Pandemie

Krisenstab empfiehlt Tragen von Mund-Nasen-Schutz

Mit dem Mund-Nasen-Schutz können die Schüler möglicherweise eine Quarantäne verhindern, wenn sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. Symbolfoto: Christian Beier
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Mit dem Mund-Nasen-Schutz können die Schüler möglicherweise eine Quarantäne verhindern, wenn sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten.
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Nicht nur Schüler, sondern alle Bürger sollten zum Infektionsschutz beitragen.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Zwar gibt es im Rheinisch-Bergischen Kreis bislang noch nicht so viele positiven Corona-Tests wie beispielsweise in größeren Nachbarstädten Remscheid, Solingen und Wuppertal. Aber auch im ländlichen Gebiet steigen derzeit die Infektionszahlen.

Der Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises empfiehlt deshalb Schülern jetzt eindringlich, nach den jetzt beginnenden Herbstferien, im Unterricht weiterhin eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. „Wegen steigender Infektionszahlen folgt der Krisenstab damit einer Einschätzung des Gesundheitsamtes“, erklärt Krisenstabs-Leiter Dr. Erik Werdel.

Die Fachleute befürworten das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, das regelmäßige Lüften sowie die gewissenhafte Handhygiene als einzige, wirksame Mittel zur Minderung des Ansteckungsrisikos mit dem Virus SARS-CoV-2 an Schulen.

Aus diesem Grund müsse der Hauptübertragungsweg des Virus – nämlich winzige Speicheltröpfchen in der Atemluft – durch das Tragen von Mund- und Nasenschutz weitmöglichst abgeschnitten werden, erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Sabine Kieth.

„Zwar bieten die üblichen Behelfsmasken den Tragenden keinen Schutz vor einer eigenen Infektion. Sie mindern jedoch die Anzahl feinster Tröpfchen, die beim Atmen und Sprechen mit der Luft ausgestoßen und von anderen eingeatmet werden“, so Kieth. Geschützt werden also die Mitmenschen.

Kieth: „Wer die Mund-Nase-Bedeckung konsequent und richtig trägt, nämlich über der Nase, wird nicht unbedingt als Kontaktperson mit dem höchsten Infektionsrisiko eingestuft.“ Das bedeute, dass eine Ansteckungsgefahr sowie die Notwendigkeit einer Testung und einer häuslichen Isolation nicht gegeben seien.

Verzichteten die Mitglieder einer Klasse oder eines Kurses auf ihre Masken und werde danach eine Person positiv getestet, müsse im schlimmsten Fall der ganze Klassenverband oder sogar die gesamte Jahrgangsstufe in Quarantäne. „Steigen die Zahlen zu stark, sind die einzelnen Kontaktwege für das Gesundheitsamt nicht mehr nachverfolgbar. In diesem Fall müssen wir großflächige Quarantänemaßnahmen verhängen“, warnt Dr. Sabine Kieth.

Der Leiter des Krisenstabs, Dr. Erik Werdel und die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Sabine Kieth, rufen deshalb gemeinsam die Schüler auf, auch weiterhin im Unterricht Masken zu tragen. „Wir richten den dringenden Appell an alle Mitglieder der Schulgemeinschaften, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Unterricht beizubehalten. Schulgemeinschaften können sich nach Maßgabe des NRW-Schulministeriums auf freiwilliger Basis darauf verständigen. Sobald die Schülerinnen und Schüler ihre Sitzplätze verlassen, gilt auf dem gesamten Schulgelände laut Coronaschutzverordnung ohnehin Maskenpflicht.

Der Krisenstab rufe generell alle Bürger auf, freiwillig Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Damit sollten möglichst viele Menschen dazu beitragen, Neuansteckungen und Quarantänen in der Region zu verhindern.

Standpunkt

anja.siebel@rga-online.de

Ein Kommentar von Anja Carolina Siebel

Mit wieder steigenden Corona-Infektionszahlen im Bundesgebiet lassen sich zwei Phänomene beobachten. Da gibt es jene, die von der Situation derart genervt sind, dass sie am liebsten hinschmeißen würden. Es verleitet sie möglicherweise dazu, die Pandemie zu verharmlosen oder gar zu leugnen oder sich einfach mal nicht an die Maßnahmen zu halten, weil sie in ihren Augen sinnlos sind. Dazu lässt sich sagen: Hinschmeißen ist leider nicht, denn, ja, wir sitzen alle in einem Boot. Und, nein, das Virus ist nicht aus den Köpfen bösartiger Politiker oder Wirtschaftsbosse entsprungen, sondern wirklich da. Dann gibt es aber auch noch jene, die wirklich Angst haben. Die sich am liebsten verkriechen würden und nicht mehr vors Haus gehen. Auch das ist sicher nicht der richtige Weg, mit der derzeitigen Krise umzugehen. Eine gewisse Sachlichkeit braucht es. 

Zum Beispiel, indem man sich nicht ständig die steigenden Zahlen positiver Testungen, sondern die Belegung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten anschaut, die nach wie vor sehr niedrig ist. Es bleibt indes nichts übrig: Wir müssen durchhalten. Und das am besten solidarisch.

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