Wermelskirchen

16 Jahre Juca: Party am Markt-Strand

Juca-Leiter André Frowein (r.) feierte mit Weggefährten und vielen Kindern und Jugendlichen den Geburtstag des Treffpunkts am Wermelskirchener Markt.
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Juca-Leiter André Frowein (r.) feierte mit Weggefährten und vielen Kindern und Jugendlichen den Geburtstag des Treffpunkts am Wermelskirchener Markt.

Das Jugendcafé hat seinen Geburtstag zelebriert. Von welchen schönen Momenten das Team zehrt und was in nächster Zeit ansteht.

Von Tanja Alandt

Wermelskirchen. Mit einer Limo in der Hand relaxt der fünfjährige Paul im Liegestuhl mitten im aufgeschütteten Sand vor dem Jugendcafé Juca. „Wir chillen hier einfach nur“, erläutert Paul. Zusammen mit Moritz und Lena genießt der Steppke die Abendsonne unter den Palmen am Markt – ganz ohne Flughafenstress, zur Freude der Eltern.

Für karibische Klänge und Urlaubsgefühl sorgt Jonas Dubowy mit seiner Band „Casa d' locos“ auf der benachbarten Juca-Bühne. Gepackt von dem Konzert, erkundigt sich der achtjährige Moritz bei seinem Vater, ob eigentlich auch AC/DC auftreten würden. Kurzum: Schöne Szenerie, die sich da am Freitag am Markt bei der dritten Beachparty und dem 16. Geburtstag des Juca darstellte.

Drei Tonnen Spielplatzsand hatte das Team des Jugendcafés Juca bereits am Morgen auf einer Plastikfolie ausgebreitet.

Der 16. Geburtstag ist etwas Besonderes, jedenfalls für die Beteiligten im Jugendcafé. Das Juca sei mitten in der Pubertät. „Aber volle Kanne in der Pubertät, richtig auf Krawall gebürstet“, scherzte Leiter André Frowein.

70.000 Euro Spendenkamen schnell zusammen

Er erinnere sich gerne daran zurück, wie damals die Wunschliste des Interieurs für das Juca in Höhe von 70.000 Euro von den Bürgern noch vor dem Unterschreiben des Mietvertrags in Form von Spenden erfüllt wurde. „Sei es die gewünschte Kaffeemaschine oder eine Theke aus dem Küchenstudio, die Sachen waren alle da“, berichtete Frowein, immer noch verwundert.

Die Umbau- und Renovierungsarbeiten des ehemaligen Geschäfts sowie der darüberliegen Büros übernahmen die Mitarbeitenden selbst. Der ehemalige Angestellte sowie Dachdecker Timo Pleuser und Frowein, der Schreiner ist und Praktische Theologie studierte, verlegten zusammen mit Jugendlichen den Boden. Die Gewölbekeller dienen heute als Lebensmittelkammer – oder als Mutprobe. Ein Zugang wurde mit einer begehbaren Glasplatte abgedeckt, wo alle schon einmal gestanden oder drübergegangen sind.

Musik gab es auch jede Menge. Unter anderem von der Band Chilli Vanilli und Casa d' Locos.

In den zurückliegenden Jahren gab es viele schöne Ereignisse. Frowein erzählte beispielsweise von einem Jugendlichen, der es in seiner Jugend schwer gehabt hatte und Hilfe im Juca fand. Vor Kurzem kam er zu Besuch und bedankte sich. „Er machte einen Ausbilderschein und bildet jetzt 50 Leute aus. Es ist schön, dass wir ihn unterstützen und begleiten konnten und ihm etwas Gutes tun konnten. So etwas motiviert alle Mitarbeiter noch mehr, obwohl sie sowieso sehr engagiert sind“, berichtete er.

Die Mitarbeiter werden zudem nächsten Monat von einem Sozialpädagogen für das Thema „Kindeswohlerziehung“ geschult. Sie sollen bei dem Workshop an dem Wochenende lernen, zu erkennen, wenn bei Minderjährigen eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte. Frowein trainiert die Mitarbeiter zudem alle zwei Jahre anlässlich der Juleica (Jugendleitercard).

Zu den Neuheiten gehören beispielsweise die Themen Anti-Aggression, Selbstverteidigung für Frauen oder das Jugendschutzgesetz.

Am 5. November findet wieder die Live-Musik-Tour statt, zu der alle eingeladen sind – auch die Eltern. Warum man ins Juca kommen sollte, beantworteten unter anderem Saroul (14) und Benett (14): „Hier kann man sicher Freunde treffen“, außerdem gebe es im Juca „günstige Getränke und Essen“ und vor allem würden sie „einem immer bei Problemen helfen“.

Hintergrund

Das Café: Das Jugendcafé Juca am Markt ist für Zwölfjährige bis 27-Jährige montags bis donnerstags von 16 Uhr bis 20 Uhr sowie freitags von 16 Uhr bis 24 Uhr geöffnet. Es werden Kochkurse für Jungs und Kartfahren für Mädchen angeboten. Außerdem gibt es einen Billardtisch. Ebenfalls wird Dart gespielt oder gekickert.

Helfer: Im Juca arbeiten neben Jugendreferent André Frowein zwei 450-Euro-Kräfte sowie 60 ehrenamtliche Mitarbeiter in Schichten. Die Aufgaben reichen von der Theke bis hin zur Bewerbungshilfe und Beratungsarbeit. Die jährlichen Kosten für Miete, Personal oder Energie in Höhe von etwa 100.000 Euro werden gespendet.

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