Karneval

Käfringhauser Kinder bauen ihren eigenen „Zoch“

Stephan Kastner mit Tochter Leah sowie Paula, Hanna und Sascha Haase waren fleißig. Foto: Mareike Haase
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Stephan Kastner mit Tochter Leah sowie Paula, Hanna und Sascha Haase waren fleißig.

Viele waren an den jecken Tagen kreativ – Auch der Judoclub feierte Alternativ-Karneval

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Wenn schon kein Straßenkarneval und keine große Party, dann müssen wir eben selbst aktiv werden. So dachten in diesen etwas anderen Karnevalstagen viele jecke Wermelskirchener. Und ließen sich tolle Sachen einfallen, um trotz Lockdowns etwas Schwung in die tollen Tage zu bringen.

Wie berichtet, gab es gestern einen nachgestellten „Zoch“ in einem Youtube-Video, initiiert von Dabringhauser Gruppen und Vereinen. Aber auch andere hatten kreative Ideen. So zum Beispiel die Nachbarskinder David (11) und Leah (8) sowie die Geschwister Hanna (9), Paula (7) und Peter (5) aus Käfringhausen. Sie alle wollten dieses Jahr nicht komplett auf den Dabringhauser Karneval verzichten und überzeugten ihre Väter kurzerhand, einen eigenen Wagen zu bauen.

„Die Mädchen lieferten die Ideen“, erzählt Mareike Haase als stolze Mama. „Wal und Schildkröte, auf denen Meerjungfrauen reiten. So wurde konstruiert, gebaut, gemalt und gewerkelt – bei den eisigen Temperaturen vor Karneval sogar in den heimischen Wohnzimmern.“

Für die Pappmaché-Konstruktionen fragten sie bei Nachbarn nach alten Zeitungen. „Die wiederum wurden so auf die Aktion aufmerksam und spendeten sogar Kamelle“, erzählt Mareike Haase. Am Sonntag zogen dann die beiden Wagen mit ihren Meerjungfrauen durch Käfringhausen und erfreuten alle vor ihren Häusern.

Und auch die Mitglieder des Judoclubs (JC) Wermelskirchen waren zu Karneval kreativ. Bei den Onlineangeboten des JC Wermelskirchen wurde in der vergangenen Woche ordentlich Karnevalsstimmung verbreitet.

Höhepunkt war das Eltern-Kind-Trainingsspecial

Schon am Tag vor Altweiber ging es mit einem Fitnesstraining mit Ligakämpferin Vanessa Kopperberg los. Sie nutzte Bierflaschen als Gewichte und ließ die Teilnehmer enorm schwitzen. Einige waren verkleidet. Katrin und Björn Seide holten den Judogi beziehungsweise das Tennisdress aus dem Schrank. „In der Lockdown-Zeit fühlt sich die Kleidung, die wir sonst beinahe täglich tragen, tatsächlich wie eine ungewohnte Verkleidung an“, sagt Katrin Seide lachend.

Katrin Seide mit Sohn Joshua und ihrer Nichte Antonia sowie den Neffen Julius und Felix Graf beim sogenannten Angrüßen. Die Truppe wunderte sich, wie viele Judoka vor den Bildschirmen saßen.

Am Freitag legte JC-Trainer Stephan Lenz seine Perücke bereits nach den ersten Metern auf dem Spinning Rad ab. Der Mediziner bot den Teilnehmern eine schweißtreibende Fahrt auf der Rolle zu fetziger Karnevalsmusik. Für den Vollblutjecken wenigstens ein kleiner Trost. „Nächstes Jahr feiere ich aber wieder in Köln“, ist sich Lenz sicher. So lange der Lockdown anhält, wird die „Spinningathome-Gruppe“ aber freitags wie alle Onlineangebote des Clubs weitergeführt. Höhepunkt der Karnevalssession im JCWK war das Eltern-Kind-Trainingsspecial via Zoom am Samstagmorgen. Felix Graf (fast 6) stellte mit einem Blick auf den Bildschirm fest: „So viele waren wir ja noch nie.“

Jeden Samstag steht er seiner Tante Katrin Seide als Partner zur Verfügung und macht begeistert mit. Das Karnevalsspecial brachte es auf die stolze Teilnehmerzahl von 40 Personen. Alle Kids und Eltern vor den 13 eingewählten Geräten waren verkleidet und schwitzten zu verschiedenen Bewegungsaufgaben mit und ohne Luftballon.

In Dabringhausen tourt der Zug virtuell durch das Dorf.

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