Hegering

Lernwillige Hunde, eifrige Halter

Der Hegering Wermelskirchen freute sich über eine rege Teilnahme am Kurs „Der unerlaubt jagende Hund“.
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Der Hegering Wermelskirchen freute sich über eine rege Teilnahme am Kurs „Der unerlaubt jagende Hund“.

Seminar des Hegerings.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Warum jagt mein Hund? Wie bekomme ich ihn dazu, dies zu unterlassen? Warum ist es überhaupt so schlimm, wenn mein Hund ein Reh hetzt? Das waren einige der Fragen, mit denen sich die 23 Teilnehmer des Seminars „Der unerwünscht jagende Hund“ beschäftigten.

Dazu hatte der Hegering Wermelskirchen zusammen mit der Hundeschule „Apportieren und mehr“ von Heike Bertels eingeladen. Dabei ging es nicht in erster Linie um die klassischen Jagdhunde. Denn, so beschreibt es Simone Koch vom Hegering: „Wer sich in einen Weimaraner verliebt, der weiß in der Regel, dass Jagen ein Thema sein wird.“

Bunt zusammengesetzt zeigte sich die Vielfalt der Hunderassen, deren Herrchen und Frauchen die Teilnehmer sind: Ein Berhardiner-Mix, ein Podenko, ein Golden Retriever oder auch ein Schäferhund gehörten dazu. Alle Teilnehmer einte das Interesse, mehr über die Grundlagen der sogenannten „Jagdverhaltenskette“ zu lernen. Heike Bertels spannte den Bogen durch das Themenfeld: Der Kontakt zum Halter sollte dem Hund wichtiger sein als das gerade weglaufende Reh – per Einsatz von Clicker, Markenwort oder auch Jagdersatzarbeit. „Heike Bertels konnte gemeinsam mit den Teilnehmern schnell erste Erfolge erzielen“, bericht Simone Koch: „Zum Schluss hat es jeder Hund geschafft, bei seinem Besitzer sitzen zu bleiben, während ein Felldummy, der über eine Seilwinde über die Wiese gezogen wurde, an ihm vorbei flitzte.“

Es soll auf jeden Fall eine Wiederholung geben

Im Anschluss an die Theorie im Restaurant Jägerhof in Dhünn ging es auf eine Wiese in Halzenberg, auf der Heike Bertels mit den 14 Gespannen einzelne Übungen absolvierte. „Alle waren mit Eifer bei der Sache. Auch diejenigen, die ohne Hund kamen, waren engagiert und nutzten die Zeit zum Austausch und zum Lernen“, sagt Simone Koch.

„Konsequenz und dauernde Wiederholung, das hatte sich bei allen festgesetzt, das war und ist das Entscheidende.“ Eine Untersuchung habe gezeigt, dass erst nach 6000 bis 10 000 richtig ausgeführten Wiederholungen ein Automatismus einsetze, bei dem das gewünschte Verhalten beim Hund zu fast 100 Prozent abrufbar sei.

Der Hegering Wermelskirchen freue sich über die rege Teilnahme an dem Kurs, denn Aufklärung von Hundehaltern sei wichtig, sagt Simone Koch und kündigt eine Wiederholung an.

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