Mobilität

K 18: ADFC fühlt sich missverstanden

Die K 18 verläuft zwischen Dabringhausen und Hilgen. Foto: acs
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Die K 18 verläuft zwischen Dabringhausen und Hilgen.

Fahrradclub möchte mit Ortspolitikern ins Gespräch kommen.

Von Anja Carolina Siebel

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), Ortsgruppe Wermelskirchen, sorgt sich um das Thema „Fahrradstraße K 18“. „Das Thema wird im Wahlkampf bedauerlicherweise zerredet“, findet der ehemalige Ortsvorsitzende Frank Schopphoff.

Er bietet den Ortspolitikern deshalb einen Informationsaustausch von Seiten des Fahrradclubs an. Dass er sich äußere, habe einen aktuellen Anlass, erläutert Schopphoff. Die Burscheider CDU hatte sich in der Ausgabe Wermelskirchener General-Anzeiger/Bergischer Volksbote folgendermaßen geäußert: „Wir sind gegen unnötigen Motorradlärm, halten das Schließen der K 18 für den Kraftfahrzeugverkehr jedoch für den falschen Weg. Wir wollen keinen zusätzlichen Verkehr in Lamersbusch und auf der Dabringhauser Straße. Hier suchen wir den Dialog mit der Kreisverwaltung.“

Dazu möchte Frank Schopphoff klarstellen: „Der ADFC fordert nicht, die K 18 für den Auto- und Motorradverkehr zu schließen. Im Gegenteil schlagen wir vor, die Fahrradstraße für den Kraftfahrzeugverkehr freizugeben, weil die dann für alle Fahrzeuge einheitliche Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometern für sicheren Radverkehr sorgen wird“, sagt er.

Der ADFC sei überdies auch gegen unnötigen Motorradlärm und suche mit der Kreisverwaltung Wege, „die einerseits die Sicherheit der Radfahrenden verbessern und andererseits unzumutbare Verkehrsbelastungen der Anwohner der betroffenen Straßen K 18 und L 294 vermeiden sollen“, heißt es. Der falsche Weg wäre laut Schopphoff, die perspektivisch zunehmenden Verkehrsbelastungen durch Lärm und Abgase großflächig auf die beiden Straßen zu verteilen.

„Ohne eine Minderung des Kraftfahrzeugverkehrs und ohne eine Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf den Umweltverbund können die Anwohner dieser Straßen nicht nachhaltig entlastet werden“, sagt er.

Zu nachhaltiger Verkehrsentwicklung gehört mehr

Das Mobilitätskonzept des Kreises zeige den erfolgversprechenden Weg zu den Zielen einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung auf. Der Bergische E-Bike-Verleih und die geplanten Mobilstationen seien „die ersten konkreten Schritte in die richtige Richtung“. Schopphoff: Eine Fahrradstraße K 18 könnte die geplanten Mobilstationen in Hilgen und Dabringhausen auf ideale Weise verbinden und die im Mobilitätskonzept angestrebte Vernetzung der Verkehrsmittel grundlegend verbessern“.

Erreicht werde die Verkehrsverlagerung auf das umweltfreundliche Rad nur, wenn den Radfahrenden sichere und attraktive Wege angeboten und die ÖPNV-Angebote in der Region weiterhin verbessert würden. | Standpunkt

Standpunkt: Ins Gespräch kommen

Von Anja Carolina Siebel

CDU und Grüne hatten das Thema vor über einem Jahr aufs Tapet gebracht. Seitdem kocht die Debatte um die K 18 als Fahrradstraße immer mal wieder hoch.

anja.siebel @rga-online.de

Offenbar ist den meisten aber gar nicht unbedingt klar, was es eigentlich bedeuten würde, die viel diskutierte Straße zwischen Dabringhausen und Hilgen umzufunktionieren. Um die Begrifflichkeiten und somit auch die Folgen, vor allem für die Anwohner und Nutzer dieser Straße, zu klären, sollten die Beteiligten ins Gespräch kommen. 

Es ist also ein guter Vorschlag, den der ADFC macht. Denn wenn man von den berechtigten Bedenken der Anwohner und Nutzer wegen Lärms und Umwegen mal absieht, könnte eine Umfunktionierung der K 18 zur Fahrradroute durchaus Charme haben. Vorausgesetzt, der Verbindungsweg zwischen Dabringhausen und Hilgen könnte sowohl von Radlern als aber auch von Pkw und Motorrädern genutzt werden, nur eben mit angepasster Geschwindigkeit. Das Wichtigste: Es würde endlich eine Verbindung für Radler von Dabringhausen zur Trasse geben. Das allein steht schon lange aus. Also: Weiter konstruktiv diskutieren, bitte. 

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