Finanzierung

Leader: Bewerbung bis 28. Januar möglich

Feierabendmarkt
+
Sowohl der Feierabendmarkt wie auch der Fahrradbus wurden durch Fördergeld, das das Regionalbüro verteilt, unterstützt. Die Bierzelt-Garnituren und Pavillon-Zelte bei den Märkten wurden durchs Regionalbüro gefördert.

Regionalmanager bewerben sich beim Land um neues Fördergeld für die Jahre 2023 bis 2029.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Der Anhänger des Fahrradbusses beispielsweise, der Bücherschrank in Dabringhausen, Biertischgarnituren und Pavillonzelte für den Feierabendmarkt in Wermelskirchen, Burscheid, Wipperfürth und Hückeswagen, die mobile Bühne in Dabringhausen, sowie unter anderem die Freibad-Heizung, die mit Wermelskirchener Holz betrieben wird, sind Projekte, die aus dem Regionalfonds oder durch Leader-Mittel mitfinanziert worden sind. „Jetzt können sich Initiativen, Vereine und Gemeinden noch bis zum 28. Januar mit neuen Projekte bewerben“, sagt Regionalmanager Martin Deubel. „Das Regionalbudget beträgt noch 200.000 Euro und Leader hat noch 150.000 Euro im Topf.“

Der Fahrradbus wurde durch Leader gefördert.

Das Geld, das jetzt vergeben wird, müsste bis spätestens Mai/Juni 2023 ausgegeben und abgerechnet werden. „Projekte, die aus dem Regionalfonds gefördert werden, werden mit 80 Prozent gefördert und erhalten höchstens 16 000 Euro“, erklärt Martin Deubel. „Und größere Projekte wie beispielsweise der Fahrradbus werden mit 65 Prozent der Antragsumme gefördert und erhalten höchstens 100.000 Euro.“ Er hofft, dass jetzt noch Bewerbungen eingehen.

Gefördert werden Projekte zu vielen Themen, zum Beispiel Spielplätze, Bildungsangebote oder Naherholung. „Da die Mittel begrenzt sind, werden die Projekte mithilfe einer Auswahlmatrix ausgewählt“, erklärt der Regionalmanager.

Da die Mittel begrenzt sind, werden die Projekte mit einer Auswahlmatrix ausgewählt.

Martin Deubel, Regionalmanager

Die Region Leader Bergisches Wasserland ist gerade wieder dabei, neue Fördermittel zu akquirieren. „Meine Kollegin und ich sind dabei, uns für die nächste Förderphase beim Land zu bewerben“, berichtet der Regionalmanager. „Bis zum 4. März  müssen  wir   unser 90-seitiges Strategiepapier beim Land in Nordrhein-Westfalen abgegeben haben.“ Die beiden werden dabei von einem Projektbüro unterstützt. „Den größten Teil der Arbeit haben aber meine Kollegin und ich geleistet.“

Im vergangenen Jahr wurden Bürger beteiligt – wegen Corona, allerdings nur online. „Die Ergebnisse fließen als Erkenntnisgrundlage mit in unsere Bewerbung ein“, sagt Martin Deubel. „Wir haben jetzt als gute Grundlage, was den Menschen auf den Nägeln brennt.“

Nach dem 4. März ist für das Regionalbüro-Team erst einmal eine Wartezeit angesagt. „Wir bekommen frühestens im Juni den Bescheid, ob wir wieder mit Geldern rechnen können“, sagt der Regionalmanager. Die Leader-Fördermittel stammen aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums von Nordrhein-Westfalen. Das Regionalbudget wird durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) finanziert. Der Oberbergische Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis stellen den Eigenanteil für die Geschäftsstelle Leader Bergisches Wasserland zur Verfügung.

„Im Jahr 2021 wurden durch das Regionalbudget 17 Projekte ko-finanziert“, erklärt Martin Deubel. „Seit 2016 wurden in der Leader-Region 41 Projekte für eine Förderung damit ausgewählt.“

Leader kann Projekte in fast allen Bereichen fördern

Leader ist ein EU-Programm, das seit 1991 läuft. Es ist vielseitig aufgestellt und kann Projekte in fast allen Bereichen fördern wie in Wirtschaft, Klimawandel, Integration, Dorfentwicklung, Lebensqualität, Wohnen oder Tourismus. Zwei Projekte wurden erst im November ausgewählt. In Hückeswagen wird das Projekt „Bergbauspielplatz“ gefördert und in Wermelskirchen der Seniorengarten.

Hintergrund

Leader: Das europäische Förderprogramm hat das Ziel, die ländlichen Gebiete zu stärken und zu entwickeln. Der Begriff ist eine französische Abkürzung und meint übersetzt die „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung von Aktionen der ländlichen Wirtschaft.“

Kontakt: Martin Deubel, Tel. 0 21 74/7 40 12 64

deubel@leader-bergisches-Wasserland.de

www.leader-bergisches-wasserland.de

Standpunkt: Für Projekte bewerben

Ein Kommentar von Susanne Koch

susanne.koch@rga.de

Noch macht es Sinn, sich im Regionalbüro für ein kleines Projekt, das mit Mitteln des Regionalfonds, oder für ein größeres, das mit Mitteln der EU gefördert wird, zu bewerben. Letzter Termin ist der 28. Januar. Danach ist erst einmal eine längere Zeit Warten angesagt. Denn die beiden Regionalmanager von Leader Bergisches Wasserland schließen gerade eine 90-seitige Bewerbung ab, die sie bis zum 4. März beim Land NRW eingereicht haben. Sie wollen damit weiteres Fördergeld für die Region von 2023 bis 2029 akquirieren. In dem Papier haben sie die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung aufgenommen. Wir wollen hoffen, dass sich die viele Arbeit, die sie da reingesteckt haben, am Ende auszahlen wird. Wermelskirchen, Burscheid, ja die ganze Region wird es ihnen danken. Denn genug zu entwickeln gibt es noch hier in der Umgebung. Wenn man bedenkt, wie gerne der Fahrradbus angenommen wird oder wie die Bierzeltgarnituren oder die Pavillonzelte genutzt wurden, wie das Freibad nun mit Wermelskirchener Holz beheizt wird, dann gibt es sicher noch viel mehr an kleinen und größeren Projekten, die darauf warten, ins Leben gerufen zu werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Rehse bestreitet Pöbeleien bei Telegram
Rehse bestreitet Pöbeleien bei Telegram
Rehse bestreitet Pöbeleien bei Telegram

Kommentare