Infrastruktur

Kreis stellt Katastrophen-Konzept vor

,Kreisbrandmeister Martin Müller-Saidowski, Landrat Stephan Santelmann, Kreisdirektor Dr. Erik Werdel (v. l.) mit dem Hinweis-Schild.
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,Kreisbrandmeister Martin Müller-Saidowski, Landrat Stephan Santelmann, Kreisdirektor Dr. Erik Werdel (v. l.) mit dem Hinweis-Schild.

In Wermelskirchen gibt es die meisten Notfall-Informationspunkte.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Sie nennen sich etwas „sperrig „Notfall-Informationspunkte“, werden „NIP“ abgekürzt. Es geht darum, Hilfe für die Bevölkerung anzubieten – zum Beispiel dann, wenn plötzlich der Strom für längere Zeit ausfällt, es zu einem Hochwasser oder einem anderen unvorhersehbaren Ereignis kommt. Sollte eine Notsituation länger andauern, greift künftig in allen Kommunen des Kreises dieses Konzept.

Wermelskirchen ist mit 14 Notfall-Punkten Vorreiter

Die Stadt Wermelskirchen hatte wie berichtet bereits vorige Woche Teile ihres Notfall-Konzeptes erläutert. Auch Landrat Stephan Santelmann und Kreisbrandmeister Martin Müller-Saidowski stellten nun für den Kreis in der Leitstelle des Kreises vor, wie die Fäden für alle NIP dort zusammenlaufen.

„Mit den Notfall-Informationspunkten setzen wir gemeinsam mit den Kommunen eine wichtige Maßnahme um, damit wir künftig noch besser für außergewöhnliche Ereignisse gewappnet sind“, erklärt Stephan Santelmann dazu.

Die NIP, die sich etwa in eigens aufgestellten Faltpavillons oder Gebäuden befinden können, sind durch spezielle in Rot gehaltene Beschilderung gekennzeichnet. Nach aktueller Vorplanung sollen demnächst weitere sechs NIP in Overath, etwa 20 in Bergisch Gladbach und sechs in Odenthal eingerichtet werden. Die Stadt Wermelskirchen ist mit ihren 14 Notfall-Infopunkten Vorreiter, im gesamten Kreis werden sukzessive flächendeckend weitere NIP eingerichtet. Kreisweit wird die Zahl der NIP bei rund 75 liegen.

Die Rahmenbedingungen für die Notfallinformationspunkte, wie etwa die Mindestausstattung, die Beschilderung und die kommunikative Anbindung gebe der Kreis vor, schreibt die Verwaltung in Bergisch Gladbach, während die Kommunen den Aufbau und den Betrieb der NIP übernehmen würden.

Zur Ausstattung der NIP gehören unter anderem neben Stromerzeugern, Kabeltrommeln mit Mehrfachverteilern und Beleuchtungssätzen auch Warnwesten, Dokumentationsmaterial, Erste-Hilfe-Ausstattung sowie Kommunikationstechnik und Infomaterial. Die NIP werden im Fall einer möglichen Notlage kurzfristig aktiviert.

Informationen zur allgemeinen Lage erhält die Kreisleitstelle von der Bezirks- oder Landesregierung. Nach einer Bewertung werden diese dann per Telefon, Funk oder auch Satellitentelefon direkt an die NIP oder gegebenenfalls an die kommunalen Leitstellen weitergegeben. Aufgabe der Kreisleitstelle ist, mit der betroffenen Kommune abzustimmen, ob die NIP vor Ort besetzt werden. Besteht keine Möglichkeit, zwischen Kreis und Kommune zu kommunizieren, entscheidet diese selbst.

Im Internet stellt der Rheinisch-Bergische Kreis weitere Informationen zum Thema Bevölkerungsschutz und persönliche Vorsorge zur Verfügung. „Hier wird es in Kürze auch eine Übersicht aller Notfall-Informationspunkte im Kreis geben“, erklärt Kreisbrandmeister Martin Müller-Saidowski.

www.rbk-direkt.de/bevoelkerungsschutz

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