Liberale wollen Stadt digitaler machen

Sie möchten in den Kreistag: Jürgen Manderla, Dagmar Eppert und Dennis Albrecht (v.l.). Foto: Jennifer Preuß
+
Sie möchten in den Kreistag: Jürgen Manderla, Dagmar Eppert und Dennis Albrecht (v.l.). Foto: Jennifer Preuß

Beim Kreisparteitag definierten die Politiker ihre Ziele

Von Jennifer Preuß

Im Grunde genommen war es eine reine Formsache. Der Dolchstoß aus dem Heimatwahlkreis war für Christian Lindner nicht zu erwarten. Mit 30 Ja-Stimmen wurde der Bundesvorsitzende der FDP beim gestrigen Kreisparteitag auf dem Rhombus-Gelände erneut zum FDP-Bundestagskandidaten für den Rheinisch-Bergischen Kreis gewählt.

Drei stimmberechtigte Parteimitglieder stimmten gegen ihn, der vor dem Wahlgang eine flammende Rede hielt. Christian Lindner ließ die Wahlen der 2000er Revue passieren und lobte die Arbeit seiner Parteikollegen, die viele Herausforderungen meistern konnten. Dabei dachte er vor allem an die historische Wahlniederlage bei der Bundestagswahl 2013. Viele hätten da nicht mehr geglaubt, dass die FDP den Draht zu den Wählern wiederfindet. Doch die Liberalen hätten sich zurückgekämpft.

„Eine Aufgabe ist aber noch unerfüllt: der Regierungswechsel in Berlin“, sagte Christian Lindner, der bei der Bundestagswahl 2021 erneut im Wahlkreis 100 antreten wird. „Die Basis wird vor Ort gelegt. Von hier aus können wir dem ganzen Land eine neue Richtung geben. Meine politische Heimat ist der Rheinisch-Bergische Kreis.“

Er wohne zwar inzwischen in Berlin, fühle sich Wermelskirchen aber immer noch sehr verbunden. Einen Gegenkandidaten für die Wahl zum Bundestagskandidaten gab es nicht. FDP-Ortsverbandsvorsitzender Patrick Engels deutete vor Beginn der Kreiswahlversammlung an, dass es politischer Selbstmord sei, sich gegen Christian Lindner aufstellen zu lassen.

Die Aussichten auf Erfolg seien gering, die Option an sich stehe jedem stimmberechtigten FDP-Mitglied aber natürlich offen. Er selbst wollte sich auf die nahende Kommunalwahl konzentrieren. Aufwendiger denn je sei der Wahlkampf in diesem Jahr gelaufen. „Aber auch persönlicher. Ich habe viele Gespräche über den Gartenzaun hinweg geführt“, berichtete Patrick Engels. Vor allem auf Probleme der Verkehrssicherheit und auf Schwierigkeiten bei der Kinderbetreuung sei er angesprochen worden. Die FDP habe für viele dieser Anliegen eine Lösung, vor allem das Bildungssystem wollen die Liberalen auf kommunaler und auf Kreisebene nach vorne bringen. „Wir müssen dafür sorgen, dass digitaler Unterricht möglich wird. Dafür braucht es die entsprechende Hardware in den Schulen“, betonte Patrick Engels.

Digitaler soll auch die Verwaltung werden. „Das Homeoffice soll auch nach der Krise eine Option für die Bediensteten sein“, betonte Bürgermeisterkandidat Marco Frommenkord.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Zwei Cousins sichern sich den Sieg
Zwei Cousins sichern sich den Sieg
Zwei Cousins sichern sich den Sieg
Visionen für das Rhombus-Gelände
Visionen für das Rhombus-Gelände
Visionen für das Rhombus-Gelände
Max geht jetzt sehr gern spazieren
Max geht jetzt sehr gern spazieren
Max geht jetzt sehr gern spazieren
Anwohner entdeckt Spuren in Neuenflügel
Anwohner entdeckt Spuren in Neuenflügel
Anwohner entdeckt Spuren in Neuenflügel

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare