Katholische Kirche

Kreuzweg führt zu sieben Stationen hier vor Ort

Nicola Brinkmann, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael und St. Apollinaris und Burscheid. Foto: Jürgen Moll
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Nicola Brinkmann, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael und St. Apollinaris und Burscheid.

Pfarrgemeinderat verbindet bei seinem Angebot biblische Geschichte mit lokalen Begebenheiten.

Von Markus Schumacher

Wermelskirchen. Durch Jerusalem führte der Kreuzweg Jesu Christi. Dem Leidensweg können Wermelskirchener jetzt auch vor Ort auf die Spur kommen. Ein Arbeitskreis des Pfarrgemeinderats der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael und St. Apollinaris hat einen auf Wermelskirchener Orte, Plätze und Gebäude bezogenen Kreuzweg erarbeitet.

„Die Verbindung zwischen lokaler Geschichte und der Bibel finde ich klasse“, berichtet Nicola Brinkmann. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates erarbeitete im Arbeitskreis mit Benjamin Floer und Christoph Krips die sieben Stationen. „Und wir waren uns schnell über alle einig“, erinnert sie sich.

Infokarten mit dem eingezeichneten Kreuzweg liegen in der Katholischen Kirche aus, mit Hilfe eines QR-Codes oder eines runtergeladenen Textheftes kann auf dem Kreuzweg gebetet werden. Die Bibeltexte sind übers Smartphone zu hören.

Los geht es am Schwanenplatz. Die 1. Station ist „Jesus wird zum Tode verurteilt.“ „Am Schwanenplatz wurden früher in unserer Stadt Urteile verkündet“, steht in dem Begleittext, „an der Kurzen Straße befand sich der Galgen und das Schafott des Amtsgerichts – ein kurzer Weg zwischen Urteil und Vollstreckung.“ Aufgeworfen werden auch aktuelle Fragen: „Oft sind wir heute mit unserem Urteil ja schnell zur Hand“, findet Nicola Brinkmann, „aber man sollte sich schon selbst fragen: Wie schnell verurteile ich? Und: Wen verurteile ich?“

Der Kreuzweg endet nach 2,5 Kilometern auf dem Stadtfriedhof

Die 2. Station ist der Stolperstein vor dem Haus Schwanen 28. Diese Steine erinnern an die Opfer des NS-Terrors - und passen daher zum Thema „Jesus fällt unter dem Kreuz“. Und auf dem Wermelskirchener Kreuzweg wird gefragt: „Was bringt mich zum Stolpern?“

Über die „24-Stunden-Pflege“, das „Wasch-Café Eich“ geht es zur Katholischen Kirche. Dort gibt es eine Pinnwand, an die Papierkreuze angenagelt werden können.

Die 6. Station ist die Evangelische Stadtkirche. „Wir stehen vor den Kirchenglocken im Innenhof der Stadtkirche. Glocken läuten zu vielen Anlässen: bei Festen, bei besonderen Ereignissen aber auch beim Tod.“

Die letzte und 7. Station ist der Stadtfriedhof. „Jesus wird ins Grab gelegt“, lautet das Thema. Der Begleittext: „Am Grab schauen wir in die Vergangenheit und in die Zukunft. Wir Christen glauben an ein Leben nach dem Tod. Es geht weiter bei Gott.“

Die Gemeinde hatte schon mit dem ökumenischen „Krippenweg“ gute Erfahrungen gemacht. „Man hat immer wieder Familien in der Stadt gesehen, die unseren Krippenweg gegangen sind“, hofft Nicola Brinkmann nun auf eine ähnlich gute Resonanz. Wobei der Kreuzweg jetzt schon „erwachsener“ sei und anspruchsvollere Texte habe. „Aber Erwachsene können ihn sicher für Kinder übersetzen“, ist die Vorsitzende überzeugt. Coronakonform sei der etwa 2,5 Kilometer lange Weg auch. „Man kann Wermelskirchen neu erfahren“, wirbt Nicola Brinkmann.

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