WiW

Krise stellt Verein vor Herausforderungen

Vorher war André Frowein Geschäftsführer des Marketingvereins „Wir für Wermelskirchen“. Seit Oktober ist er nun Vorsitzender von WiW. Er wirbt fürs Einkaufen in den heimischen Geschäften. Archivfoto: Doro Siewert
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Vorher war André Frowein Geschäftsführer des Marketingvereins „Wir für Wermelskirchen“. Seit Oktober ist er nun Vorsitzender von WiW. Er wirbt fürs Einkaufen in den heimischen Geschäften.
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Vom Geschäftsführer zum Vorsitzenden – André Frowein von WiW fasst neue Projekte ins Auge.

Von Jennifer Preuß

Wermelskirchen. Mit den zehn Wochenstunden, die im Vertrag stehen, kommt André Frowein nicht aus. Auf den neuen Vorsitzenden des Stadtmarketingvereins „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) wartet jede Menge Arbeit. Gerade die Corona-Pandemie stellt den Verein vor Herausforderungen. Man befinde sich in einem Spannungsfeld, so André Frowein. Auf der einen Seite gibt es diejenigen, die den Kopf schütteln und fragen, wie man in dieser Zeit überhaupt irgendeine Form von Aktivität planen und durchführen könne. Von der anderen Seite ist ein Danke zu hören.

„Es ist nicht einfach. Aber ich bin der Meinung, dass wir den Kopf nicht in den Sand stecken sollten“, betont André Frowein. „Wir geben alles für unsere Stadt und sehen große Potenziale.“ Der Wermelskirchener schrecke vor keiner Herausforderung zurück. In seiner neuen Funktion – bis Oktober war André Frowein noch WiW-Geschäftsführer – habe er sich schnell eingefunden. „Ich habe ein super Team. Es ist vieles im Fluss.“

Motiviert sei der gesamte Vorstand, nur lege die Corona-Pandemie samt Lockdown einen engen Rahmen fest, innerhalb dessen der Verein agieren kann. Froweins oberste Priorität hat die Stärkung des Wir-Gefühls. Das betreffe nicht nur den Kreis der Mitglieder, sondern alle Bürger. Events wie „Rock am Markt“ hätten bewiesen, was man gemeinsam schaffen könne, so André Frowein. „Wir können in Wermelskirchen viel bewegen.“

Momentan bewege sich jedoch viel im Kleinen. Ein Beispiel ist die Krippen-Aktion, die die Kirchen Wermelskirchens in der Ökumene planen. Um etwas Licht in die sicherlich anders werdende Adventszeit zu bringen, sollen im gesamten Stadtgebiet in Geschäften und Restaurants Krippen aufgestellt werden. Die Rückmeldungen sind sehr gut. Viele Geschäftsleute haben bereits angekündigt, eine entsprechende Fläche im Lokal für die Aktion bereitzustellen.

Diese besondere Zeit könne man nur gemeinsam meistern, ist sich André Frowein sicher. Er selbst ist auch von der Pandemie und ihren Folgen getroffen worden. Nebenberuflich bietet André Frowein Licht- und Tontechnik für Veranstaltungen an, über die er 2011 den Weg in den Verein gefunden hat. Wegen Corona ist das Auftragsbuch nun gähnend leer. Seine ganze Energie steckt André Frowein daher in seinen Hauptberuf, der Jugendsozialarbeit im Juca, und seinen Vorstandsposten.

Auch wenn der Teil-Lockdown sich bei vielen WiW-Vereinsmitgliedern negativ auf den Umsatz auswirke, sei die Stimmung aber dennoch besser als im Frühjahr, als von einem Tag auf den anderen alles stillstand. „Vor allem die Gastronomen vernetzen sich nun besser“, sagt der neue WiW-Vorsitzende. „Der Lockdown light sollte aber auf gar keinen Fall länger durchgeführt werden als bis Ende November.“ Gelten die strengen Maßnahmen auch noch im Dezember, bedeute das für viele das Ende.

„Es ist zwingend erforderlich, dass die Bürger der Stadt lokal einkaufen.“
André Frowein, WiW-Vorsitzender

Gerade für die Gastronomen ist die Vorweihnachtszeit eine wichtige Einnahmequelle. Daher hat die WiW sich eine Alternative überlegt: Als Ersatz für die ausgefallene Weihnachtsfeier können Firmen ihren Beschäftigten mit der Wermelskirchener Geschenkbox eine Anerkennung zukommen lassen. In ihr befinden sich unter anderem Geschenkgutscheine, die in Geschäften und Restaurants in Wermelskirchen eingelöst werden können. „Viele Unternehmen haben ein Interesse daran, dass ihr Geld hier in Wermelskirchen bleibt. Daher wird die Geschenkbox super angenommen“, erklärt André Frowein. Kurz nach der Bekanntmachung des Projektes meldeten sich neben mehreren Unternehmen auch viele Privatleute, die gerne Geschenkboxen erwerben wollen.

Sollten die Corona-Beschränkungen im Dezember aufgehoben werden, kann der verkaufsoffene Sonntag am 6. Dezember wie geplant stattfinden. André Frowein sieht darin ein gutes Mittel, die Besucherströme im Vorweihnachtsgeschäft etwas zu entzerren. Anmeldungen der Einzelhändler liegen bereits vor.

Lokal einzukaufen, sei wichtiger denn je. „Die Unsicherheiten sorgen dafür, dass das Internet bequemer und sicherer erscheint. Dabei tun die Wermelskirchener Einzelhändler alles für die Sicherheit der Kunden“, betont Frowein. „Es ist zwingend erforderlich, dass die Bürger der Stadt lokal einkaufen. Wir wollen nicht, dass Betriebe dauerhaft schließen müssen.“

Zum Verein

André Frowein wurde bei der Jahresversammlung im Oktober zum Vorsitzenden von WiW gewählt. Sein Vorgänger, Dankmar Stolz, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Bis dahin hatte André Frowein den Posten des Geschäftsführers inne. Diese Aufgabe übernimmt nun Jasmin Riemann. Der Vorstand leitet die Arbeit des Vereins, der aktuell 270 Mitglieder zählt. Ins nächste Jahr wurde bei der Versammlung auch schon geblickt. Sollte die Pandemie-Lage es zulassen, werden „Das Fest“ am 16. Mai und der verkaufsoffene Sonntag zur Kirmes am 29. August stattfinden.

www.wiw-marketing.de

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