Kommunalpolitiker hüllen sich in Schweigen

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Mein Blick auf die Woche

Mein Blick auf die Woche

Von Anja Carolina Siebel

Es gibt Städte und Gemeinden, da hätte der Fall ganz sicher hohe Wellen geschlagen innerhalb der Kommunalpolitik. Und man hätte zumindest öffentlich ein paar Fragen gestellt. Henning Rehse, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler und Ratsmitglied, soll im sozialen Netzwerk Telegram gepöbelt und sich mit den so genannten „Spaziergängern“ solidarisiert haben. Er selbst streitet, wie berichtet, diese Vorwürfe vehement ab. In Wermelskirchen wird nun mehrere Tage nach Veröffentlichung der Geschichte der Mantel des Schweigens über die Sache gelegt. Man wisse ja nicht, man habe es ja nicht selbst gelesen, heißt es da. Klar Stellung bezogen haben im Grunde nur die Grünen (Stefan Janosi: „Es ist unstrittig, dass die Postings aus der Feder von Henning Rehse stammen“) und die SPD (Jochen Bilstein: „Sollte es so sein, dass Henning Rehse der Verfasser war, verurteile ich das aufs Schärfste“). Die übrigen Fraktionen und auch die Stadtverwaltung halten sich raus, möchten sich zu dem Fall nicht äußern. Das ist im Grunde ganz typisch für Wermelskirchen. Auch in der Vergangenheit wurden Debatten, bei denen ein bekanntes Gesicht aus der Kommunalpolitik im Fadenkreuz stand, meist ausgesessen – bis der Fall dann irgendwann vergessen war. Kann man so machen. Muss man aber nicht. Denn immerhin handelt es sich bei Henning Rehse um eine Person, die in der Öffentlichkeit steht und als Kommunalpolitiker die Aufgabe übernommen hat, Anliegen von Bürgern zu repräsentieren. Da wäre es doch zumindest angebracht gewesen, ein paar kritische Fragen zu stellen.

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Die Diskussion um die Schul-Zukunft in Wermelskirchen bekommt derzeit – glücklicherweise – ein wenig mehr Dynamik. Inzwischen beginnen die Fraktionen damit, Position zu beziehen, was die Schulform angeht, die künftig außer dem Gymnasium in Wermelskirchen existieren soll. Die CDU ließ nach ihrer Klausurtagung am vergangenen Samstag verlauten, dass die Mitglieder sich sowohl eine Gesamt- als auch eine Realschule in Wermelskirchen vorstellen können. Die Idee einer Realschule war unter anderem entstanden, weil die Familien bei der Elternbefragung auch diese Schulform als Präferenz vorgeschlagen hatten. SPD, FDP und Grüne laden für kommenden Montag zu einem Pressegespräch ein, indem sie einen Konsens der Öffentlichkeit vorstellen möchten. Spannend wird es dann voraussichtlich bei der nächsten Schulausschusssitzung am 24. Februar. Dann kommen die Karten auf den Tisch und es wird abgestimmt. Es wird auch Zeit.

Im Quellenbad herrscht trotz 2G plus reger Betrieb.

Parkchaos am Eifgen sorgt für Unmut.

anja.siebel @rga.de

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