-Platz-Neubau nun langsam zum Abschluss kommt. „Nächste Woche kann man schon den ganzen Platz drumherum sehen, der ja dann auch wieder zum Kirmesplatz werden soll“, sagte die Bürgermeisterin und sprach sogleich eine Einladung an die Gäste aus, doch vorbeizuschauen zur Wermelskirchener Kirmes. Markus Feldmann zögerte da nicht lange: „Ich werde kommen und melde mich auch vorher an.“  

Neue Mieter

Einziehen werden ein Supermarkt (Hit), ein Discounter (Norma), das medizinische Zentrum Med 360° mit Orthopädie- und Radiologischer Praxis, Physiotherapie und Sanitätshaus sowie eine Wohngruppe der Diakonie. Der Hit-Lebensmittelvollsortimenter hat eine Größe von 2300 Quadratmetern inklusive Getränkemarkt. 30 000 Artikel sollen angeboten werden. 900 Quadratmeter groß wird der Discounter Norma. Das medizinische Zentrum hat eine Fläche von 1300, die Diakonie von 1000 Quadratmetern.

Standpunkt von Anja Siebel: Alles gut gelaufen

anja.siebel@rga.de

Der Neubau des Loches-Platz-Komplexes ist ein Großprojekt. Und das birgt oft auch große Probleme. Manchmal ist es das Wetter, das den Arbeitern auf einer solchen Baustelle einen Strich durch die Zeitplanung macht. Denn bei Schnee und Eis können die Bauarbeiten nicht fortgeführt werden. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie und neuerlich der Angriffskrieg in der Ukraine haben dazu geführt, dass es vielerorts Lieferschwierigkeiten, gerade auf Großbaustellen, gibt.

All das spielte aber am Loches-Platz gottlob nur eine untergeordnete Rolle. Die Arbeiten verliefen weitgehend reibungslos - und sogar größere Verkehrsbehinderungen blieben aus. Das liegt wohl überwiegend daran, dass, wie der Beigeordnete Thomas Marner noch einmal betonte, alle Hand in Hand zusammengearbeitet und gemeinsam Lösungen entwickelt haben. Alles also bestens gelaufen. Das ist erfreulich.

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