Kreistag: Die Grünen sind die Gewinner des Wahlabends

Freude bei den Grünen: Die Fraktionsvorsitzenden Ursula Ehren und Roland Rickes wollen mit Rückenwind die Kreistagsarbeit weiterführen. Foto: jp
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Freude bei den Grünen: Die Fraktionsvorsitzenden Ursula Ehren und Roland Rickes wollen mit Rückenwind die Kreistagsarbeit weiterführen. Foto: jp

CDU und SPD verlieren Stimmen, BfB zieht nicht ein

Von Jennifer Preuß

Schnell war klar: Der Wahlabend im Kreishaus in Bergisch Gladbach gehörte dem Bündnis 90/Die Grünen. Die Partei kam bei der vergangenen Wahl in 2014 noch auf einen Stimmenanteil von 13,71 Prozent. Nun zeigte das Diagramm auf der Leinwand einen noch deutlicheren grünen Balken: Knapp 25 Prozent für das Bündnis 90/ Die Grünen bei der Kreistagswahl. Freudensprünge waren trotzdem nicht zu sehen.

Fast bescheiden standen die bisherigen Fraktionsvorsitzenden Ursula Ehren und Roland Rickes mit Maske im Saal. „Die Grundstimmung ist natürlich nicht schlecht“, sagte Ursula Ehren. Ein Lächeln war unter der Maske zu erahnen. „Wir feiern erst ab 22 Uhr, wenn alle Ergebnisse da sind“, sagte Roland Rickes, der sich ganz sachlich auf die Aufgaben der heutigen Zeit konzentrieren will. Als starke Fraktion im Kreistag wollen die Grünen sich dafür einsetzen, den Öffentlichen Personennahverkehr weiter auszubauen und die Folgen des Klimawandels im Kreis abzumildern. „Wir werden unsere begonnene Politik weitermachen“, sagte Roland Rickes. „Wir bieten die glaubwürdigsten Konzepte an. Wenn wir in den Kommunen auch stark sind, dann können wir an den Schnittstellen auch besser zu Lösungen kommen. Zum Beispiel in Sachen Radverkehr.“

Während sich die Grünen auf Abstand freuten, leerte sich zwischenzeitlich der Saal, in dem ohnehin nur 36 Personen zeitgleich verweilen durften. Vor allem die Vertreter der Volksparteien schauten mürrisch in die Runde. Sie waren die Verlierer, CDU und vor allem die SPD, die Wähler verloren haben. Die CDU verlor vier Prozentpunkte und erreichte bei der Kreistagswahl 37 Prozent, blieb damit aber die stärkste Fraktion. Die SPD büßte sechs Prozent ein und kam auf rund 18 Prozent. Das Bündnis für Burscheid (BfB), das auch im Kreistag vertreten sein wollte, konnte sein Ziel nicht erreichen. 13 Prozent der Burscheider Wähler entschieden sich für BfB, auf Kreisebene gerechnet reichte das aber nicht aus.

Amt des Landrats wurde am Sonntag nicht neu gewählt

Den Abend entspannt verfolgen konnte Stephan Santelmann. Sein Amt des Landrates stand nicht zur Disposition. Da sein Vorgänger Hermann-Josef Tebroke 2017 in den Bundestag wechselte, kam Santelmann durch eine Nachwahl ins Amt. Das Wahlrecht macht es möglich, dass er nun für acht Jahre, also bis 2025, der Kreisverwaltung vorsitzt. Die Sitzverteilung interessierte ihn dennoch. „Wir sollten uns nicht auf dem, was wir schon erreicht haben, ausruhen“, sagte er. „Wir müssen uns mit den Themen Klimaschutz, Mobilität und regionale Zusammenarbeit kümmern.“

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