Jugendfreizeitpark: Fete zur Eröffnung verschoben

In wenigen Wochen soll der Park in Zenshäuschen fertig sein. Archivfoto: Doro Siewert
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In wenigen Wochen soll der Park in Zenshäuschen fertig sein. Archivfoto: Doro Siewert

Im April soll die Einweihung im kleinen Rahmen stattfinden

Von Anja Carolina Siebel

Eigentlich hätte sich Katja Töbelmann fast die Eröffnung des Jugendfreizeitparks etwas später im Jahr gewünscht. „Wir hatten doch eine große Fete geplant“, sagte die Stadtjugendreferentin in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Freizeit und Tourismus. Aber natürlich ist auch sie froh, dass vermutlich im April der Jugendfreizeitpark eröffnet werden kann. Wenn auch erst einmal nur mit kleiner Feier. „Wenn es dann irgendwann möglich ist, wollen wir einen ganzen Tag lang einen Skate- und BMX-Contest anbieten und abends ein Konzert mit einer heimischen Band“, kündigte Töbelmann an.

Unter welchen Bedingungen die Kinder und Jugendlichen ab April im Jugendfreizeitpark in Zenshäuschen aktiv sein können, hängt auch maßgeblich von den dann geltenden Corona-Bestimmungen ab. Töbelmann: „Für die Skater wird es sicher weniger ein Problem, weil sie sich, wenn sie sich zu nahe kämen, eher umfahren würden. Bei den Kontaktsportarten wird das schon schwieriger.“

Sie freue sich, dass Streetworker Marc Spies, der wie berichtet mit einem Bulli durch die Lande fahren wird, sich den Jugendfreizeitpark als eine Hauptwirkungsstätte auserkoren habe. „Da kann man dann auch überlegen, feste Tage einzuplanen, an denen er vor Ort ist. Vielleicht kann er aus dem Wagen heraus auch Getränke oder Ähnliches anbieten. Da ist schon eine Menge möglich“, sagte Töbelmann.

„Die Fläche soll zum Großteil für die Rollsportler sein.“

Katja Töbelmann, Stadtjugendreferentin

Auf die Frage von AfD-Mann Karl Springer, ob denn die Fläche auch für andere Sportarten geeignet sein würde, zum Beispiel Freiluftschach oder Ähnliches, erklärte Töbelmann, dass es zwar „durchaus denkbar“ sei, dass Gruppen von Freizeitsportler die Fläche hin und wieder nutzen könnten. „Sie soll aber ansonsten wirklich den Rollsportlern vorbehalten sein.

Schließlich seien die in Wermelskirchen lange genug heimatlos gewesen, erinnerte Katja Töbelmann. Sie erzählte noch einmal die bewegende Geschichte, die die Wermelskirchener Rollsportler-Generationen schon hinter sich haben. Alles begann im Grunde schon in den 1980er Jahren in der Bogenbinderhalle der Kattwinkelschen Fabrik, wo sich die Skater damals regelmäßig trafen. 1990 löste sich die „Katt-Skate-AG“ dann auf – und die Skater wurden erstmals heimatlos.

1999 gründeten begeisterte Rollsportler dann den Verein Rollrausch, der bis heute existiert. Im Jahr 2003 mieteten die Skater die Rollrausch-Halle an, in der es regelmäßig Workshops und Veranstaltungen, aber auch private Kinder- und Jugendgeburtstage gab. Töbelmann: „Das hat super funktioniert.“

Weil ein Discounter im Jahr 2010 aber dort anfing zu bauen, und die alte Halle abgerissen wurde, waren die Rollsportler erneut heimatlos. „Später siedelten sie sich dann am Bahndamm mit ein paar Rampen an, vergleichbar mit der Rollrausch-Halle war das aber nicht“, erinnert sich Katja Töbelmann.

Nachdem sich der Skater-Verein Flip Off gegründet hatte, begannen die Rollsportler sich nach 2012 dafür einzusetzen, ein neues Domizil zu bekommen. Auch der CVJM engagierte sich. Das Ergebnis ist bekannt und scheint ein Happy End werden zu können. „Auf jeden Fall haben die Rollsportler es verdient, endlich wieder einen festen Treffpunkt zu haben“, unterstrich Töbelmann.

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