In Arnzhäuschen gibt es seit zehn Jahren „Schühkes“ für die Kleinsten

Hier freuen sich Vanessa Heidenpeter (l.) und Antje Kramp (r.) mit Luisa, Toni, Thea, Mick, Luis und Elias zum Zehnjährigen. Foto:Doro Siewert
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Hier freuen sich Vanessa Heidenpeter (l.) und Antje Kramp (r.) mit Luisa, Toni, Thea, Mick, Luis und Elias zum Zehnjährigen.

Erfolgreiches Geschäft wird von acht Mitarbeitern gestemmt, die fast alle einen anderen Hauptjob haben

Von Anja Carolina Siebel

Vanessa Heidenpeter erinnert sich noch gut an den Tag, an dem sie beschloss, „Schühkes“-Gründerin zu werden. „Ich war vorher mit meiner damals zweijährigen Tochter in Bergisch Gladbach zum Schuhe kaufen gewesen und musste endlos warten, weil zig Eltern und Kinder vor uns dran waren“, erinnert sich die 42-jährige Dabringhauserin, die im Hauptberuf als Personalfachkauffrau arbeitet.

Zu dieser Zeit, vor etwas mehr als elf Jahren, hatte gerade Gerd Broichhaus in Arnzhäuschen sein Schuhgeschäft, das er zuvor Jahrzehnte lang erfolgreich betrieben hatte, aus Altersgründen geschlossen. „Er war begeistert, als ich mit der Idee kam, dort einen Kinderschuhladen zu eröffnen“, erinnert sich Vanessa Heidenpeter. Denn der Bedarf, da waren sich beide sicher, war auf jeden Fall da. Nicht nur bei den Dabringhausern. Die Idee für „Schühkes“ war geboren – und so ging der Kinderschuhladen vor zehn Jahren an den Start. Acht Mitarbeiter hat Vanessa Heidenpeter seitdem konstant. „Wir arbeiten fast alle in anderen Berufen, haben aber alle unseren Schuhfachverkäufer gemacht und arbeiten hier, weil es uns einfach am Herzen liegt“, sagt die Chefin. Einzig Antje Kramp ist hauptberufliche Fachkraft im Geschäft. Die 60-Jährige arbeitete seinerzeit schon bei Gerd Broichhaus im Laden.

„Bei uns gibt es Fachberatung und Raum zum Spielen.“

Vanessa Heidenpeter, Inhaberin

„Wir sind sehr dankbar, dass wir sie haben. Und auch Gerd Broichhaus hilft mit seinen 75 Jahren noch, wo er kann. Wir sind wirklich ein super Team“, schwärmt Vanessa Heidenpeter.

Sie ist zuständig für die Buchhaltung, den Einkauf, die Belange im Hintergrund, während die anderen Mitarbeiter schichtweise in Arnzhäuschen im Laden stehen.

Mithalten mit einem Billigschuhladen könnten sie preislich freilich nicht, räumt die Inhaberin ein. „Dafür gibt es bei uns Fachberatung und eine Menge Zeit für Kind und Eltern.“ Zum Beispiel eine Menge Raum und Möglichkeiten zum Spielen. „Kinder haben oft keine Lust, Schuhe anzuprobieren, ihre Füße ausmessen zu lassen“, weiß Vanessa Heidenpeter. „Dann lassen wir sie eben erstmal spielen und entspannen, bevor es dann an den Schuh geht. Spielerisch ist vieles möglich.“

Schuhe von Größe 17 bis 42 für große Jungs stehen bei Schühkes in den Regalen. Zudem Krabbelschuhe für die Kleinsten. Die Kunden wissen das Angebot an hochwertigen Schuhen und die kompetente Beratung zu schätzen – und kommen nicht nur aus Wermelskirchen, sondern auch aus Remscheid, Wuppertal und sogar Düsseldorf mit ihren Kindern nach Dabringhausen.

Selbst in der Corona-Zeit, während des langen Lockdowns, machte das „Schühkes“-Team den Kauf vor Ort für die Familien möglich. „Wir haben die Leute am Fenster bedient, das Messgerät draußen mit Abstand auf dem Bürgersteig aufgestellt“, berichtet Vanessa Heidenpeter. „Schuhe für Kinder im Internet kaufen – das geht eben schlecht. Und diesem Bedarf wollten wir gerecht werden.“ Und das werden sie. Auch weiterhin.

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