Kirchengemeinde will der Opfer der Pogromnacht gedenken

Voriges Jahr zündeten Bürger Kerzen an. Foto: Almuth Conrad
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Voriges Jahr zündeten Bürger Kerzen an. Foto: Almuth Conrad

Leser können Fotos mit beleuchteten Fenstern verschicken

Von Anja Carolina Siebel

Die Evangelische Kirchengemeinde möchte trotz strenger Regeln aufgrund der Corona-Pandemie der Opfer der Reichspogromnacht gedenken. „Auch in diesem Jahr wollen wir als Evangelische Kirchengemeinde wieder am 9. November aktiv werden“, schreibt dazu Pfarrerin Almuth Conrad. „Unter den besonderen Bedingungen dieses Novembers haben wir auch unsere Veranstaltung neu konzipiert und wünschen uns Unterstützung der Bürger.“

Die Idee: Die Pfarrerin und Gemeindeglieder erstellen eine Videoandacht, die ab dem 9. November veröffentlicht wird. Conrad: „Die neue Bürgermeisterin Marion Lück wird ein Grußwort beisteuern und damit die Tradition ihres Vorgängers weiterführen, dass sich Kirche und Politik aus diesem leider nach wie vor denkwürdigen Anlass zusammentun.“ Gleichzeitig werden einige evangelische Kirchen in Wermelskirchen öffnen und um 18 Uhr ihre Glocken läuten und dort ein offenes Gebet halten.

„Wie können wir darüber hinaus eine größere Öffentlichkeit aktivieren, wenn wir uns draußen nicht treffen können, haben wir uns gefragt und Folgendes überlegt: Wäre es möglich, dass Menschen in unserer Stadt zum Gedenken an die Opfer der Nazi-Doktrinschon nächste Woche eine Kerze in ihr Fenster zuhause stellen und ein Foto davon an die Wermelskirchener Tageszeitungen schicken. Die Fotos werden dann in der Zeitung veröffentlicht.

„Dann würden noch mehr Menschen gemahnt, die Opfer unvergessen zu lassen, wie wir die Veranstaltung ja überschrieben haben“, unterstreicht Almuth Conrad.

„In jedem Fall freuen wir uns, wenn auf die Videoandacht und die offenen Gebete am 9. November um 18 Uhr an den Kirchen aufmerksam gemacht werden kann, so dass Menschen zuhause am Gedenken Anteil nehmen können.“

Schicken Sie Ihre Fotos mit beleuchteten Fenstern gern bis zum 8. November an wga@rga-online.de. Sie werden dann zeitnah im Wermelskirchener General-Anzeiger veröffentlicht.

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