Wermelskirchen

Keine einzige langweilige Sekunde

Sorgte für einen fantastischen Abend im Eifgen: Vanesa Harbek.
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Sorgte für einen fantastischen Abend im Eifgen: Vanesa Harbek.

Vanesa Harbek begeisterte im Haus Eifgen mit großer musikalischer Klasse

Von Theresa Demski

Sie sind selten. Und nur eingefleischten Musikfans dürften ad hoc die besten Gitarristinnen aller Zeiten einfallen. Aber wer sie erlebt, der entdeckt das Juwel, den Glanz und den Seltenheitswert: Vanesa Harbek ist so eine Entdeckung. Sie und ihre Gitarre sind ein Erlebnis – auf höchstem musikalischem Niveau. Gelegentlich verliert der Zuschauer den Überblick, wer hier das Sagen hat: die Musikerin oder ihr Instrument? Sie huldigen sich gegenseitig, sie rocken, fühlen, feiern.

Am Freitagabend war Vanesa Harbek im Haus Eifgen zu Gast. Mal wieder machte das Wetter einem Abend mit großem Publikum im Biergarten einen Strich durch die Rechnung. Das Konzert musste in den Innenraum verlegt werden – was dem kleinen, lauten Ensemble aber gut stand. Allerdings hätten die Musikerin und ihre beiden hochrangigen Mitstreiter ein deutlich größeres Publikum verdient. Die Besucher, die es ins Haus Eifgen geschafft hatten, wussten die Klasse der Musiker allerdings zu schätzen. Egal bei welchem Stück: Der Applaus wollte gar nicht aufhören, der Jubel löste den letzten Klang jedes Liedes ab, Soli wurden frenetisch gefeiert.

Die beiden Musiker holte sie von der Klaus Lage Band

Die argentinische Musikerin hatte sich für den Abend namhafte Unterstützung gegönnt: Den Bass spielte Martin Engelin, der vor allem als Bassist der Klaus Lage Band Berühmtheit erlangte und seitdem als Bassist und Musikproduzent Geschichte schreibt. Er hatte wohl auch Dieter Steinmann mit ins Boot geholt: Der Schlagzeuger machte sich ebenfalls als Bandmitglied der Klaus Lage Band einen Namen – und begeisterte am Freitagabend mit unglaublichen Soli.

Das allerdings galt für alle drei Musiker. Vanesa Harbek und ihre Gitarre glänzten bei dem musikalischen Ritt durch die Genres, durch eigene Stücke und durch Coversongs, denen sie einen völlig neuen Klang schenkte. Sie rockte – laut und konsequent. Dann steuerte sie spanische Texte aus ihrer argentinischen Heimat bei. Blues, Milonga, Bolero. Balladen und Rockstücke. Und ihre Stimme schien für jedes Stück gemacht – leidenschaftlich und ausdrucksstark. Gelegentlich erlaubte sie den Zuhörern mit charmantem spanischen Akzent einen Blick hinter die Texte – erzählte von Exfreunden („Hell In Paradise“) oder den langweiligen Stunden als Musiklehrerin („Boring Days“). Für die Zuhörer steckt in diesem Abend keine einzige langweilige Sekunde. Und dafür bedankt sich das Publikum mit tosendem Applaus.

Afrika-Tag am 7. August

Mit ihren Konzerten haben Thabilé, Adjiri Odametey und JMO in den Jahren 2018 und 2019 die afrikanische Seele in das Haus Eifgen gebracht. Statt einzelner Konzerte mit diesen Künstlern widmet man sich einen ganzen Tag dem Thema des „bunten“ Kontinents. Denn die farbenprächtigen Gewänder und Stoffe, Skulpturen und andere Handwerkskunst seiner Künstler werden das Bild dieses Tages prägen. Musikalische Botschafter von „Mama Africa“ aus dem Senegal, aus Ghana und Südafrika werden erwartet. Alles ist eingerahmt in entsprechendes Ambiente, dazu gibt es Angebote an vielen Ständen.

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