Im Kanu vor dem Coronavirus fliehen

In Südfrankreich verbrachten die jungen Dabringhausener eine tolle Ferienfreizeit, die lange auf der Kippe stand. Fotos (2): Dana Wengler
+
In Südfrankreich verbrachten die jungen Dabringhausener eine tolle Ferienfreizeit, die lange auf der Kippe stand. Fotos (2): Dana Wengler

Evangelische Kirchengemeinde Dabringhausen konnte Ferienfreizeit trotz der Pandemie durchführen

Von Markus Schumacher

Selten stand eine Freizeit der Evangelischen Kirchengemeinde Dabringhausen so sehr auf der Kippe. Schuld war das Coronavirus. Dana Wengler vom Mitarbeiterteam erklärt: „Die letzten Wochen vor den Sommerferien waren für uns alle sehr ungewiss. Wir, das vierköpfige Mitarbeiterteam der Kirchengemeinde, wussten nicht, ob es sich lohnt, ein Programm für eine zweiwöchige Freizeit zu planen, wenn wir sie vielleicht doch einen Tag vorher noch wegen der Pandemie absagen müssen.“

Die 19 Teilnehmer im Alter von 12 bis 15 Jahren wussten auch lange nicht, ob sie sich auf eine tolle Freizeit in Frankreich freuen dürfen – oder ob sie zwei Wochen zu Hause sitzen müssen. „Auch deren Eltern freuten sich ja eigentlich auf zwei Wochen mal ohne Kinder“, wusste Wengler. „Bis zur letzten Sekunde hielten wir an der diesjährigen Sommerfreizeit fest – und dies zahlte sich aus: Am 27. Juni ging es dann mit dem Reisebus los nach Südfrankreich!“

Dort verbrachten die Wermelskirchener eine Woche an der Tarnschlucht. „Dort paddelten wir jeden Tag mit dem Kanu von Campingplatz zu Campingplatz“, berichtet Dana Wengler nach der Rückkehr. Und sie erklärt: „An den abgelegensten Campingplätzen und in der wunderschönen Natur konnten wir die aktuelle Corona-Krise wenigstens für ein paar Tage vergessen.“

„An der Tarnschlucht paddelten wir jeden Tag mit dem Kanu von Campingplatz zu Campingplatz.“

Dana Wengler

Natürlich habe es auch innerhalb der Reisegruppe und an den Campingplätzen viele Hygiene- und Abstandsmaßnahmen gegeben, damit niemandem gefährdet wurde. „Trotzdem war es für uns alle sehr erholsam, nach so langer Zeit mal raus aus dem für die meisten eingefrorenen Alltag zu kommen“, erklärt Wengler.

Nach der ersten Woche ging es dann für die Dabringhausener noch weiter: ans Mittelmeer. „Da wiederum durften wir uns von der actionreichen Kanufahrt wieder etwas erholen“, schreibt Wengler. Auf einem großen Campingplatz hatten die jungen Reisenden ihren eigenen Bereich, wo sie niemanden störten und auch niemandem in die Quere kamen. Wengler schildert: „Die einfachen Matratzen auf zusammenklappbaren Lattenrosten in Steilwandzelten mit Holzboden waren für uns plötzlich purer Luxus, nachdem wir eine Woche lang auf dünnen Isomatten geschlafen hatten.“

Mit dem Motto „Aus dem Wasser gefischt“ begaben sich die Jugendlichen auf die Spuren Moses. „Welcher ähnlich wie wir selbst vor eine große Herausforderung gestellt wurde und sich mit einer großen Gruppe auf eine weite Reise begab“, wie Dana Wengler ausführt. „Mit den einzelnen Meilensteinen der Israeliten konnten sich unsere Teilnehmer häufig identifizieren.“

„Wir als Mitarbeiterteam, bestehend aus Daniel Steiner, Lucie Salomon, Melissa Aug und Dana Wengler, sind sehr froh und dankbar, dass die Freizeit trotz aller Umstände stattfinden konnte“, bilanziert die Mitarbeiterin. Und: „Die Gruppe war super und es hat echt Spaß gemacht, dem Stress der letzten Wochen zu entfliehen.“

„Wir freuen uns nun schon sehr auf nächstes Jahr und sind gespannt, was kommt“, sagt Dana Wengler, denn nach der Freizeit sei vor der Freizeit. Die nächste Fahrt in den Sommerferien 2021 werde bereits geplant. Sobald es dazu genauere Informationen gebe, sollen diese auf der Internetseite der Kirchengemeinde zu finden sein.

www.ekdab.de

Radrundreise

Eine Radrundreise durch die Uckermark plant die Kirchengemeinde Dabringhausen vom 1. bis 9. August. Die Tour sei ideal für Menschen ab 40 Jahre, die das Radfahren auch in Städten mit Autoverkehr und Ampeln, sowie auf schmalen Waldwegen sicher beherrschen. Die Tagesetappen liegen bei etwa 50 bis 60 Kilometer. Gepäck wird separat befördert. Anmeldung bei Friedhelm Böhl unter Tel. (0 21 93) 26 44.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Inzidenz: Gastronomen fürchten Lockdown
Inzidenz: Gastronomen fürchten Lockdown
Inzidenz: Gastronomen fürchten Lockdown
Corona: 14 weitere Fälle im Kreis
Corona: 14 weitere Fälle im Kreis
Er sieht das geplante E-Rezept kritisch
Er sieht das geplante E-Rezept kritisch
Er sieht das geplante E-Rezept kritisch
Freibad: Saisonkarten fast ausverkauft
Freibad: Saisonkarten fast ausverkauft
Freibad: Saisonkarten fast ausverkauft

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare