Katt bietet Budenbau als Alternative zur Kinderstadt

Die Kinderstadt wird es dieses Jahr wieder nicht geben. Aber ein Alternativangebot soll es geben.Archivfoto: hds
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Die Kinderstadt wird es dieses Jahr wieder nicht geben. Aber ein Alternativangebot soll es geben.Archivfoto: hds

Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren können teilnehmen, Anmeldungen nächste Woche

Von Anja Carolina Siebel

Den Kindern und Jugendlichen in der freien Zeit etwas bieten, ihnen Anregung geben, sie aber vor allem wieder zusammenkommen lassen. Das ist die Intention des Teams der Kattwinkelschen Fabrik und des Jugendbereichs der Stadtverwaltung für diese Sommerferien. Gleichwohl die Verwaltung die ansonsten alljährlich stattfindende Kinderstadt wegen der anhaltenden pandemischen Lage ja schon vor einigen Monaten absagen musste, soll es ein Angebot für Kinder und Jugendliche geben.

„Wir halten das für absolut wichtig“, betont Dezernent Stefan Görnert. „Die Kinder müssen nach so viel Trennendem endlich wieder Gemeinsamkeit erfahren.“ Und Jugendamtsleiterin Barbara Frank ergänzt: „Der Fokus soll deshalb ganz klar auf Teamwork liegen.“

Spenden sind dem Team willkommen

Allerdings – ganz coronakonform – in kleinen Gruppen. Insgesamt 50 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 14 Jahren können teilnehmen, sie werden vor Ort dann aufgeteilt in fünf Zehnergruppen, die sich während der zweiwöchigen Aktion auch möglichst nicht durchmischen sollen.

Und worum geht es? Grob gesagt: ums Budenbauen. „Und das machen alle Kinder gern“, weiß Kolja Pfeiffer vom Team der Kattwinkelschen Fabrik, der mit zehn Mitarbeitern den Sack Flöhe in den Sommerferien betreuen wird. Unter dem Motto „Wir bauen, was uns gefällt“ wollen die Mitarbeiter des offenen Jugendtreffs der Kattfabrik in den ersten beiden Ferienwochen auf dem Außengelände der Kattwinkelschen Fabrik Hütten, Buden oder Piratenschiffe bauen. „Da Hauptmaterial ist ganz klar das Holz, aber es gibt ja auch die Möglichkeit, das Ganze anzustreichen und zu dekorieren“, lädt Stadtjugendreferentin Katja Töbelmann auch jene Jugendlichen ein, die vielleicht nicht so ein Händchen fürs Hämmern und Zimmern haben. Und auch Kolja Pfeiffer betont: „Bei uns sind alle willkommen. Jedes Talent, jedes Tempo – alle, die Spaß am kreativen Zusammensein haben.“

Die Kinder arbeiten mit Hammer, Säge, Bohrer, Schraubmaschinen und Nägeln. Aber auch viele Materialien spielen eine Rolle. „Wir sind deshalb dankbar für jede Materialspende“, sagt Kolja Pfeiffer.

Kreativität und Eigenfreitraum, das sind Attribute, die dem Team von Verwaltung und Kattfabrik auch während der Pandemie für die Kinder wichtig sind. „Und gerade das bedeutet für uns natürlich eine logistische Herausforderung“, ist sich Kolja Pfeiffer bewusst. „Denn die Kinder tauschen sich ja aus, wollen vielleicht mal von der anderen Gruppe ein Werkzeug ausleihen oder Ähnliches. Für uns ansonsten völlig normal, diese Freiräume. Jetzt müssen wir das wegen der Ansteckungsgefahr etwas unter Kontrolle halten.“ Trotz getrennter Arbeit soll am Ende etwas Großes, Gemeinsames entstehen.

Derzeit gehen die Initiatoren fest davon aus, dass das Ferienprogramm unter Hygieneauflagen stattfinden kann. „Wir stehen dazu auch in enger Abstimmung mit dem Ministerium“, unterstreicht Kolja Pfeiffer.

Das Ferienprogramm findet vom 5. bis 16. Juli an der Katt statt. Die Kinder treffen sich täglich von 10 bis 16 Uhr und bekommen ein Mittagessen. Wie die Teilnahme an der Kinderstadt kostet auch die Teilnahme am Alternativprogramm 110 Euro. „Der Aufwand ist für uns derselbe“, begründet das Kolja Pfeiffer.

Anmeldung: Die Anmeldung zur Verlosung der Plätze findet vom 17. bis 21. Mai, jeweils von 10 bis 16 Uhr im Jugendbereich der Katt statt (unter dem Bistro). Die Auslosung bei erhöhter Nachfrage erfolgt am 26. Mai um 15 Uhr. Die Anmeldung dann am 27. und 18. Mai wieder von 10 bis 16 Uhr.

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