Senioren- und Behinderten-Service hilft

Jede Woche sitzen sie gemeinsam am Schachbrett

„Wir profitieren beide von unseren Treffen“: Gerhard Blasberg (l.) und Manfred Illner.
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„Wir profitieren beide von unseren Treffen“: Gerhard Blasberg (l.) und Manfred Illner.

Gerhard Blasberg ist als freiwilliger Helfer im Einsatz.

Von Theresa Demski

In der kleinen Wohnung von Manfred Illner ist es am Donnerstagnachmittag ganz still. Zwei Männer blicken konzentriert auf das Schachbrett. Dann macht Gerhard Blasberg den nächsten Zug. „Wir spielen aber schnell und lassen den anderen nicht ewig warten“, sagt Blasberg dann, während Manfred Illner einen Bauern bewegt. Ohnehin: Die beiden Schachspieler nehmen es sportlich. „Wir spielen beide gerne und wir kommen dabei auch ins Gespräch“, erzählt Gerhard Blasberg.

Jeden Donnerstagnachmittag ist er bei Manfred Illner im Haus Vogelsang zu Gast – auf eine Partie Schach. Und dort ist er ein gerngesehener Besucher. „Ich hatte schon im ganzen Haus nach jemanden Ausschau gehalten, der mit mir Schach spielt“, erzählt Illner. Aber der 89-Jährige wurde nicht fündig. Und dann entstand der Kontakt zum Senioren- und Behinderten-Service (SuBS). Er wisse gar nicht mehr genau, auf welchem Weg dieser Kontakt zustande gekommen sei. „Hauptsache: Er ist zustande gekommen“, sagt er dann und schmunzelt.

Die Anfrage landete schließlich auf dem Schreibtisch der ehrenamtlichen Helfer des SuBS im Büro im Haus der Begegnung. Jeden Freitag ordnen dort Freiwillige die Anfragen und die Angebote, die für den SuBS eingehen. Und dort bewiesen die Helfer ein glückliches Händchen: Sie riefen Gerhard Blasberg an, der sich bereiterklärt hatte, bei Bedarf mit Menschen spazieren zu gehen oder eben Schach zu spielen. Und Blasberg sagte sofort für die wöchentlichen Treffen mit Manfred Illner zu. „Als ich in den Ruhestand gegangen bin, habe ich mich beim SuBS angemeldet“, erzählt der 71-Jährige. Seine Überzeugung: „Ich muss etwas tun, um kein Eigenbrötler zu werden.“  Seitdem hat er schon das ein oder andere Einsatzfeld gefunden, bei dem er als ehrenamtlicher SuBS-Helfer gefragt war. Aber so gut gepasst wie jetzt, hat es bisher selten. „Wir verstehen uns gut“, sagen die beiden Männer, „und wir spielen eben beide gerne Schach.“ Und so sei das wöchentliche Treffen ein Gewinn für beide.

Das SuBS-Büro im Haus der Begegnung an der Schillerstraße in Wermelskirchen hat jeden Freitagmorgen von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Telefonisch ist es unter Tel. (0 21 96) 71 05 34 oder 0151 46220968 erreichbar, per Mail an SuBS@wermelskirchen.de.

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