Impfung: Es könnte alles so einfach sein

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Die Zeit der Impfzentren ist weitestgehend Geschichte. Auch das Impfzentrum in der Rhein-Berg-Galerie in Bergisch Gladbach schloss am Donnerstagabend seine Pforten. Geimpft wird trotzdem weiter: in den Hausarztpraxen und in mobilen Impfteams, die in den Impfmobilen, gestellt von der Feuerwehr Bergisch Gladbach, ab Montag wieder im Kreisgebiet unterwegs sind. Das ist auch gut so, denn während die radikalen Impfgegner, die sich mit zum Teil kruden Argumenten partout gegen das Impfen stemmen, sicher nicht zu gewinnen sind für eine Immunisierung, gibt es auch immer noch Menschen, die verunsichert sind, vielleicht Fragen haben, die bisher für sie offen geblieben sind, und sich deshalb noch nicht haben impfen lassen. Um sie zu überzeugen, sind jetzt unter anderem die Hausärztinnen und -ärzte gefragt.

Denn klar ist: Die Pandemie ist noch nicht zu Ende. Zwar gehen zurzeit zumindest im Rheinisch-Bergischen Kreis die Corona-Infektionszahlen kontinuierlich zurück, aber die nahende Herbst- und Winterzeit wird auch wieder neue Fälle bringen. Dass sich auch geimpfte Menschen mit dem Coronavirus anstecken und es übertragen können, dürfte inzwischen nahezu jedem informierten Menschen bewusst sein. Aber die Wahrscheinlichkeit ist eben geringer und die Menschen erkranken eben nicht mehr schwer und versterben mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an der mitunter tückischen Erkrankung. Zu erkennen ist das zum Beispiel gut daran, dass es in den Alten- und Pflegeheimen, in denen ein Großteil der Menschen bereits Anfang des Jahres immunisiert wurde, praktisch keine Corona-Fälle mehr gibt. Somit trägt jede und jeder Geimpfte dazu bei, dem Virus seinen Schrecken zu nehmen. Möglicherweise lassen sich einige noch überzeugen, wenn ab Oktober die Testzentren schließen und bei den verbleienden Stellen die Testungen kostenpflichtig sein werden. Aber es bleibt eben auch zu hoffen, dass dann überhaupt noch Ungeimpfte zum Test gehen. Denn der große Druck, dem die nicht Geimpften zunehmend ausgesetzt sind, könnte auch dazu führen, dass sich eben jene aus Trotz nicht nur nicht mehr testen lassen, sondern auch eine mögliche Infektion dann gar nicht mehr angeben. Immerhin sollen sie, sollten sie in Quarantäne müssen, auch keine Lohnfortzahlung mehr bekommen. Ein schwieriges Thema, dem mit zunehmendem Druck und erhobenem Zeigefinger sehr wahrscheinlich nicht beizukommen ist. Dabei könnte alles so einfach sein. Wenn sie sich nur impfen lassen würden.

Grüne Damen dürfen wieder Patienten im Krankenhaus besuchen.

Karne- valsveran- staltungen im Novem- ber fallen aus.

anja.siebel @rga.de

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