Schwanenschule: Kinder wachsen im Zirkus über sich hinaus

Der Kölner Spielecircus hat die Kinder verwandelt: Aus ganz normalen Schülerinnen und Schülern sind kleine Artisten geworden, die während des Projekts jede Menge neue Erfahrungen gesammelt haben.
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Der Kölner Spielecircus hat die Kinder verwandelt: Aus ganz normalen Schülerinnen und Schülern sind kleine Artisten geworden, die während des Projekts jede Menge neue Erfahrungen gesammelt haben.

Zirkusarbeit in der Schwanenschule endet mit großer Aufführung

Von Theresa Demski

Die einen fühlen sich pudelwohl. Mit dem ersten Schritt in die Manege hellen sich ihre Gesichter auf, sie scheinen ein Stück zu wachsen, freuen sich über das Winken der Eltern und den großen Applaus, der ihnen entgegenschallt. Die anderen sind noch ein bisschen zurückhaltender. Der Blick ins Publikum fällt scheu aus, ihre Blicke sind auf Bälle oder Tücher, Hochseil oder Teller geheftet.

Aber wenn sie die Manege nach ein paar Minuten wieder verlassen, dann hat sich in den allermeisten Fällen doch ein breites Lachen auf die Gesichter der Kinder geschlichen. Denn nach einer Woche Zirkusarbeit in der Schwanenschule haben sich die Jungen und Mädchen eindeutig in Artisten verwandelt.

Am Samstag krönen sie diese Verwandlung vor den Augen ihrer Eltern, Großeltern und ihrer Geschwister. Mehr als 300 Kinder zeigen in drei Aufführungen ihr Können. Manchmal stolpern sie vor lauter Aufregung, manchmal gelingt der Wurf nicht beim ersten Versuch. Und dann geschieht etwas Rührendes. Von irgendwo flüstert einer: „Ist doch nicht schlimm.“ Und der Applaus im Publikum wird sogar noch etwas lauter.

„Artisten dürfen auch mal daneben greifen“: Es ist nur eine von vielen kleinen und großen Lebensweisheiten, die die Kinder aus der Zirkuswoche mitnehmen. In Gruppen haben sie geübt und ausprobiert, sich neuen Aufgaben gestellt. Am Samstag überspringen sie die letzte Hürde – und stellen sich dem riesigen Publikum in der Schwanenhalle.

Die Clowns stolpern gestenreich durch die Manege, die Panzerknacker begeistern mit Leiterakrobatik – gewürzt mit einer ordentlichen Prise Witz. Die Kinder jonglieren mit Bällen und Tüchern, laufen auf dem Hochseil, bringen Teller zum Schwingen und das Diabolo zum Fliegen. Mittendrin sind ihre Lehrerinnen und Lehrer, die in die gleichen Kostüme und Shirts geschlüpft sind und ihnen Ermunterungen zurufen.

Rund um die kleine Manege des Mitmach-Zirkusteams aus Köln sitzen die Mitschüler, die nach und nach ihren Weg in die Manege finden. Und auf den Bänken in der Schwanenhalle ist kaum ein Platz frei geblieben – weil so viele Eltern das Ergebnis der Zirkusarbeit der vergangenen Schulwoche sehen wollen.

Sie werden Zeugen, wie ihre Kinder über sich hinauswachsen – wie sie Schuhe und Socken vor der Türe lassen und über Scherben und Nägel spazieren, ohne mit der Wimper zu zucken. Wenn sie dann gelöst die Arme in die Luft werfen, jubelt das Publikum.

Zum großen Finale wird es heiß in der Manege: Die Fakire haben ihren Auftritt. Und als die heiteren Clowns, die in die Rolle der Feuerwehr geschlüpft sind, schließlich unter großem Gelächter das Rampenlicht wieder verlassen haben, spucken die Schwanenschüler Feuer.

Eine Woche lang haben sie gelernt, wie gefährlich die Flammen sein können, wie sorgsam Fakire deswegen arbeiten müssen und dass sie das Feuer nicht unterschätzen dürfen. Der große Auftritt in der Manege fällt spektakulär aus: Mal scheinen sie Flammen mit dem Zeigefinger von Fackel zu Fackel zu tragen, dann spucken sie Pulver und sorgen für eindrucksvolle Flammen.

Zwei Kinder führten durchs Programm

Der Abschied vom Publikum ist schließlich den beiden Kindern vorbehalten, die durch das ganze Programm geführt haben: Sie haben stolz ihre glitzernden Direktorenanzüge vorgeführt und die Nummern angesagt. Auch ihnen gilt am Ende der Jubel – bevor die Besucher zum Kuchenbuffet stürmen und sich am duftenden Popcorn bedienen.

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