Gemeinde

Kirche feiert das Stadtjubiläum mit

Pfarrer Dr. Volker Lubinetzki hofft auf eine Neubesetzung der Pfarrstelle im Bezirk West.
+
Pfarrer Dr. Volker Lubinetzki hofft auf eine Neubesetzung der Pfarrstelle im Bezirk West.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
    schließen

Die evangelische Kirchengemeinde hofft auf einen neuen Pfarrer und eine restaurierte Orgel.

Wermelskirchen. Große Hoffnung hat Pastor Dr. Volker Lubinetzki für das Jahr 2023 und die Evangelische Kirchengemeinde in Wermelskirchen. Er ist hoffnungsvoll darauf, dass die seit September vakante Pfarrstelle im Bezirk West im April wieder besetzt wird. „Die Unterlagen liegen jetzt bei der Evangelischen Landeskirche“, sagt er. „Es laufen bereits Bewerbungsgespräche.“

Und er ist auch hoffnungsvoll darauf, dass dieses Jahr die Orgel von einem Orgelbauer, der „hoffentlich, die Zeit mitbringt“, in Angriff genommen wird. Seit fünf Jahren liegt diese quasi zum Teil auseinandergenommen in der Ecke. „Sie soll repariert und erweitert werden.“ Fundraising-Aktionen wurden bereits erfolgreich durchgeführt, um das Ganze auch zu finanzieren. „Jetzt warten wir nur noch auf das endgültige Ja der Denkmalbehörde.“
Das Jahr 2023 ist für Wermelskirchen ein besonderes: Die Stadt feiert ihre Stadtrechte, die ihr vor 150 Jahren verliehen wurden. „Die hat Wermelskirchen am 2. Juli 1873 erhalten“, sagt der Pfarrer. „Aus diesem Anlass feiern wir in der Stadtkirche am Markt einen Gottesdienst, und der Bergische Geschichtsverein wird drumherum Informationen geben, Geschichten erzählen und Bilder zeigen.“

Am 12. und 13. August feiert die Stadt Wermelskirchen schließlich offiziell die Stadtrechte. „Wir laden dann am 13. August um 16 Uhr zu einem Ökumenischen Gottesdienst ein“, sagt der Pfarrer. Und schließlich wird der große Festumzug am 26. August stattfinden. „Da werden wir selbstverständlich auch als Kirche daran teilnehmen“, erzählt Volker Lubinetzki. Eine weitere Planung der Gemeinde, die Sommerkirche, findet vom 25. Juni bis zum 6. August statt. „Es wird in der Gemeinde jeweils einen zentralen Gottesdienst in den verschiedenen Kirchen geben“, sagt er. „Alle sind zu diesen Gottesdiensten eingeladen.“ Dhünn und Dabringhausen hätten ihr eigenes Programm.

Dr. Volker Lubinetzki hofft, dass die neue Pfarrerin oder der neue Pfarrer im April eingeführt wird und sich gut mit den anderen Geistlichen versteht und ins Team passt. Das sind derzeit neben ihm im Bezirk Ost Pfarrer Manfred Jetter, im Bezirk Tente Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski und im Bezirk Burg-Hünger Pfarrerin Almuth Conrad.

„Leider verlieren wir – wie es gerade überall geschieht – auch Mitglieder“, sagt der Seelsorger. „Vergangenes Jahr sind 150 Menschen ausgetreten. Und nur 15 haben um Aufnahme gebeten.“ Dazu kämen die Menschen, die aus Krankheits- oder Altersgründen sterben. „Wir schicken allen, die ausgetreten sind, noch eine Karte“, sagt der Theologe. „Wo wir um Rückmeldung bitten.“ Die Austrittsgründe seien vielfältig. „Ich habe auch mit einigen Menschen gesprochen“, sagt Volker Lubinetzki. „Oft sind es finanzielle Gründe. Ich habe aber auch schon gehört, dass sie mit dem Papst und mit dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki nicht einverstanden sind.“ Hier werde deutlich, dass die Menschen schon weit weg von der evangelischen Kirche gelebt hätten. „Die Beziehung zur Kirche war sehr dünn ausgebildet.“ Das Gute, was er von den Gesprächen mitgenommen habe, sei dass sie keine Vorbehalte gegen die Ortskirche hätten. „Wir haben die Menschen also nicht vergrault.“

Die Kirchengemeinde richtet sich an alle Altersklassen

Die Kirchengemeinde lebt in ihren fünf Kirchenzentren auf vielen Standbeinen: Da seien erst einmal die Gottesdienste und die Religionspädagogik zu nennen. „Dann bieten wir viele unterschiedliche Formate für die Jugend an“, sagt der Pastor. Es folgten Kirchenmusik, die Kantorei, viele verschiedene Chöre, auch für due Kleinsten, für Kinder und Jugendliche.“ Inspirierend sei die Vielfalt der Gottesdienste, dazu kämen Gemeindefreizeiten, Seniorenkreise und -nachmittage, Familienarbeit, in Tente sogar eine Familienfreizeit. „Es ist ein bunter Strauß, den wir für die vielen unterschiedlichen Menschen organisieren“, sagt Pfarrer Dr. Volker Lubinetzki. „Und der wird zum Glück gerne angenommen.“

Kontakt

Telefonisch und per Mail ist die Gemeinde erreichbar: Di bis Fr. 9 – 12 Uhr
Tel: (0 21 96)-7 29 00 60; Mail: sylvia.becher@kklennep.de

Öffnungszeiten für den Publikumsverkehr sind: Di, 14 – 17 Uhr und Mi und Do 9 – 12 Uhr.

Weitere Infos: www.ekwk.de

Standpunkt von Susanne Koch: Kirche ist mittendrin

susanne.koch@rga.de

Die evangelische Kirche ist ein wichtiger Teil von Wermelskirchen. Das zeigt sie, aber auch die katholische Kirche und die freien evangelischen Kirchen dadurch, dass sie sich beispielsweise an den Feierlichkeiten zum 150-Jährigen der Stadtrechte beteiligen. Und das gleich mehrfach.

So zeigt die evangelische Kirche, dass sie ein Teil der Stadtgesellschaft ist, der mittendrin steht und mitmacht. Ansonsten arbeitet die evangelische Kirche in ihren Stadtbezirken, aber auch mit dem CVJM an vielen Standbeinen, um Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Familien, Musikbegeisterten sowie Seniorinnen und Senioren ein adäquates Angebot zu machen und sie ins Gemeindeleben zu integrieren.

Viele weitere Projekte in der Stadt wie zum Beispiel „Willkommen in Wermelskirchen“ sind weitere Beispiele dafür, wie sich Christen in die Stadtgesellschaft sinnvoll und helfend einbinden. Auch wenn die Kirche kleiner wird, schränkt das ihre Bedeutung nicht ein.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

73-Jähriger fällt auf Betrug herein
73-Jähriger fällt auf Betrug herein
„Ich habe so viel gelacht und mich köstlich amüsiert“
„Ich habe so viel gelacht und mich köstlich amüsiert“
„Ich habe so viel gelacht und mich köstlich amüsiert“
Grüne: Erfolg belegt Schulentscheidung
Grüne: Erfolg belegt Schulentscheidung
Grüne: Erfolg belegt Schulentscheidung
Bogen schießen: Loslassen und zur Ruhe kommen
Bogen schießen: Loslassen und zur Ruhe kommen
Bogen schießen: Loslassen und zur Ruhe kommen

Kommentare