Inzidenz unter 100: Was ist wann wieder möglich?

Werktage sind entscheidend, schreibt der Kreis in einer Mitteilung

Von Anja Carolina Siebel

Aktuell gilt für den Rheinisch-Bergischen Kreis wie für bundesweit alle Landkreise und kreisfreien Städte wegen der anhaltenden Corona-Pandemie die bundeseinheitliche Notbremse. Diese greift automatisch bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100.

Ab wann Lockerungen wieder möglich sind, hängt davon ab, wie viele Werktage die Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Wert 100 liegt. Die Inzidenz muss fünf Werktage hintereinander unterhalb dieses Schwellenwertes liegen, Sonn- und Feiertage werden nicht mitgezählt. Zwei Tage später können dann, nachdem das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) dies amtlich festgestellt hat, Lockerungen in Kraft treten.

Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Rheinisch-Bergischen Kreis laut dem Robert Koch-Institut (RKI) seit vier Werktagen unter 100. Lockerungen sind für den Kreis daher rechnerisch frühestens ab Freitag möglich, sofern die Inzidenz bis dahin weiter unter 100 bleibt. „Sollte dies der Fall sein, wird eine Allgemeinverfügung des Landes voraussichtlich Mitte dieser Woche offiziell bekanntgeben, ab wann die Lockerungen für den Rheinisch-Bergischen Kreis gelten. Der Kreis wird darüber frühzeitig informieren“, heißt es in einer Mitteilung aus Bergisch Gladbach.

Ab diesem Zeitpunkt würde dann wieder die seit dem 15. Mai geltende Corona-Schutzverordnung des Landes NRW greifen. Kurz zusammengefasst bedeutet dies, dass es keine Ausgangsbeschränkung mehr gibt, wenn die Wocheninzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen stabil unter 100 liegt. Außerdem ist dann unter anderem die Öffnung der Außengastronomie für Getestete, vollständig Geimpfte und Genesene wieder erlaubt. Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung gehören, können zudem für eine begrenzte Zahl an Kunden mit negativem Testergebnis, Geimpfte und Genesene wieder öffnen.

Weitere Informationen auch dazu will der Kreis kurzfristig bekannt geben. Für die digitale Nachverfolgung per App würden vom Rheinisch-Bergischen Kreis derzeit „die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen,“ heißt es. Damit werde es dem Kreis möglich sein, in einem ersten Schritt Kontaktdaten zum Beispiel aus der Luca App auszuwerten. Der Kreis bittet um Verständnis, dass dies voraussichtlich noch einige Tage in Anspruch nehmen würde. Darüber hinaus schließe sich der Rheinisch-Bergische Kreis der Strategie des Landes an und werde über das sogenannte IRIS-Gateway weitere App-Anbieter für die Kontaktverfolgung anbieterunabhängig nutzen. Dies setze voraus, dass das Land NRW die Lösung fertigstellt und zur Nutzung frei gebe.

Weitere Informationen zur Corona-Schutzverordnung des Landes:

https://t1p.de/jygv

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