Karl-Heinz Wilke (CDU) entschuldigt sich

So könnte das neue Bad in Wermelskirchen einmal aussehen. Im Sportausschuss wurde Mitgliedern das Wort abgeschnitten.Foto: Architekturbüro Blass
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So könnte das neue Bad in Wermelskirchen einmal aussehen. Im Sportausschuss wurde Mitgliedern das Wort abgeschnitten.Foto: Architekturbüro Blass

FDP wirft dem Sportausschussvorsitzenden undemokratisches Verhalten vor

Von Susanne Koch

Weil beim vorhergehenden Tagesordnungspunkt Hallenbad für den Sportausschussvorsitzenden Karl-Heinz Wilke (CDU) eigentlich alles schon gesagt war, erlaubte er sich, bei dem nächsten Punkt „Antrag“ nur eine Rede und eine Gegenrede zuzulassen. „Er sah nur die Wortmeldung des Grünen-Abgeordneten Frank Kaluscha“, sagt Patrick Engels, Ortsvorsitzender der FDP. „Mich übersah er völlig und nahm mich auch nicht mehr dran, als ich mich weiter gemeldet hatte. Das finde ich zutiefst undemokratisch. Und das kann so nicht stehenbleiben.“

„Bürgermeisterin Marion Lück will sich mit dem Beigeordneten Stefan Görnert über diese Thematik auseinandersetzen.“

Kathrin Kellermann, Pressesprecherin Wermelskirchen

Die Wermelskirchener FDP legte nun bei der Stadt einen Einspruch gegen das Protokoll ein. „Damit wir die Möglichkeit haben, die Aufzeichnung noch einmal gemeinsam mit der Stadt und der CDU zu hören“, erklärt Patrick Engels.

Kathrin Kellermann, Pressesprecherin der Stadt Wermelskirchen, sagt: „Bürgermeisterin Marion Lück liegt ein entsprechendes Schreiben der FDP vor. Leider war sie selbst bei dem Termin des Sportausschusses nicht vor Ort. Da der zuständige Beigeordnete, Herr Stefan Görnert, anwesend war, möchte sich die Bürgermeisterin mit ihm zu der Thematik austauschen. Leider ist dieser aber noch bis kommende Woche nicht im Dienst. Der Sachverhalt wird nach dem Gespräch aber zugleich juristisch geprüft und das Ergebnis in Kürze übermittelt.“

Der Sportausschussvorsitzende Karl-Heinz Wilke sagt zu dem Vorwurf, er hätte sich nicht demokratisch verhalten und auch seine Neutralität als Ausschussvorsitzender nicht durchgehalten: „Ich möchte mich für meinen Fehler entschuldigen.“ Er sei zu Gesprächen bereit. Nach 15 Jahren Planung für das Hallenbad habe er die Empfehlung an den Rat, dem Neubau des Hallenbades zuzustimmen, endlich abstimmen lassen wollen. „Es war ja nur eine Empfehlung“, betont er.

Für Patrick Engels (FDP) ist das Thema nicht abgeschlossen: „Wir hatten noch Beratungsbedarf und die Grünen auch.“ Es sei Sitte und Gebrauch, diesen auch immer zuzulassen. „Das hat Herr Wilke einfach ignoriert“, sagt Patrick Engels. „Wir werden weiter gegen das Verhalten des Vorsitzenden vorgehen.“

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