Kulturmanager hat laut BüFo „keinen Mehrwert“

So oder so ähnlich soll das Haus der Kulturen in Burscheid einmal aussehen. Dort sollen auch Wermelskirchener hingehen, Foto: Archwerk Generalplaner
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So oder so ähnlich soll das Haus der Kulturen in Burscheid einmal aussehen. Dort sollen auch Wermelskirchener hingehen, Foto: Archwerk Generalplaner

Die Stabsstelle soll künftig die Städte Burscheid und Wermelskirchen kulturell einen

Von Anja Carolina Siebel

Das interkommunale Kulturmanagement war noch einmal Thema im Stadtrat. Über dessen Einrichtung und die Einstellung eines städteübergreifenden Kulturmanagers sollten die Ratsmitglieder am Montagabend beschließen. Am Ende stimmten sie dem Beschlussvorschlag auch mehrheitlich zu. Kritik gab es aber auch, vor allem aus den Reihen der FDP-Fraktion und des Bürgerforums (BüFo).

Wie berichtet, sollen Burscheid und Wermelskirchen ein gemeinsames Kulturmanagement bekommen. Der zu erstellende Kulturentwicklungsplan für beide Städte soll die interkommunale Zusammenarbeit auf kulturellem Sektor fördern. Sein Aufbau soll quasi mit dem Umbau des Hauses der Kunst in Burscheid einhergehen.

Für dieses interkommunale Kulturmanagement soll es ab 2021 sogar eine eigene Stelle geben, die Programm und Finanzen koordiniert und steuert. Das Kulturmanagement ist zunächst auf drei Jahre befristet, soll nach erster Expertise rund 240 000 Euro kosten und dementsprechend gefördert werden.

Die Bürgermeister beider Städte hatten sich bereits positiv dazu geäußert. Für Wermelskirchen lautete die hauptsächliche Begründung, dass die finanziell angespannte Situation der Kommunen die Budgets im Kulturbereich deutlich verknappt und den Druck auf die Kulturpolitik- und –verwaltung erhöht habe.

„Kultur ist wesentlicher Bestandteil der beiden Städte und es existieren zahlreiche herausragende Orte, wie die Kattwinkelsche Fabrik, das Haus Eifgen, das AJZ Bahndamm und die Bürgerhäuser in Wermelskirchen sowie das Kultur-Badehaus, das Kinder- und Jugendzentrum Megafon und das Haus der Kunst in Burscheid. Viele Angebote in der Region sind aber zu wenig bekannt und müssten kontinuierlich und verstärkt kommuniziert und besser koordiniert werden“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Oliver Platt vom Bürgerforum unterstrich, dass er derzeit „keinen Mehrwert“ für ein solches Kulturmanagement sehe. Und Dagmar Eppert von der FDP bat um Aufschiebung der Entscheidung, um noch einmal fraktionsintern diskutieren zu können. Die wurde von den anderen Ratsmitgliedern aber abgelehnt.

Am Kulturstammtisch waren sich alle weitgehend einig

Frank Kaluscha (Grüne) appellierte an die Ortspolitiker, für eine solche Stabsstelle zu stimmen. „Wir waren uns beim Kulturstammtisch darüber einig – und es handelt sich um Ausgaben von 30 000 bis 40 000 Euro.“ Zudem gehe es zunächst um eine Anfangsarbeit, um die Zusammenarbeit beider Städte im kulturellen Bereich zu stärken.

Das betonte auch Jochen Bilstein, der ebenfalls Mitglied des Kulturstammtisches im Haus Eifgen ist, an dem das Thema vor kurzem besprochen wurde. „Die Frage nach dem Mehrwert kann man später erst beantworten“, sagte er. „Aber das ist bei vielen solcher Projekte so.“

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