Baustelle

Loches-Platz: Hochbau ist gestartet

Große Hügel mit Erdaushub stehen diese Woche auf der Baustelle am Loches-Platz. Fotos:
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Große Hügel mit Erdaushub stehen diese Woche auf der Baustelle am Loches-Platz.
  • Markus Schumacher
    VonMarkus Schumacher
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Noch wird viel Erde bewegt, was zu verschmutzten Straßen führt.

Wermelskirchen. In dieser Woche hat auf der großen Baustelle am Loches-Platz der Hochbau begonnen. „Die Bodenplatte des Sprinklertanks im Untergeschoss wurde gelegt“, berichtet Florian Leßke, Amtsleiter des Amts für Stadtentwicklung, auf Nachfrage. Er freut sich: „Es geht voran, die Wermelskirchener können sich auf eine gute Nahversorgung freuen. Zudem wird dort eine Lücke geschlossen – und städtebaulich ist es auch eine gute Lösung.“

Doch noch ist etwas Geduld vonnöten. Laut Bauzeitplan wird mit der Fertigstellung erst Ende 2022 gerechnet. Bis dahin soll der Neubau entstehen, der auf drei Ebenen Platz bietet für Einzelhandel (Hit mit 2000 qm und Norma mit 900 qm), für einen Bäcker, einen Getränkemarkt, ein Sanitätshaus, einen medizinischen Dienstleister (Med 360°), Wohnungen und Flächen für die Diakonie. „Eine runde Sache“, lobt Leßke.

„Das sieht dann wieder recht ordentlich aus.“

Florian Leßke, Amtsleiter

Auffällig verschmutzt waren in den vergangen Tagen öfters die an die Baustelle angrenzenden Straßen. Den Dreck haben die Lkw hinterlassen, die die Baustelle vollgeladen mit Aushub verlassen. „Das ist aber alles im Rahmen“, erklärt der Amtsleiter. Es sei dort eine Reifenwaschanlage vorhanden und jeden Abend – bei Bedarf auch öfter – fährt ein Reinigungsfahrzeug die verdreckten Straßen ab. „Das sieht dann auch wieder recht ordentlich aus“, berichtet Leßke, „richtig sauber wird es aber erst bei starkem Regen wieder.“

Vormittags sehen die Straßen rund um den Loches-Platz öfters ziemlich verdreckt aus. Abends werden sie aber gereinigt.

Zurzeit türmen sich auf der Baustelle einige Hügel mit Erde. „Die müssen tief graben“, weiß Leßke. Er vermutet, dass der Aushub zu einer Deponie gebracht werde. „Es existiert eine regelrechte Erdbörse, bei der mit der Erde gehandelt wird, denn an anderen Baustellen wird viel davon gebraucht, um etwa eine Hanglage auszugleichen.“ An der Dellmannstraße steht bereits eine Betonmauer. „Dort wird ein Stauraumkanal für das Regenwasser gebaut“, erklärt Leßke.

Zum Weihnachtsgeschäft 2022 wollen Norma und Hit öffnen. Das bedeutet: Auch im kommenden Jahr muss die Kirmes ohne den Loches-Platz auskommen. Für Paul Engelbracht kein Problem: Der stellvertretende Ordnungsamtsleiter hatte im Team mit Arne Feldmann, Stefan Glatzel und Wiebke Heider nämlich schon die Kirmes 2019 „mit ohne“ geplant. Dann stand der Loches-Platz doch noch zur Verfügung, „so hatten wir die größte Kirmes“, sagt Engelbracht.

2020 wurde wieder ohne Loches-Platz geplant – doch wegen Corona wurde die Kirmes abgesagt. Das droht auch in diesem Jahr noch. Die Pläne für eine Kirmes ohne Loches-Platz hat Engelbracht jedenfalls fertig in der Schublade.

„2019 hatten wir erstmals die obere und untere Eich mit einbezogen“, berichtet der Kirmesorganisator, „und das wird wohl auch in Zukunft so bleiben.“ 2021 neu hinzukommen soll der Platz vor dem Weihnachtsbaum bis vor Café Wild. Dorthin sollen Kinderkarussell, der Englisch Pub und Imbiss Bauer kommen. Für große Fahrgeschäfte gebe es nirgendwo mehr Platz. „Es gab nur noch einen Platz für drei Fahrgeschäfte“, berichtet Engelbracht, „den haben wir tatsächlich verlost.“ Und das Los fiel auf den Kettenflieger: Der darf noch auf dem Schwanenplatz stehen. Drei Meter nach rechts wird das Riesenrad auf der Jahnstraße verrückt. „Wir möchten, dass möglichst viele wie immer zusammenstehen“, erläutert Engelbracht. So soll es den Fisch von Dohrmann wieder neben dem Bier von Fuhrmann geben. Engelbracht freut sich auf die Kirmes – sollte sie wieder abgesagt werden, sei das schade. Seit 1996 ist er für die Kirmes zuständig: 2020 war er zum ersten Mal zur Kirmeszeit nicht in der Stadt, sondern auf Kurztrip in Bad Kreuznach. „Komisch“, sei das gewesen.

Hintergrund

In der zweiten Januar-Woche rollten die ersten Bagger auf dem Loches-Platz an, auf dem die Eigentümerin des Areals, die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG, unter anderem neue Ladenlokale bauen lässt. Bereits im April 2020 war das alte Norma-Gebäude abgerissen worden. Der Baustart hatte sich dann aber auch wegen Corona verzögert.

Standpunkt

markus.schumacher@rga.de

Kommentar von Markus Schumacher

So eine große Baustelle mitten in der Stadt – und doch gibt es kaum nennenswerte Probleme. Das ist schon erstaunlich. Auf dem Loches-Platz entsteht bis vermutlich Ende 2022 ein Neubau für Einzelhandel, Dienstleister und Wohnen. Der große Baukran ist von weit her zu sehen. Und der Bauzaun ist transparent, lässt interessierte Beobachter am Geschehen teilhaben. Rund um die Großbaustelle sind manchmal auch die Straßen etwas verdreckt. Doch haben die verantwortlichen Mitarbeiter im Rathaus, das ja selbst nur einen Steinwurf vom Loches-Platz entfernt ist, die Baustelle im Blick. Und der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Florian Leßke, bestätigt auch, dass dort alles im Rahmen sei. Als die Baustelle im vergangenen Jahr coronabedingt einige Monate stillstand, war der Bauherr flexibel – und ermöglichte weiterhin das Parken auf der großen Fläche, bis auf der Baustelle wieder gearbeitet wurde. Derzeit fällt auch der kleine, untere Parkplatz weg. Dort wird zwar nicht gebaut, aber diese Fläche wird für die Maschinen und das Material dringend gebraucht.

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