Krankenhaus könnte auch vom Bund gefördert werden

Das Krankenhaus kann in Zukunft Unterstützung erwarten. Archivfoto: Roland Keusch
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Das Krankenhaus kann in Zukunft Unterstützung erwarten. Archivfoto: Roland Keusch

Bundestagsabgeordneter setzt sich für die Unterstützung von rheinisch-bergischen Kliniken ein

Von Anja Carolina Siebel

Eine Förderung vom Land Nordrhein-Westfalen ist bereits unterwegs nach Wermelskichen. Wie berichtet, erwartet das Krankenhaus in Kürze dank eines Sonderinvestitionsprogramms der Landesregierung 1 239 006,04 Euro. Ein Geldsegen, der an der Königstraße durchaus willkommen ist. „Wir können das mehr als gebrauchen“, sagt Geschäftsführer Christian Madsen – und weist dabei auch auf die aufwendigen Umbauarbeiten hin, die gerade in der Klinik laufen. Die Station 2 wird in eine Privatstation umgewandelt. Planungen für eine neue, modernere Intensivstation gibt es ebenfalls.

Insgesamt stellt der Bund drei Milliarden Euro bereit

Nun könnten noch Zahlungen vom Bund hinzukommen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann-Josef Tebroke setzt sich jedenfalls dafür ein, dass auch die Krankenhäuser im Rheinisch-Bergischen Kreis bei eventuellen Geldausschüttungen berücksichtigt würden: „Wie wichtig gute Krankenhäuser vor Ort sind und was dort von dem medizinischen Personal geleistet wird, wird nicht zuletzt in pandemischen Lagen deutlich und spürt jeder, der krank und auf fachkundige Hilfe angewiesen ist“, betont der Bundestagsabgeordnete.

Die Voraussetzung für gute medizinische Versorgung und leistungsfähiges Personal sei indes eine moderne, digitale und gute investive Ausstattung der Krankenhäuser in Deutschland. Mit dem jetzt beschlossenen Krankenhauszukunftsgesetz solle deshalb die Digitalisierung der Krankenhäuser erhöht und deren technische Ausstattung modernisiert werden.

Insgesamt wird der Bund 3 Milliarden Euro bereitstellen, damit Krankenhäuser in die Zukunft investieren können. Die Länder sollen weitere Investitionsmittel von 1,3 Milliarden Euro aufbringen. Mit dem Gesetz wird das durch die Koalition am 3. Juni 2020 beschlossene „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ umgesetzt.

„Gerade im stationären Bereich wollen wir mit dem Gesetz zu einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung beitragen. Wir wollen helfen, Notfallkapazitäten auszubauen und die digitale Infrastruktur von Krankenhäusern zu verbessern“, sagt Tebroke. Das sei gerade für die Versorgung vor Ort von großer Bedeutung.

Das Krankenhauszukunftsgesetz sehe zudem vor, Erlösrückgänge, die Krankenhäusern in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie entstanden seien, auf Verlangen des jeweiligen Krankenhauses in Verhandlungen mit den Kostenträgern „krankenhausindividuell zu ermitteln und anteilig auszugleichen“.

Für nicht anderweitig finanzierte Mehrkosten von Krankenhäusern aufgrund der Corona-Pandemie, zum Beispiel bei persönlichen Schutzausrüstungen, können die Krankenhaus-Leitungen darüber hinaus für den Zeitraum Ende Oktober bis Ende 2021 krankenhausindividuelle Zuschläge vereinbaren.

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