Kampf um verkaufsoffenen Sonntag hat sich gelohnt

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Ernüchterung am Wochenbeginn und Erleichterung am Ende. So sah es etwa bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung, des Stadtmarketingvereins WiW (Wir in Wermelskirchen) und schließlich auch bei den Einzelhändlern aus. Die Gewerkschaft Verdi hatte wie berichtet den verkaufsoffenen Sonntag vorige Woche quasi in letzter Minute gekippt. Ein Schock, vor allem für die Händler, die sich alle auf den Tag vorbereitet hatten. „Manche Mitarbeiter“, berichtete WiW-Vorsitzender André Frowein, „haben sogar Überstunden gemacht, um kleine Aktionen für den besonderen Tag vorzubereiten.“ Sollte das nun alles umsonst gewesen sein? Nein, war es zum Glück nicht. Denn Bürgermeisterin Marion Lück, die Fehler seitens der Verwaltung im Verfahren eingeräumt hatte, wurde rasch aktiv und beraumte die für die Genehmigung des Sonntags notwendige außerordentliche Ratssitzung schließlich für Donnerstag an, um die Veranstaltung am jetzigen Sonntag noch stattfinden zu lassen. Eine gute und richtige Entscheidung. Denn es war eher eine vorschnelle Reaktion von Verdi, den Wermelskirchenern diesen Tag zu nehmen. Anders als in großen Metropolen wie Köln oder Düsseldorf sind es in Wermelskirchen meist inhabergeführte Geschäfte, deren Betreiber buchstäblich mit den vier ihnen zur Verfügung stehenden offenen Sonntagen im Jahr rechnen. Der Wegfall hätte entsprechend enorme finanzielle Einbußen bedeutet, zumal durch den langen Lockdown vorige Jahr bereits drei Sonntage nicht stattfinden konnten in der Wermelskirchener Innenstadt.

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Endlich. Der Jugendfreizeitpak in Zenshäuschen ist offiziell eröffnet. Und damit sowie mit dem allmählichen Ende der Corona-Einschränkungen beginnt auch die richtige Arbeit für Streetworker Marc Spies. Der Sozialarbeiter, der seinen Dienst im Herbst vorigen Jahres antrat, hatte während der ersten Monate Schwierigkeiten, überhaupt Jugendliche anzutreffen und ihnen Gesprächs- oder Freizeitangebote zu machen. Schließlich durften sie sich nicht in Gruppen miteinander treffen. Nun ist das wieder möglich und Marc Spies kann aktiv werden. Dass er da ist und den Jugendlichen Unterstützung anbietet, ist absolut wünschenswert. Denn Beispiele wie der Dabringhauser Dorfpark, in dem es vor einigen Jahren noch turbulent zuging, zeigen, dass Jugendlichen oftmals auch in Wermelskirchen Anlaufstellen und sinnvolle Beschäftigung fehlen. Treffen mit Alkohol und lauter Musik führen dann oftmals zu Stress mit den Anwohnern. Marc Spies holt die Jugendlichen da ab, wo sie stehen. Und bringt Ideen mit für Dinge, die Spaß machen. Zum Beispiel ein Basketballmatch im Jugendfreizeitpark.

Kirmes war ein voller Erfolg.

Schon wieder brannte es an der Beltener Straße.

anja.siebel @rga.de

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