Katt-Kids trainieren für ihre große Alpentour

15 Teilnehmer starten mit vier Betreuern zu einer Wanderung von Zams nach Meran

Von Stephan Singer

Die Etappen führen täglich von Berghütte zu Berghütte. Los geht es im österreichischen Zams im Westen von Tirol, Ziel ist Meran im italienischen Südtirol. Zum zweiten Mal startet der Kinder- und Jugendbereich der Kattwinkelschen Fabrik zu einer Alpenwanderung.

Nach der Premiere im Jahr 2019 und der Absage im vergangenen Jahr wegen Corona starten 15 Teilnehmer im Alter zwischen 12 und 17 Jahren gemeinsam mit den Katt-Team-Akteuren Linda Bersch, Lea Steffens, Jan Marquardt sowie Kolja Pfeiffer am Donnerstag, 22. Juli, und kehren am Mittwoch, 28. Juli, zurück.

Eine Probewanderung zum Testen von Schuhen, Ausrüstung und sogar Rucksackgewicht absolvierte die Gruppe bereits: Bei typisch bergischem Regen, der die Probe in einen kleinen Härtetest verwandelte. Zu dieser Probetour hatte Kolja Pfeiffer sogar eine Zugwaage mitgebracht. Daran angehängt konnte leicht das Gewicht eines Rucksacks nebst Inhalt festgestellt werden. „Jedes Kilogramm Gewicht muss den Berg hoch“, weiß Kolja Pfeiffer aus der Erfahrung der 2019er-Alpenwanderung zu berichten.

„Da ist man irgendwann froh, wenn die morgens eingepackten zwei Liter Mineralwasser irgendwann leer sind und das Gepäck leichter wird.“ Deshalb sollte kein Rucksack die acht Kilogramm-Marke überschreiten, um in der Spitze nicht über zehn Kilo Gewicht zu kommen.

Vor der Anstrengung scheut sich allerdings die mit zwölf Jahren jüngsten Teilnehmerin, Alysha, keinesfalls. Mit einem Lachen bemerkte sie im Gespräch mit unserer Redaktion: „Ich darf nur vom Gewicht des Rucksacks nicht nach hinten kippen, damit ich nicht vom Berg falle.“

Auch der 15-jährige Luca sieht der Herausforderung in den Bergen gelassen entgegen: „Ich freue mich einfach nur darauf. Mal etwas anderes sehen, denn ich war noch nie so richtig in den Bergen. Und die Gemeinschaft wird bestimmt toll.“

Sponsoren helfen, die Kosten zu reduzieren

Gerade die ersten beiden Etappen würden gleich anstrengend werden, blickt Kolja Pfeiffer aus, denn anfangs ginge es da zunächst einmal nur bergauf: „Die Höhenwege im Anschluss sind dann flacher.“ Mit vier Betreuern sei eine gute Aufteilung gelungen: „Das ist sozusagen eine Eins-zu-Vier-Betreuung.“ Obendrein käme bei der Wanderung als Unterstützung noch ein Bergführer hinzu. „Wir bilden eine heterogene Gruppe, nicht alle sind sportlich trainiert“, schätzt Pfeiffer ein.

Die Katt-Mitarbeiter sind überzeugt, dass eine solche Wanderung aus pädagogischer Sicht eine sehr wertvolle und nachhaltige Erfahrung für die Teilnehmer darstelle. Wenngleich sie wissen: „Eine solche Freizeit kostet viel Geld, Ausrüstung muss ja in der Regel auch gekauft werden“, sagt Kolja Pfeiffer: „Eigentlich wollen wir nicht so teure Freizeiten anbieten, damit es für alle bezahlbar bleibt. Andererseits wollen wir auch nicht nur 08/15 anbieten.“

Immerhin wäre es dank von Sponsoren gelungen, die Teilnahmekosten für alle auf knapp 500 Euro inklusive Versicherung zu reduzieren.

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