Knigge-Hilfe für das richtige Auftreten

Sascha Kabeck vor seiner Tanzschule an der Kölner Straße. Foto: Wolfgang Weitzdörfer
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Sascha Kabeck vor seiner Tanzschule an der Kölner Straße.

In der Tanzschule Kabeck gibt es Seminare

Von Wolfgang Weitzdörfer

Seit 2005 gibt es Kabeck’s Tanzschule an der Kölner Straße in Wermelskirchen. Dort bringt das Ehepaar Kabeck den Menschen den klassischen und modernen Gesellschaftstanz bei. Doch es gibt noch ein weiteres Betätigungsfeld, das nicht ganz so alltäglich ist: Knigge-Seminare. Warum man diese in Wermelskirchen belegen kann, ist relativ schnell erzählt. „Wir haben uns irgendwann überlegt, dass wir gerne unser Portfolio erweitern möchten. Und weil es beim Tanzen auch oft um Etikette oder das richtige Auftreten geht – etwa bei Tanzcafés –, sind wir relativ schnell beim Thema Knigge gelandet“, sagt Sascha Kabeck.

Es sei nicht schwer gewesen, den Knigge-Kosmos in die Tanzschule einzubringen. Er sei auf die Deutsche Knigge-Gesellschaft gestoßen, sagt Kabeck. Die hat es sich zur Aufgabe gemacht, die „in Aufklärung und Humanismus verwurzelten Ideen des Adolph Freiherrn Knigge zu pflegen und zu verarbeiten“, wie es im Selbstverständnis der Gesellschaft mit Sitz in Essen heißt. Der nächste Schritt war naheliegend. „Wir haben dann eine Weiterbildung bei der Knigge-Gesellschaft gemacht und sind seit 2016 zertifizierte Knigge-Trainer – und Trainer für Business-Etikette IHK“, sagt Sascha Kabaeck.

Das Teilen des Essens im Restaurant ist ein No-Go

Seitdem bietet das Ehepaar Knigge-Kurse und -Seminare an. Die haben das Ziel, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehr Sicherheit und Professionalität zu verschaffen – vor allem beim gesellschaftlichen und geschäftlichen Auftreten. „Wir betreuen in unseren Kursen und Seminaren den gesamten Bereich – angefangen vom Dresscode bei Events und Veranstaltungen über den korrekten Schriftverkehr bis hin zum Verhalten und Auftreten im Restaurant oder bei gesellschaftlichen Anlässen, bei denen festlich gegessen und getrunken wird“, fasst Sascha Kabeck die Inhalte der Seminare zusammen. Eigens dafür habe er das Programm „Dinieren mit Manieren“ entwickelt. „Das richtet sich an alle Altersgruppen – und bewegt sich durch den gesamten Prozess eines solchen Diners, also vom Eintreten ins Restaurant bis zum Verlassen desselben“, sagt Sascha Kabeck.

„Man muss keine Angst haben, sich auszuprobieren.“

Sascha Kabeck, Knigge-Trainer

Wie man richtig vermutet, lauern gerade in gehobenen Restaurants sehr viele Fallstricke. „Natürlich sagt einem kein Kellner oder Geschäftsführer direkt ins Gesicht, dass man künftig Hausverbot hat. Aber es gibt tatsächlich auf der Kasse einen Knopf, der auf der Rechnung den freundlichen Hinweis druckt: Bitte kommen Sie nicht wieder!“, sagt der Kniggetrainer. Und dieser Hinweis werde öfter verwendet, als man es vielleicht vermuten würde.

Dabei gehe es gar nicht einmal so sehr um plattes Fehlverhalten – wenn man sich also spektakulär und offensichtlich wie weiland die Blues Brothers im Nobelrestaurant danebenbenimmt. „Ein absolutes No-Go in einem Restaurant der gehobenen Klasse ist etwa das Teilen des Essens. Das gar nicht so seltene ‚Magst du mal probieren?‘ kann da schnell zum subtil erteilten Hausverbot führen“, sagt Sascha Kabeck schmunzelnd.

Knigge und entsprechende Kurse sehe er wie ein Navigationsgerät im Auto. „Man bekommt Tipps und Tricks, wie man sich verhalten sollte. Aber man muss sich eben schon selbst zum einen entscheiden, was davon man umsetzen will – aber auch, in welchem Eta-blissement man sich befindet. Kurz gesagt: In der Pommesbude gelten andere Etikette-Regeln als im 4-Sterne-Restaurant“, sagt der Knigge-Trainer. Die Stimmung im Seminar sei dagegen eher locker. „Es ist eine kulinarische Erfahrung, die wir den Teilnehmenden bieten. Sie bekommen ein mehrgängiges gehobenes Menü in einem Restaurant – wir haben da bereits mit mehreren in Wermelskirchen ansässigen Restaurants zusammengearbeitet“, sagt Sascha Kabeck. Vom Aperitif über den Gruß aus der Küche, die Weinauswahl bis hin zum Dessert werde dann ein Diner durchgespielt. „Es steht der Spaß im Vordergrund, die Gäste bekommen die Gelegenheit, sich auszuprobieren. Man muss auch keine Angst haben, sich auszuprobieren“, sagt er.

Im gemeinsamen Gespräch würden dann auch Fragen aufkommen. „Wir dozieren nicht, Antworten kommen dabei oft durch die Teilnehmenden selbst“, sagt Kabeck. Bemerkenswert sei die bunte Mischung im Publikum. „Gerade vom Alter her ist das sehr heterogen. Für junge Menschen ist es spannend, weil sie vor dem Eintritt ins Berufsleben stehen und sich da orientieren möchten. Für die Altersgruppe von 25 bis 60 Jahren steht die Freude am Essen gehen oft im Vordergrund, sie finden es schön, sich schick zu machen und in feinem Ambiente gediegen zu speisen“, sagt Kabeck. Und die ältere Generation erwarte sich Unterstützung – etwa für die Sitzordnung bei großen Familienfeiern.

Hintergrund

Termine: Die nächsten Knigge-Seminare finden im Januar statt. „Für weitere Infos dazu bitte einfach Kontakt aufnehmen“, sagt Sascha Kabeck.

Kontakt: Kabeck’s Knigge and more, Kölner Straße 60, Tel. (0 21 96) 88 80 13 oder Tel. (01 76) 44 45 42 11.

info@knigge-deutschland.de; www.knigge-deutschland.de

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