Impfungen: Noch ist Geduld gefragt

Kreis informiert über den Start im Februar

Von Anja Carolina Siebel

Werner Dabringhausen ist enttäuscht. Der 92-jährige Burscheider versucht seit Montag, für sich und seine 87-jährige Frau einen Termin für eine Corona-Schutzimpfung zu bekommen. Vergebens. „Die können doch Senioren nicht so auflaufen lassen“, findet Dabringhausen.

So wie ihm ging es dieser Tage vielen. Seit am Montag die für die Vergabe von Impfterminen zuständige Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) eine Telefonnummer und eine Internetseite freigeschaltet hat, unter der sich über 80-jährige Bürger für eine Impfung anmelden konnten, standen die Leitungen nicht still. Aufgrund der hohen Nachfrage zum Start waren die Telefonleitung sowie die Internetseite extrem überlastet.

Viele Senioren und deren Angehörige hatten sich deshalb auch beim Rheinisch-Bergischen Kreis in Bergisch Gladbach beschwert. Die Kreisverwaltung macht jetzt darauf aufmerksam, dass die Vergabe von Impfterminen ausschließlich über die Kassenärztliche Vereinigung geregelt werde. Die Kreisverwaltung habe keinen Einfluss auf die Terminvergabe. „Wir gehen aber davon aus, dass die Startprobleme bald behoben sind und jeder Impfwillige in absehbarer Zeit einen Termin erhält“, heißt es in einem Schreiben.

Die KV vergibt die Impftermine ausschließlich über die kostenlose Hotline, Tel. (08 00) 11 61 17 01 oder online über www.116117.de. Die Bürger bekommen dann auch direkt ihren zweiten Termin mitgeteilt.

Ab 8. Februar sollen die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen für die Impfung der Bevölkerungsgruppe der über 80-Jährigen öffnen. Im Impfzentrum in der Rhein-Berg-Galerie in Bergisch Gladbach sollen zunächst an sieben Tagen in der Woche, jeweils von 14 bis 20 Uhr, Impfungen auf drei Impfstraßen durchgeführt werden. Pro Woche können dort zunächst rund 1105 Impfdosen verabreicht werden.

Die Senioren werden am Eingang des Impfzentrums in Empfang genommen. Anschließend muss die Impfberechtigung vorgelegt werden. Eine Impfung ist nur mit Termin und gegen Vorlage des Personalausweises möglich.

Fahrtkosten werden gegebenenfalls erstattet

Für die Bürger mit Mobilitätseinschränkungen erstattet die Krankenkasse unter bestimmten Voraussetzungen die Fahrtkosten zum Beispiel mit dem Taxi zum Impfzentrum.

Das kann von Krankenkasse zu Krankenkasse im Einzelnen unterschiedlich gehandhabt werden. Daher wird empfohlen mit der eigenen Krankenkasse Kontakt aufzunehmen und abzuklären ob im konkreten Fall eine Erstattung der Fahrtkosten möglich ist.

Weitere Infos und ein Video unter: www.rbk-direkt.de/ impfung-covid-19.aspx

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