Inzidenz: Lück bittet Händler, zu schließen

Marion Lück sorgt sich um die hohen Inzidenzwerte. Archivfoto: Michael Schütz
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Marion Lück sorgt sich um die hohen Inzidenzwerte. Archivfoto: Michael Schütz

Landrat Stephan Santelmann berät mit dem Krisenstab über das weitere Vorgehen

Von Anja Carolina Siebel

Wegen der konstant steigenden Inzidenzwerte im gesamten Kreis wollen Landrat Stephan Santelmann und der Corona-Krisenstab in Bergisch Gladbach weitere Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung festlegen. Das schreibt die Kreisverwaltung in einer Mitteilung am Donnerstag. Es gehe auch darum, „den Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis eine Perspektive zu bieten“, heißt es in der Mitteilung.

Die Inzidenz im Kreis betrug am Donnerstag bereits 190,6, in Wermelskirchen kletterte sie auf weit über 200. Bürgermeisterin Marion Lück bittet die Einzelhändler deshalb darum, keine Kunden mehr in ihre Ladenlokale zu lassen. „Aktuell ist das Corona-Infektionsgeschehen in unserer Stadt sehr hoch und leider auch sehr dynamisch. In anderen Kommunen des Rheinisch-Bergischen-Kreises ist dies weniger stark ausgeprägt, weshalb die Kreisverwaltung eine Allgemeinverfügung erlassen hat, die seit gestern – auch für Wermelskirchen – gültig ist“, erklärt Marion Lück.

Derzeit ist wie berichtet das Betreten von Verkaufsstellen des Einzelhandels sowie von Reisebüros und körpernahen Dienstleistern mit Termin und einem negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest möglich. Weil viele umliegende Städte noch deutlich höhere Inzidenzwerte haben – Remscheid liegt aktuell bei knapp 330) zeichne sich ab, dass Wermelskirchen zunehmend auch von Auswärtigen besucht würde.

Oft handelt es sich um die britische Mutation

Lück: „Das bereitet mir große Sorge, zumal das Infektionsgeschehen in unserer Stadt bereits breit verteilt ist und ganz überwiegend im familiären Kreis stattfindet. Leider handelt es sich sehr häufig um die hochansteckende, britische Variante.“ Die Bürgermeisterin äußert deshalb eine Bitte an die Händler: „Wenn es Ihnen möglich ist, würde ich mich freuen, wenn Sie möglichst sofort wieder zurück zu Click and Collect wechseln könnten. Mir ist völlig klar, dass der Einzelhandel nicht der Treiber der Pandemie ist und Sie alle sehr gute Hygieneschutzkonzepte haben. Für die umsichtigen Maßnahmen möchte ich mich an dieser Stelle auch ausdrücklich bei Ihnen allen bedanken.“

Der Wechsel auf die Bestellung im Internet biete wahrscheinlich die Chance, auswärtig Besucher von einem Besuch in Wermelskirchen abzuhalten. „Wenn es kein interessantes Ziel gibt, bleiben die Menschen hoffentlich eher zu Hause“, sagt Lück. „Momentan ist mein Ziel, die Kontakte und die Mobilität zu reduzieren. Sie würden mich sehr dabei unterstützen.“

Sie wisse, dass sie den Wermelskirchener Einzelhändlern in der ohnehin schwierigen Zeit mit dieser Bitte viel abverlange. „Aber bitte seien Sie versichert, dass ich alles dafür tun werde, damit unsere Stadt eine lebendige Innenstadt behält und wir bald gemeinsam wieder unbeschwert einkaufen und genießen können.“

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