Zenshäuschen

Jugendfreizeitpark: Stadt stellt Konzept vor

Am 3. September eröffneten Marion Lück (r.) und Vertreter der Stadtverwaltung den Jugendfreizeitpark im kleinen Kreis. Archivfoto: Markus Schumacher
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Am 3. September eröffneten Marion Lück (r.) und Vertreter der Stadtverwaltung den Jugendfreizeitpark im kleinen Kreis.

Die offizielle Eröffnung der Anlage soll am 1. Mai zusammen mit dem Trassenfest stattfinden.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Nun ist es da, das von einigen Wermelskirchenern geforderte Konzept des Jugendfreizeitparks in Zenshäuschen. „Ich muss das ‘Konzept’ in Anführung setzen, weil es ja eigentlich ein Angebot auf freier Fläche ist, ein offenes Angebot“, räumte Stadtjugendreferentin Katja Töbelmann in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag ein. Aber dennoch soll es Regeln geben, die die Nutzer der Fläche zu beachten haben. Es soll laut dem vom Jugendamt vorgestellten Konzept auch eine entsprechende Beschilderung vor Ort geben, die die Nutzer auf die wichtigsten dieser Regeln hinweisen soll.

Unterschiedliche Nutzergruppen sind ausgewiesen; zum einen die mit betreibenden Vereine Rollrausch, Flip Of und CVJM als Hauptnutzer, zum anderen freie Nutzer. Die drei genannten Vereine haben feste Zeiten, an denen sie mit verschiedenen Angeboten auf der Anlage vertreten sind.

Unter anderem steht zudem im Papier, dass die Nutzung der Anlage auf eigene Gefahr erfolge und alle Rücksicht aufeinander nehmen sollen. Darüber hinaus sei die Anlage sauber zu halten.

Insbesondere für die Nutzung des Multifunktionsfeldes und des Rollsportbereiches gelten folgende Regeln: Die Nutzung der Anlage darf nur mit eigener angemessener Schutzausrüstung, mindestens mit einem geeigneten Helm erfolgen. Die Anlage sei zudem kein Spielplatz und dürfe nur von Personen im Alter ab acht Jahren genutzt werden. „Es hat sich gezeigt, dass jüngere Kinder einfach noch nicht sicher genug auf Rollen sind, um ohne Aufsicht den Rollsport zu betreiben“, begründete Katja Töbelmann diese Entscheidung.

Die Anlage dürfe bei Nässe, Eis, Schnee und Regen nicht genutzt werden. Die Skate- und Multifunktionsflächen seien auch kein Aufenthaltsbereich und müssten von Personen und Gegenständen frei gehalten werden.

Die Skatefläche sei nur durch Nutzer von Skateboards, Inlineskates, BMX-Fahrrädern, Stunt-Scootern und Skate-Rollstühlen erlaubt. Der Bodenbelag aus Glattbeton des Multifunktionsfeldes stehe indes insbesondere für Inline-Hockey aber auch für andere Ballsportarten, wie zum Beispiel Basketball, zur Verfügung.

Konzept kann immer wieder überarbeitet werden

Das Multifunktionsfeld und die Rollsportanlage sind von einer Fläche umgeben, die mit Bäumen als Schattenspender und Sitzgelegenheiten Möglichkeiten zum Picknicken, Erholen und Spielen einlädt. Nicht erlaubt sei dort aber das Mitführen von Tieren, das Fahren und Abstellen von Kraftfahrzeugen, das Beschädigen der Anlage, das Entzünden offener Feuer, das Zelten und Übernachten, die Benutzung von Schieß-, Wurf- und Schleudergeräten, die Lagerung von Abfällen sowie Verunreinigungen jeder Art, insbesondere das Wegwerfen von Flaschen und Zigarettenresten sowie die Nutzung mit Kinderlaufrädern, Kinderroller, Bobby Cars öder ähnlichem und selbstverständlich der Konsum von Alkohol und illegalen Substanzen.

„Das Ganze ist kein für immer feststehendes Regelwerk“, betonte Katja Töbelmann vor den Ausschussmitgliedern. „Es sollte immer wieder geprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden, je nach Bedarf.“

Feste Nutzungszeiten des Platzes seien indes schwierig auszumachen. „Es handelt sich ja um ein nicht abgeschlossenes Gelände; da kann man sowas schlecht festlegen“, erklärte Andreas Voß vom Jugendamt.

Zum Schluss gab es noch eine erfreuliche Nachricht: Die offizielle Eröffnung des Jugendfreizeitparks soll endlich stattfinden. „Nachdem wir im September aufgrund der Corona-Pandemie nur ganz klein Eröffnung feiern konnten, werden wir das jetzt hoffentlich nachholen können“, sagte sie. Am 1. Mai soll die Party in Zenshäuschen zusammen mit dem Trassenfest stattfinden. Das Trassenfest soll ab 11 Uhr auf dem Lidl-Parkplatz starten, die Freizeitpark-Eröffnung beginnt dann um 14 Uhr. Töbelmann: „Es wird einen DJ geben, hoffentlich eine Live-Band, einen Skate-Contest und vieles mehr. Wir freuen uns sehr darauf.“

Hintergrund

Planung: Der Jugendfreizeitpark ist unter maßgeblicher Beteiligung der Rollsportgruppen Rollrausch und Flip of sowie des CVJM geplant und auch mit einem großen finanziellen Engagement der Wermelskirchener Bevölkerung mitfinanziert und am 3. September nach zweijähriger Bauzeit in Betrieb genommen worden.

Offizieller Start: Die Eröffnung steht jetzt an. Geplant ist sie für den 1. Mai, zeitgleich mit dem Trassenfest. Offizieller Programm-beginn soll um 14 Uhr auf dem Gelände in Zenshäuschen sein.

Standpunkt: Lang ersehnt

Ein Kommentar von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga.de

Es war schon absehbar, bevor sich die Tore des Jugendfreizeitparks offiziell öffneten: Die Anlage ist ein voller Erfolg und wird fantastisch angenommen. Von Rollsportlern, aber auch jenen, die das Multifunktionsfeld nutzen: Schülergruppen, Vereine, private Nutzer. Dass jetzt ein Konzept vorliegt, wird jene beruhigen, die darum gebeten hatten. Und es ist auch gut, dass es ein Regelwerk gibt, das ja auch den Jugendlichen einen gewissen Rahmen gibt, der die von ihnen so geliebte Anlage letztlich schützt. Stadtjugendreferentin Katja Töbelmann hatte indes schon vorher prophezeit, dass die jungen Nutzer schon selbst dafür sorgen würden, dass alles heil und sauber bleibt. Und so ist es letztlich auch. Der Jugendfreizeitpark ist ein kleines Heiligtum in Wermelskirchen. Und als solches sollte er auch gewürdigt werden. Mit einer richtig offiziellen Eröffnung. Wie schön, dass das nach langer Pandemie-Zeit am 1. Mai endlich zu klappen scheint. Das ist auch für die engagierten Vereine, die so lange für ihren Park gekämpft hatten, ein wichtiges und schönes Zeichen. Happy End also für den Jugendfreizeitpark.

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