Jede Menge Aktive kamen zur zur Einweihung der Balkantrasse

Trotz der schlechten Witterung kommen viele nach Tente, wo sich zur Einweihung jede Menge Aktive ganz viel Mühe geben. Nicht parallel zum Rad-Gehweg an der B 51 einen Radweg bauen, warnte Robert Weber (FDP). Viel zu teuer, warnte Rüdiger Bornhold (damals CDU). "Schlagt Euch das aus dem Kopf!", warnte Fraktionskollege Kurt Dieter Schumacher die SPD.

Einzig Gerhard Braun MdB (CDU) reagierte in der Stadtrat-Sitzung im Juli 1986 - die Bahn war seit drei Jahren stillgerlegt - interessiert auf den SPD-Antrag, aus der Bahn- eine Radweg-Trasse zu machen.

Fast 26 Jahre später ist am 22. April 2012 in Wermelskirchen, Burscheid und Remscheid der in Leverkusen noch zu vollendende Panorama-Radweg "Balkantrasse" seiner Bestimmung übergeben worden. Die drei Bürgermeister machten dort förmlich das, was in Wermelskirchen am Sonntag bei schauerlicher April-Witterung fröhlich und locker über die Bühne ging: die Einweihung.

"Hier ist ja gut was los", kommentierte auf der Trasse ein Besucher, dass die Strecke in beiden Richtungen voller Menschen war - so voll, dass Rennrad-Fahrer gestern nicht zum Zuge kamen.

Voller Menschen waren auch der Postweg und der Schulhof. Hier gabs jede Menge Stände. Maximilian Fresen und Henning Conrads führten durchs Programm. "Der Weg bringt was für die Stadt. Auch der Einzelhandel freut sich", sagte Fresen.

"Sie waren die ganze Zeit lästig - und hilfreich" Eric Weik über Frank Schopphoff

Trotz dieses "herrlichen bergischen Morgens" nahm Bürgermeister Eric Weik "nur fröhliche Gesichter wahr" und eine Menge Vereine oder auch die Kirche, hatten doch die Ev. Gemeinden Tente und Hilgen-Neuenhaus gerade im Freien einen Gottesdienst gefeiert, der letztlich "nur" von einem derben Regenguss getrübt worden war.

Alle wollten mitmachen, freute sich Weik, sei der Radweg doch in unser aller Interesse. Dafür hatte er gleich den Begriff "Hauptstadt des Radverkehrs" parat. Wermelskirchen habe dem Land und der EU viel Geld für diese Trasse zu verdanken.

Gegenüber Burscheid und Remscheid habe Wermelskirchen den längsten Abschnitt des "Balkantrasse"-Radwegs, und hier würden die Radler mitten durch die Innenstadt fahren.

Und der Radweg werde auch die innerstädtischen Verkehrsbeziehungen verändern, sagte Weik voraus: Es würden mehr Menschen Fahrrad fahren, also weniger Autos unterwegs sein, was die Aufenthaltsqualität noch einmal erhöhe.

Wermelskirchen sei jetzt angebunden an die Rheinschiene, und die Menschen vom Rhein könnten - in Leverkusen gibt es immerhin schon ein Radwege-Netz - ab sofort in Bergische Land kommen, "ohne Hochleistungssportler zu sein"

Wermelskirchen könne somit ganz neu und verstärkt Werbung machen für die schöne Landschaft. "Das wird uns - und noch mehr die Touristen - beeindrucken", glaubt der Bürgermeister: "Lassen Sie uns feiern!"

Sein Dank galt nicht zuletzt Frank Schopphoff, dem Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Wermelskirchen. "Sie waren die ganze Zeit lästig - und eine große Unterstützung!", lobte er ihn, ehe er sich mit dem Rad aufmachte zur offiziellen Einweihung in Burscheid, im Tross unter anderen Wolfgang Schindler, der mit Kollegen im Planungsamt eine Menge an Arbeit im Hintergrund geleistet hatte.

Auch Schopphoff dankte allen Mitstreitern, dass es gelungen sei, fast 30 Jahre nach der Abfahrt der letzten Eisenbahn aus dem Bahnhof Tente mit dem Fahrrad auf der "Balkantrasse" ein- und ausfahren zu können.

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