Jugendamt hofft auf Verständnis

Barbara Frank informierte am Freitag die Eltern.Foto: Udo Teifel
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Barbara Frank informierte am Freitag die Eltern.Foto: Udo Teifel

Kitas reduzieren Betreuungsangebot bis 14. Januar auf ein Minimum

Von Anja Carolina Siebel

Der Beschluss kam auch für das Wermelskirchener Jugendamt und somit die Einrichtungen am Freitagmittag überraschend. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat eine neue Verordnung für den Schulunterricht herausgegeben. Die Stadtverwaltung informierte am Freitag über diese Verordnung.

Für den Zeitraum vom kommenden Montag, 14. Dezember, bis zum 10. Januar 2021 sollen laut Verordnung die Kitas ihr Betreuungsangebot auf ein Minimum reduzieren. Die Angebote der Kindertagesbetreuung werden darüber hinaus nicht geschlossen, das heißt, es wird kein generelles Betreuungsverbot wie im Frühjahr geben. „Das ist uns sehr wichtig“, sagt Jugendamtsleiterin Barbara Frank, die Eltern und Mitarbeiter direkt am Freitagmittag über den neuen Erlass informiert hat. Die Betreuungsgarantie gilt also. Kinder, deren Eltern wegen Berufstätigkeit auf die Betreuung angewiesen sind, können das Angebot wahrnehmen. Wie das Land mitteilte, gelte das aber ausdrücklich auch für private Gründe. „Kein Kind soll durch diesen Lockdown Schaden nehmen“, heißt es.

Jugendamtsleiterin: Das ist nur Hand in Hand zu meistern

Barbara Frank vom Wermelskirchener Jugendamt berichtet, dass die Eltern generell verständnisvoll auf die veränderte Situation reagieren würden, die ja schon seit einigen Monaten in den Kindertageseinrichtungen herrsche. „Ich denke, die meisten haben verstanden, dass das nur Hand in Hand zu meistern ist“, sagt Frank. Deshalb hoffe sie auch jetzt auf das Verständnis der Wermelskirchener Eltern. „Zumal ja, wenn es dringend nötig ist, das Betreuungsangebot bestehen bleibe.

Aber auch für die Mitarbeiter in den Kitas sei die Zeit in der Corona-Pandemie eine große Herausforderung. Sie müssten vor allem die Kinder behutsam auf die veränderte Situation einstellen und ihnen neue Verhaltensweisen und Regeln vermitteln – und dabei sie und sich selbst so gut als möglich schützen.

 Die Landesregierung begründet ihren spontanen und drastischen Schritt mit der besonderen Dringlichkeit: Die Corona-Pandemie habe eine Dynamik, die in diesem Jahr immer wieder dazu zwinge auch kurzfristig zu handeln.

Vor allem das erneut explodierende Infektionsgeschehen und die angespannte Lage auf den Intensivstationen würden ein schnelles Handeln jetzt notwendig machen. Das gesellschaftliche Leben müsse so weit runter gefahren werden wie möglich, und auch die Kindertagesbetreuung könne hier einen Beitrag leisten. Barbara Frank: „Es gibt deshalb den dringenden Appell an alle Eltern, die Notbetreuung nur zu nutzen, wenn es absolut notwendig ist.“

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