Offizielle Eröffnung wird nachgeholt

Jugendfreizeitpark ist jetzt freigegeben

Seit gestern Mittag ist der Jugendfreizeitpark für die Nutzung freigegeben, was Thomas Marner und Marion Lück sehr freute. Foto: Markus Schumacher
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Seit Freitagmittag ist der Jugendfreizeitpark für die Nutzung freigegeben, was Thomas Marner und Marion Lück sehr freute.

Seit Freitagmittag darf das Gelände offiziell genutzt werden.

Von Markus Schumacher

Seit Freitagmittag, 12 Uhr, ist der Jugendfreizeitpark freigegeben. „Wir freuen uns darüber sehr“, sagte Bürgermeisterin Marion Lück. Eine offizielle Eröffnung werde später noch nachgeholt, versprach sie, aber die Jugendlichen wollte man jetzt nicht mehr länger warten lassen.

Am später Mittwochabend wurde die Stadt über das Urteil zu der Klage eines Anwohners informiert. „Dieser zweite Eilantrag ist wieder zu unseren Gunsten ausgegangen“, erklärte der Technische Beigeordnete Thomas Marner, „am Donnerstag haben wir das fünfseitige Urteil noch durchgelesen und vom Rechtsanwalt prüfen lassen – der hat uns dann für heute das Okay zur Nutzung gegeben.“ Der Bürgermeisterin sei es dann wichtig gewesen, schon das angekündigte sommerliche Wochenende zur Nutzung freizugeben.

Der Kläger hatte gegen den Radweg neben seinem Haus geklagt, der Richter hat aber nun festgestellt, dass keine subjektiven Rechte beeinträchtigt würden.

Gestern Vormittag hatte der Bauhof noch sechs große Müllsäcke voller Unrat von der Fläche geholt. Leiter Volker Niemz verteidigte aber die beteiligten Vereine: „Bislang konnten die hier ja noch nicht schalten und walten.“ Nach der Eröffnung hofft er nun auf weniger Müll auf der Anlage. Zu tun haben wird der Bauhof aber wohl trotzdem häufiger auf dem Gelände: Zwischen den neu gepflanzten Buchen und den – absichtlich – rostigen Schienen schießt nämlich schon Grünzeug aus dem Kies.

Der erste Nutzer übte schon Sprünge mit dem Skateboard

Noch als Provisorium steht der lange Bauzaun zwischen der Bahntrasse und der Dellmannstraße. Ein Stück des eigentlich vorgesehenen Holzzauns steht aber auch schon von Richtung Messink aus. „Die sind hier aber beim Bohren der Fundamente auf Stein gestoßen und müssen erstmal einen anderen Bohrer besorgen“, berichtete Niemz. Auch seien die Holzpreise derzeit exorbitant hoch, wusste Marner, weshalb die ausführende Firma auch um Aufschub gebeten habe.

Ein einsamer Skateboardfahrer dreht schon seine Runden. „Gratuliere“, rief ihm Thomas Marner zu, „ab jetzt ist die Anlage frei, sie dürfen fahren und sind der erste Nutzer.“ Diese Nachricht freute Kjell Ork, der 21-Jährige informierte gleich seinen Freundeskreis. Einen der ersten Körbe auf dem Basketballfeld warf dann die Bürgermeisterin höchstpersönlich. Mit anderen Schuhen hätte sie sich sicher auch noch ein Skateboard zum Testen ausgeliehen. . .

Gestern wurde ein Sonnenschutz vermisst, an anderen Tagen könnte ein Regendach fehlen. „Aber bei Nässe sollte man die Anlage ohnehin nicht nutzen“, erklärte Marner, „das wird dann viel zu rutschig.“ An einigen Stellen tauchten auch schon Risse in dem zum Teil handgeformten Beton auf. „Das werden sich unsere Fachleute genau ansehen und dann gegebenenfalls reklamieren“, erläuterte Marner. Nachgebessert werde noch beim Ballfangzaun, dafür wolle man sich aber mit den Nutzern absprechen, erklärte Marner. Und ein Dixie-Klo soll noch aufgestellt werden.

An beiden Zugängen zum Gelände hängen Schilder mit den Nutzungsregeln. Seit kurzem ist auch wieder jeden Abend ein Securitydienst vor Ort. „Die unmittelbaren Nachbarn hier sagen auch, dass es jetzt viel ruhiger ist“, betonte Marion Lück. | Standpunkt

Hintergrund

Ein großer Teil des Jugendfreizeitparks wurde durch Landesmittel gefördert.

Auch Vereine wie Rollrausch Wermelskirchen, ADFC Wermelskirchen, CVJM Wermelskirchen und Flipoff hätten großen Anteil an der Realisierung des Jugendfreizeitparks, schreibt die Stadt. So seien auch donnerstags 18 bis 21 Uhr und sonntags 11 bis 14 Uhr vorgemerkte Zeiten für Inlinehockey.

Standpunkt: Plötzlich ging es flott

Von Markus Schumacher

markus.schumacher@rga.de

Pünktlich zum Kirmesauftakt konnte am Freitag auch der Jugendfreizeit zur Nutzung freigegeben werden. Bürgermeisterin Marion Lück und der Technische Beigeordnete Thomas Marner strahlten daher mit der Sonne um die Wette. Eine offizielle Eröffnungsfeier wird noch nachgeholt. Genutzt wurde der Platz ja ohnehin schon – jetzt darf er es aber auch. Erst am späten Mittwochabend war das Urteil zum Eilantrag eines Anwohners bei der Stadt eingetrudelt. Veröffentlicht ist es noch nicht. Doch war es sicher sinnvoll, das angekündigte Wetter am Wochenende schon zu nutzen. Tagsüber kann man auch kaum nachvollziehen, welcher Lärm denn die Anwohner stören soll. Denn solange der Verkehr auf der Dellmannstraße fließt, übertönt er so ziemlich jeden Ballwurf und Skateboardsprung. Doch es ist auch nachvollziehbar, dass nachts, wenn der Verkehr endlich nur noch spärlich fließt, jedweder Lärm durch laute Musik oder eben knallende Skateboards stören kann. Von daher ist zu hoffen, dass der wieder bestellte Securitydienst für Ruhe und Ordnung auf der Anlage sorgt.

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