Kreissynode beschäftigt sich mit Corona-Folgen

Oberstes Parlament des Kirchenkreises tagte digital

Von Andreas Weber

Knapp 90 Mitglieder des obersten Parlamentes der Kirchenkreises Lennep (KSV) arbeiteten bei der außerordentlichen Kreissynode Freitagabend bei einer Zoom-Konferenz eine vollgepackte Tagesordnung ab. Das Tagungszentrum für die erstmals klimaneutrale Kreissynode war im Vaßbendersaal aufgebaut worden. In dem Gottesdienst, der die Veranstaltung traditionell eröffnet, wurde Annette Schmid, Pfarrerin in der Gemeinde Lüttringhausen, als Schulpfarrerin am Gymnasium Wermelskirchen eingeführt.

Mit welchen Herausforderungen Krankenhaus-Seelsorger während des Lockdowns konfrontiert waren, schilderte Pfarrerin Annette Stoll, die im Sana-Klinikum Remscheid tätig ist. Reinhard Rüsing, Pfarrer in Dhünn, erzählte, vor welchen Problemen die Kirchengemeinden mit dem Inkrafttreten der Kontaktbeschränkungen standen. So mussten Gottesdienste und Konfirmationen, Beerdigungen und Trauungen neu organisiert und umstrukturiert werden. Kerstin Röhrig-Stephan, Religionslehrerin und 2. Konrektorin an der Alexander-von-Humboldt-Realschule, berichtete, wie Schüler und Lehrer diese herausfordernde Zeit bewältigen, bevor Bernd Jaspers, der als Schuldnerberater im Beratungszentrum der Diakonie im Kirchenkreis Lennep tätig ist, darlegte, dass sich die Zahl der Beratungen wegen Überschuldung vieler Menschen vermutlich dramatisch erhöhen werde.

Nachtragshaushalt wurde von den Teilnehmern angenommen

Welche Folgen das Leben auf Distanz auf die psychische Konstitution der Menschen haben werde, führte Psychotherapeut Jochen Sahm aus, der Mitglied im KSV ist. Der Nachtragshaushalt 2021 wurde im Anschluss angenommen. „Dieser war nötig geworden, weil unter anderem die Ausgaben für die Erstellung eines Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt und das Angebot für Schulungen der auf dem Gebiet des Kirchenkreises tätigen ehren-, haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter zu Buche schlagen“, erklärt Katrin Volk, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Lennep.

Superintendentin Antje Menn erläuterte die nächsten Schritte des Veränderungsprozesses im Kirchenkreis, der nach der Kreissynode im Sommer 2019 und einem gemeinsamen Studientag vor wenigen Wochen in seine neue Phase geht, um die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Gemeinden zu erhöhen.

Mit dem Ausblick auf das veranstaltungsreiche Themenjahr „Kirche für Klima – Schöpfung bewahren“, das am 4. September startet, und der Information über das Rheinische Kirchencamp Pfingsten 2022 in Solingen beendete Menn die Frühjahrs-Kreissynode.

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