Jahreshauptversammlung

Kulturinitiative engagiert sich für Fördergelder

Michael Dierks kämpft für seinen Verein und das Haus Eifgen. Unter anderem auch deshalb, weil es durch die Pandemie einige Einbußen gab.
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Michael Dierks kämpft für seinen Verein und das Haus Eifgen. Unter anderem auch deshalb, weil es durch die Pandemie einige Einbußen gab.

Vorsitzender Michael Dierks setzt auf finanzielle Unterstützung für den Verein.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Kai Langenkamp hat seinen Humor nach einem Jahr im Amt des Schatzmeisters bei der Kulturinitiative Haus Eifgen nicht verloren. Im vergangenen Sommer hatte der 50-Jährige den Posten übernommen. Seinen ersten Kassenbericht vor einer Jahreshauptversammlung schloss er mit den Worten: „Es war nicht ganz so schlimm.“ Damit meinte er allerdings gar nicht das Arbeitsaufkommen der ehrenamtlichen Vorstandstätigkeit, sondern vielmehr das Jahresergebnis der Vereinsfinanzen, das in 2021 mit einem Überschuss von rund 22 000 Euro endete. Dieser Betrag wird nach einstimmigem Versammlungsbeschluss in die Gewinnrücklagen eingestellt, die sich damit auf knapp 48 000 Euro summieren.

„Na ja, das war es unter dem Strich am 31. Dezember – im Januar kamen dann die ganzen Rechnungen“, sagte Langenkamp, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden Michael Dierks betonte, dass die Auswirkungen der Pandemie nach wie vor deutlich spürbar wären. „Corona hat alles auf den Kopf gestellt“, kommentierte Michael Dierks. Vor der Pandemie habe die Kulturinitiative durchschnittlich 65 Besucher pro Veranstaltung zählen können, derzeit seien es 35.

Viele Projekte wurden aus Fördergeldern finanziert

Das finanziell gute Ergebnis von 2021 sei dem Generieren von Geldern aus Förderprogrammen zu verdanken. Der Umkehrschluss: Damit kann in 2022 nicht kalkuliert werden, der Vorstand rechnet für den Kulturbetrieb im laufenden Jahr mit einem Minus von nicht ganz 10 000 Euro.

„Corona war der erste Härtetest, und die Teuerungen sind jetzt der zweite“, konstatierte Michael Dierks. Der emsige  Vorsitzende ist froh, dass sich die Initiative Fördergelder aus dem „Work-in-progress“-Topf sichern konnte. Einzelne Schritte via  Workshops, die sich mit Neuausrichtung, Detailfragen oder der Organisation von Anforderungen beschäftigen, würden dabei von externen Fachberatern begleitet.

„Hier geht es nicht darum, Geld für Vorstandsarbeit oder ehrenamtliche Tätigkeit zu zahlen, sondern um die Honorierung von Extraleistungen“, stellte Schriftführer Thomas Wintgen klar. Obendrein, so betonte Michael Dierks zudem: „Wie welche Vergütung erfolgt, ist Gegenstand einer Mitgliederversammlung. Wir möchten jetzt nur die generelle Möglichkeit dafür schaffen.“

Fördergelder wären nur mit großem Aufwand zu gewinnen, würden sich aber lohnen, beschrieb der Haus-Eifgen-Vorstand: So habe schon das Mai-Fest mit Hilfe von Förderung veranstaltet werden können und würden das „Crossover“-Festival im Juli sowie den „Afrika-Tag“ im August stützen.

Ebenso ein Projekt zu digitaler Kunst mit dem Kunstverein und der Kattwinkelschen Fabrik werde durch Fördergelder gestärkt.

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