Jetzt heißt es: kreativ und solidarisch sein

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Die Corona-Pandemie hat einmal mehr an Dynamik gewonnen – und wird ab der kommenden Woche auch das Leben im Rheinisch-Bergischen Kreis wieder weitgehend stilllegen. Die Akzeptanz bei den Bürgern ist indes nicht mehr so hoch, wie das noch im Frühjahr der Fall war. Vor allem Kulturtreibende und Gastronomen gehen auf die Barrikaden, weil sie mit ausgefeilten und aufwendigen Konzepten für ihre Betriebe während der vergangenen Monate viel dafür getan hatten, dass „das Ding am laufen“ bleibt. Doch das reichte offenbar nicht. Wie genau die Konsequenzen aussehen werden, ist noch nicht abzusehen. Einige düstere Auswirkungen sind indes jetzt schon sichtbar. So gab das Team des Spatzenhofs diese Woche bekannt, dass Restaurant und Hotel bis März schließen werden. Und ob es eine Kultur- und Gaststättenlandschaft in dem Maße, wie es vorher war, nach der Pandemie noch geben wird, bleibt abzuwarten. Es geht jetzt darum, alle Beteiligten so gut es geht zu unterstützen. Die Gastronomen mit dem Verzehr von Speisen zum Abholen oder dem Kauf von Gutscheinen zum Beispiel. Die Kultur mit dem Kauf von Karten für einen späteren Zeitpunkt. Und wenn er auch geöffnet bleiben darf: Auch der Einzelhandel macht eine schwere Zeit durch. Die Händler sind praktisch darauf angewiesen, dass die Kunden ihre Einkäufe vor Ort erledigen. Viele legen große Hoffnungen auf das gerade angelaufene Weihnachtsgeschäft. Die Zählscheine, die ab einem Einkauf von fünf Euro verteilt werden und mit denen sich der Marketingverein WiW eine stärkere Kundenbindung erhofft, sollen dabei etwas behilflich sein. Zudem haben viele Wermelskirchener Geschäftsleute sich allerhand Kreatives einfallen lassen, um der Krise einerseits zu trotzen und zum anderen ein bisschen Weihnachtsstimmung bei den Kunden aufkommen zu lassen. Bei Buchhändlerin Gabriele van Wahden gibt es beispielsweise eine ganze Etage mit weihnachtlichem Lesestoff und sie bietet die Möglichkeit, dass Kunden einzeln zu ihr ins Geschäft kommen und sich für ihren Weihnachtseinkauf beraten lassen können. Im Weltladen gibt es faire Schokolade und fairen Kaffee mit Wermelskirchen-Motiven. Und auch Jochen Schmees vom Unverpacktladen „Krämerladen“ an der Kölner Straße hält schon einiges für die festliche Zeit bereit. Kurz: Es ist im Grunde ein Leichtes, seine Einkäufe vor Ort zu erledigen. Denn sind wir mal ehrlich: Shoppen in der Großstadt, wenn es auch während des Lockdowns möglich bleiben soll, macht doch zurzeit ohnehin nicht allzu viel Spaß. In Wermelskirchen bleibt’s gemütlich.

Marion Lück freut sich auf die Amtszeit.

Jugendbereich der Katt schließt wegen Quarantäne.

anja.siebel @rga-online.de

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