Kämmerer erstellt Leitfaden für Eigentümer

Kämmerer Dirk Irlenbusch: „Die Unterlagen müssen in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Oktober abgegeben werden.“ Foto: Stadt Wermelskirchen/ Kellermann
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Kämmerer Dirk Irlenbusch: „Die Unterlagen müssen in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Oktober abgegeben werden.“

Feststellungserklärung fällig: Dirk Irlenbusch macht auf Grundsteuerreform aufmerksam

Von Susanne Koch

Diejenigen, die bebaute oder bebaubare Grundstücke ihr Eigen nennen, erhalten voraussichtlich Mitte Mai ein Schreiben: Es geht um die Grundsteuerreform. Im Zuge der Grundsteuerreform müssen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2022 eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts (Feststellungserklärung) beim zuständigen Finanzamt einreichen. Das zuständige Finanzamt für Wermelskirchen ist Leverkusen.

„Dieser Termin für die Abgabe der Angaben liegt etwas ungünstig, weil sich die Sommer- und Herbstferien in diesem Zeitraum befinden“, sagt Stadt-Kämmerer Dirk Irlenbusch. „Da kann das Schreiben schonmal in Vergessenheit geraten. Damit das nicht geschieht und die Abgabefrist nicht verpasst wird, empfiehlt es sich, die Unterlagen baldmöglichst zu sammeln, um diese ab dem 1. Juli an das Finanzamt übersenden zu können.“

Über die digitale Finanzamtsschnittstelle „Mein Elster“ steht Benutzern ab dem 1. Juli der kostenfreie Zugang zur elektronischen Abgabe der Feststellungserklärung zur Verfügung.

Was genau wird verlangt? Damit es einfacher wird, hat die Kämmerei der Stadt Wermelskirchen einen Leitfaden erstellt. Relevant sind folgende Angaben:

Aktenzeichen / Einheitswertnummer: „Diese findet man auf dem Bescheid, den Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer zugeschickt bekommen“, so Dirk Irlenbusch.

Flurstücksbezeichnung: Diese Bezeichnung finden Eigentümerinnen und Eigentümer im Bescheid und/oder im Grundbuchauszug.

Bodenrichtwert: Der Bodenrichtwert ist ein Referenzwert, weil neben den tatsächlichen, früheren Verkaufspreisen auch Schätzungen in seine Feststellung einfließen. Die entsprechenden Daten können über das Geoportal des Finanzamtes abgerufen werden. Dort einfach wählen, ob es sich um Grundsteuer A (Land- und Forstwirtschaft) oder Grundsteuer B (Unbebaute Grundstücke, Wohn- und Nichtwohngrundstücke) handelt und anschließend die Adresse eingeben.

grundsteuer-geodaten.nrw.de

Grundstücksfläche: Die Größe findet man neben dem Bodenrichtwert ebenfalls im Geoportal des Finanzamtes

Gebäudefläche: „Größe der Gebäudefläche: „Diese Angaben ergeben sich aus der ursprünglichen Baugenehmigung“, sagt der Kämmerer. „Ansonsten können diese auch beim Finanzamt nachgefragt werden.“

Art und Nutzung des Gebäudes: Unter Tel. (02 14) 8 92 80-19 59 beantworten die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Finanzamtes in Leverkusen von montags bis freitags jeweils von 9 bis 18 Uhr auch individuelle Fragen zur Grundsteuerreform.

Nach Abgabe der Daten an das Finanzamt werden die neuen Grundsteuerwerte ausgerechnet. Anschließend wird ein Grundsteuermessbescheid erstellt. Aus beiden ergibt sich eine Grundlage, nach der die Grundsteuer festgesetzt werden kann. Die neuen Regelungen treten 2025 in Kraft.

Wer bereits ein Elster-Benutzerkonto besitzt, kann dieses auch für die Übermittlung der Feststellungserklärung nutzen. Das notwendige Benutzerkonto kann ansonsten online beantragt werden.

www.elster.de

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