Kreis erklärt Gründe für sein Vorgehen

Keine Namensnennung von Einrichtungen

Von Leon Hohmann

Nachdem der Rheinisch-Bergische Kreis am Montag beschlossen hat, dass er künftig nicht mehr die Namen der von Corona-Fällen betroffenen Einrichtungen nennen wird, erklärt er nun noch einmal ausführlich die Entscheidung. Dabei gehe es keinesfalls um mangelnde Transparenz, betont Krisenstab-Sprecherin Birgit Bär. Durch die Namensnennung geschehe aber eine Fokussierung auf die Gemeinschaftseinrichtungen. „Wir wollen dem Eindruck entgegentreten, der durch eine übermäßige Meldung und Nennung von einzelnen Fällen in Einrichtungen öffentlicher Trägerschaft entsteht, denn dies ist inzwischen nach unserer Wahrnehmung der Fall“, begründet Bär das Vorgehen des Kreises.

Die täglichen Listen, vom Kreis intern „Sonderlagen“ genannt, mit Einrichtungen in denen einzelne Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden sind und Quarantäneanordnungen dadurch erforderlich werden, würden immer länger. Aber nicht nur dort käme es zu Infektionen. „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass das Coronavirus längst in der gesamten Gesellschaft angekommen ist“, erklärt Birgit Bär und ergänzt: „Tatsächlich beobachten wir, dass in den weitaus meisten Fällen eine Infektion im familiären und gesellschaftlichen Umfeld stattfindet und von dort aus auch den Eingang in gesellschaftliche Bereiche und auch in Einrichtungen nimmt.“

„Uns ist das Unterbrechen der Infektionsketten das Wichtigste.“

Birgit Bär, Sprecherin des Krisenstabs

Bislang sind im Rheinisch-Bergischen Kreis keine Hotspots aufgetreten. Selbstverständlich werden die Betroffenen, also Kinder und Eltern sowie Angehörige von Senioreneinrichtungen über Corona-Fälle und Quarantänen in der eigenen besuchten Einrichtung – wie bisher – sofort informiert.

Trotz der stark angestiegenen Fallzahlen werde im Rheinisch-Bergischen Kreis nach wie vor die Kontaktpersonenermittlung im Einzelfall durchgeführt, auch wenn sich Gesundheitsämter anderer Städte und Kreise von dieser Praxis bereits seit längerem verabschiedet haben. „Uns ist das Unterbrechen der Infektionsketten das Wichtigste“, sagt die Sprecherin des Krisenstabs.

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