Konzert

Karibische Lebensfreude steckt die Besucher im Eifgen an

Ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch: Los Pipos gastierten am Sonntag im vollen Biergarten im Eifgen.
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Ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch: Los Pipos gastierten am Sonntag im vollen Biergarten im Eifgen.

Die Gruppe Los Pipos gastierte im Biergarten.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Sie brauchen keine Überredungskünste, keine Aufwärmphase. Los Pipos sind mit dem ersten Ton mittendrin. Kaum haben sie die Bühne im Biergarten im Eifgen betreten, schleudern sie ihre Energie und ihre Lebenslust, ihre Rhythmen und Emotionen ins Publikum. Sie beginnen nicht leise und langsam, sondern laut und kraftvoll.

Im Gepäck haben sie lateinamerikanische Melodien und vor allem eine ordentliche Portion Humor. Sie sprechen mal Englisch, mal Spanisch, mal Deutsch. Und Ramon Mendeville, der an diesem Abend vor allem singt, aber auch allerlei Percussion-Instrumente zum Klingen bringt, ermutigt gleich zu Beginn: „Habt keine Angst, zu tanzen“.  Das lässt sich das Publikum nicht zweimal sagen. In den hinteren Reihen kommen die ersten Besucher ganz automatisch in Bewegung, gerne lassen sich die Zuschauer zum Klatschen einladen.

125 Musikfreunde sind in den Biergarten gekommen, nachdem der Vorverkauf sehr zurückhaltend gewesen war – und sie freuen sich einmal mehr über anspruchsvolle Livemusik unter sommerlichem, blauen Himmel. Es ist ein Bilderbuchabend, der nach Musik und Wein, Wasser und Geselligkeit verlangt.

Wenn Geo del Valle nicht gerade an der Trompete zaubert, feuert er seine Kollegen an. Mendeville ist um keinen Spaß verlegen und er entlässt das Publikum beim Mitsingen nicht aus der Verantwortung: Erst als die Zuschauer etwas lauter einstimmen, verstummen seine Anfeuerungsrufe. Reinel Ardiles spielt an den Tasten und freut sich über viel Raum für klangvolle Soli.

Traditionelle Stücke in einem neuen Gewand

Währenddessen erzählen Junior Sarracent an der Gitarre und Philip Kukulies am Schlagzeug, wie es zu dem Bandnamen kam: Bei einer Reise in seine kubanische Heimat stellte Reinel Ardiles dem Schlagzeuger seinen Vater vor. Der nannte seinen Sohn liebevoll „Pipos“. Der Bandname war geboren: Der liebevolle Klang des Kosenamens klingt seitdem mit – unter Freunden. Neuerdings gehört auch Sängerin Claudia Ramos Barreto dazu. „She is wonderful“, schwärmt Mendeville. Und davon darf sich das Publikum dann selbst ein eindrucksvolles Bild machen: Mit ihrer kraftvollen Stimme gibt sie dem südamerikanischen Lebensgefühl einen besonderen Klang. Sie steuert zudem Melodien mit ihrer Violine bei.

Gelegentlich kommen den Zuhörern die Melodien ungewöhnlich vertraut vor – das mag auch daran liegen, dass Los Pipos teils traditionelle Stücke in ein neues, zeitgenössisches Gewand kleidet. Das Ergebnis: ein weiterer wunderbarer Abend unter dem (Zelt-) Dach der Kulturinitiative.

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