Pandemie

Kreis will Anfang Februar mit Impfung starten

Mehrere Hilfsorganisationen waren am Testlauf beteiligt. Foto: RBK
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Mehrere Hilfsorganisationen waren am Testlauf beteiligt.
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Das Impfzentrum in Bergisch Gladbach hat die Testphase durchlaufen.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Gute Nachrichten aus der Kreishauptstadt Bergisch Gladbach. Wie die Mitarbeiter des Corona-Krisenstabes mitteilen, sei „ein ausführlicher Testlauf im neuen Impfzentrum in der Rhein-Berg Galerie erfolgreich verlaufen“.

Dabei wurden laut Mitteilung noch einmal sämtliche Vorgänge überprüft und eingeübt: beispielsweise der Empfang der Ankommenden im Impfzentrum, die Impfung selbst, sowie die kurze Wartephase für Geimpfte, um sicherzustellen, dass sie ohne allergische Reaktion bleiben. „Wir freuen uns, dass alles reibungslos funktioniert und wir dieses Angebot nun trotz des hohen Aufwands rasch für die Bürgerinnen und Bürger aller kreisangehörigen Kommunen bereitstellen können“, erklärt Landrat Stephan Santelmann zum erfolgreichen Probedurchgang in Bergisch Gladbach. Verbunden mit einem Wunsch: „Wir hoffen, dass es rege angenommen wird.“

Nach derzeitigem Planungsstand sei mit dem Beginn des Impfbetriebs Anfang Februar zu rechnen. An der Übung im Impfzentrum beteiligt waren die eingesetzten Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz und die Johanniter Unfallhilfe, die leitenden Impfärzte sowie Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigung und des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Testweise wurde dabei der Betrieb einer sogenannten Impfstraße durchgespielt – ein abgetrennter Raum, in welchem die Registrierung und Vorgespräche stattfinden und anschließend das Vakzin verabreicht wird.

„Die Kapazität kann bedarfsweise kurzfristig auf vier Impfstraßen angepasst werden“, erklärt Gerhard Weber, Leiter des Arbeits- und Gesundheitsschutzes des Kreises. Bezüglich des Testdurchgangs zieht Weber ein rundum positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden mit den Abläufen. Die Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen klappt hervorragend.“ Auch angesichts der Kurzfristigkeit, mit der das Impfzentrum errichtet und der Betrieb organisiert werden mussten, hätten alle Beteiligten optimal zusammengearbeitet. Das Impfzentrum stehe in den Startlöchern „und wir freuen uns, wenn es jetzt bald losgeht.“

Landrat ist zuversichtlich wegen einer Impf-Außenstelle

Ob ein zweites Impfzentrum im Nordkreis, angedacht war Wermelskirchen, eröffnen darf, hängt von einer entsprechenden Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen ab. „Als Flächenlandkreis wissen wir um diese Bedarfe, die insbesondere während der Corona-Lage von den Kommunen an uns herangetragen werden, und wir unterstützen diese. Nach dem erfolgreichen Testlauf sind wir zuversichtlich, im Falle einer Genehmigung zeitnah eine Außenstelle einrichten und in Betrieb nehmen zu können“, erklärt Landrat Stephan Santelmann. | Standpunkt

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anja.siebel@rga-online.de

Ein Kommentar von Anja Carolina Siebel

Die gute Nachricht ist: Es wird geimpft. Zurzeit in den Seniorenheimen in Wermelskirchen – und Kreis und Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein kündigen an, dass es ab Februar im Impfzentrum weitergehen soll. Zunächst werden die über 80-Jährigen sich in Bergisch Gladbach ihre Impfung abholen können. Allerdings hakt es noch an vielen Stellen. So beschweren sich einige WGA-Leser, dass jetzt schon die für Informationen rund um die Impfung angegebene Hotline 116 117 dauerbesetzt ist. Und immer noch hat sich die Landesregierung offenbar nicht dazu geäußert, ob es möglich ist, dass es im Nordkreis, also für die Wermelskirchener, Burscheider und Leichlinger, denn eine Außenstelle geben wird. Dabei sind es gerade die Senioren, die mit den weiten Wegen nach Bergisch Gladbach ihre Probleme haben werden. Wünschenswert wäre, dass es eine Dependance im Nordkreis gäbe, bevor das Impfzentrum richtig anläuft. Und wünschenswert wäre auch, dass es irgendwann dann zügiger vorangeht und sich jeder, der möchte, seine Impfung dann auch zeitnah und bequem abholen kann.

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