Bühne

Kuddelmuddel im Laienspiel Hünger

Probe im Evangelischen Gemeindehaus Hünge: (v. l.) Wilfried Frowein, Birgit Fox, Thomas Esters, Cedrik Platt, Doris Mahlkow-Fahner, Uta Lenz ( Regisseurin) und Jenny Fox
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Probe im Evangelischen Gemeindehaus Hünge: (v. l.) Wilfried Frowein, Birgit Fox, Thomas Esters, Cedrik Platt, Doris Mahlkow-Fahner, Uta Lenz ( Regisseurin) und Jenny Fox
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Das Theater-Ensemble startet am 18. November mit der Premiere des Lustspiels.

Von Susanne Koch

Am 2. Januar 1971 wurde das Laienspiel Hünger gegründet. „Es ist damals aus einer Jugendgruppe des CVJM herausgegangen“, sagt Regisseurin Uta Lenz. „Meine Eltern haben damals mitgespielt, da war ich sieben Jahre alt, mit zehn Jahren habe ich das erste Mal auf der Bühne gestanden. Ich durfte ein Kind spielen, das ganz ohne Text daherkam.“

Heute 51 Jahre später stehen wieder Laienschauspieler im evangelischen Gemeindehaus in Hünger auf der Bühne, um für die Premiere und die übrigen Veranstaltungen ab dem 18. November zu proben. „Wir haben uns für ,Nichts als Kuddelmuddel‘ entschieden“, sagt sie. „Das ist ein Lustspiel in zwei Akten von Jürgen Hörner.“

„Wir bleiben bei unseren alten Preisen.“

Uta Lenz verspricht Stabilität

„Nichts als Kuddelmuddel“ ist ein Stück (fast) aus dem Leben geschnitten. „Im ersten Akt spielen wir die Generalprobe eines Stückes um die Wahrsagerin Kassandra, die Probleme mit Kundinnen hat, und einem Mann von der Telekom und sonstige Pleiten, Pech und Pannen“, verrät Uta Lenz. „Und im zweiten Akt spielen wir das Stück mit nicht nur Pleiten, Pech und Pannen, denn es kommt noch doller als in der Generalprobe.“ Gar nicht leicht zu spielen. Einer der Schauspieler kann beispielsweise seinen Text nicht und ist immer wieder auf die Souffleuse angewiesen. Er kann den Text bis zum bitteren Ende nicht und es gibt immer wieder „Kuddelmuddel“. „Das ist überhaupt nicht einfach zu spielen“, sagt Uta Lenz.

Die Laienspielgruppe Hünger habe überwiegend Lustspiele und Komödien gespielt. „Einmal haben wir ein ernstes Stück auf die Bühne gebracht“, sagt die Regisseurin. „Es war ,Die Mördergrube‘.“ Sie habe aber festgestellt, dass das Publikum sehr gerne leicht und daher Komödien liebe. „Witzig sind in diesem Zusammenhang die Reaktionen des Publikums“, sagt Uta Lenz. „Wir haben alle im Kopf, wann die Zuschauer lachen, doch das ist nicht immer so, wie wir das vorhergesehen haben. Mal lacht eine Gruppe an einer ganz anderen Stelle und manchmal überhaupt nicht.“ Aber das mache das Theaterspielen ja erst so lebendig.

Auf der Bühne stehen dieses Mal sieben Personen, vier Frauen und drei Männer. „Normalerweise spiele ich nicht mit“, sagt Uta Lenz. „Doch dieses Mal nehme ich Jenny Fox zwei Termine ab. Denn sie feiert ihren 30. Geburtstag.“ Zwischen 30 und Mitte 50 sind die Schauspieler. „Unser Publikum ist auch eher älter“, sagt Uta Lenz. „Was wir für die Aufführung brauchen, machen wir und unsere Familienangehörigen alles selber“, sagt sie.

„Das ist überhaupt nicht einfach zu spielen.“

Uta Lenz, Regisseurin

„Wir kümmern uns um die Kostüme, Birgit Fox schminkt uns, Doris Johann hilft beim Verkauf der Karten“, sagt Uta Lenz. „Wir verkaufen dieses Mal – und denken dabei an die Corona-Pandemie – statt der 200 Karten nur 150. So können alle etwas lockerer auseinander sitzen. Ich hoffe sehr, dass es am 18. November endlich wieder heißt: Vorhang auf.“ Denn wegen der Corona-Pandemie musste das Theater zwei Jahre aussetzen. Inzwischen habe das Laienschauspiel Hünger eine ansehnliche Kostümgarderobe. „Wir brauchen aber immer wieder Neues“, sagt die Regisseurin. „Perücken, fehlende Requisiten, einen Hut, ein Kleid. Es kommt ja immer darauf an, was wir denn aufführen.“

Dieses Mal spielen mit: Thomas Esters, Ute Esters, Birgit Fox, Willfried Frowein, Jenny Fox, Doris Malkow-Fahrner sowie Cedrik Platt und Uta Lenz. „Die Karten können jetzt schon erstanden werden“, sagt Uta Klein. „Wir bleiben bei unseren alten Preisen – zehn Euro für Erwachsene und fünf Euro für Schüler und Studenten. Die Karten gibt es bei Betten Frowein, Grüne Straße 67, bei Doris Johann, Hünger 112 und in der Travel Lounge by Reisewelt Kurbjuweit GmbH, Eich 34.

Hintergrund

Das Laienspiel Hünger hat auch eine Homepage gestaltet. Auf der finden Interessierte viel Wissenswertes über die über 50 Jahre alte Theatergruppe. Es gibt Geschichtliches, aber auch alle Termine, wann die Gruppe „Nichts als Kuddelmuddel aufführt.

www.laienspiel-huenger.de

Standpunkt: Lachen ist gesund

susanne.koch@rga.de

Lachen ist sehr gesund. Und es darf, nein es soll gelacht werden beim neusten Theaterstück der Laienspielgruppe Hünger. Die Laienschauspielerinnen und -schauspieler üben „Nichts als Kuddelmuddel“ von Jürgen Hörner. Jetzt – gerade nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie – ist es für die zu den Aufführungen kommenden Zuschauerinnen und Zuschauer nur befreiend, wieder miteinander ins Theater zu gehen und sich köstlich zu amüsieren. Und damit das auf jeden Fall möglich ist, verkauft die Laienspielgruppe Hünger pro Aufführungstermin 50 Karten weniger, damit auf jeden Fall genug Platz in den Zuschauer-Reihen ist.

Mehr an Vorsichtsmaßnahmen können die Schauspielerinnen und Schauspieler nicht tun. Ich wünsche allen, dass die Corona-Pandemie ihnen nicht noch einen weiteren Strich durch die Rechnung macht und sie im November tatsächlich im Gemeindehaus das Stück auf die Bühne bringen. Toi, toi, toi.

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