Impfstart: Hoffentlich läuft es bald reibungslos

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Der Impfstart in Wermelskirchen verlief etwas holprig. Geglückt ist er aber dennoch. Die Senioren in den Heimen werden jetzt sukzessive geimpft, ab Februar sollen dann die über 80-jährigen Menschen aus dem Kreis ins Impfzentrum kommen, um sich die Schutzimpfung gegen das Coronavirus abzuholen. Noch ruckelt es, aber wenn es einmal flutscht mit den Impfungen, dann sollte die erste Hürde genommensein und sich vielleicht auch wieder ein wenig Optimismus breitmachen. Der wird dringend benötigt. Denn die meisten sind es gründlich leid, mit den vielen Einschränkungen zu leben, kaum Menschen zu treffen, nicht mehr auszugehen, keinen gemeinsamen Sport zu treiben. Viel tragischer: Viele leiden unter Existenzängsten, sorgen sich um ihre Kinder oder Nächsten in der Situation oder sind selbst gesundheitlich eingeschränkt. Kurz: Da hilft auch keine sämige Wintersuppe mehr, um sich aufzuheitern, sondern die meisten brauchen wohl eine Perspektive, ein wenig Licht am Ende des Tunnels. Die Impfungen könnten genau das sein. Wenn es denn mal reibungslos läuft. Und dann lassen sich vielleicht auch jene noch überzeugen, die gerade noch zweifeln, ob sie sich impfen lassen möchten oder nicht.

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Wer schon einmal auf dem Hof der Familie Rocholl in Höhrath zu Besuch war, der fühlte sich sicher in seine Kindheit zurückversetzt. So ähnlich wie Nils Holgersson oder Pippi Langstrumpf, mit den Tieren im Einklang, können sich da Familien mit Kindern, Schulklassen und Kindergruppen so richtig austoben. Doch so romantisch wie sonst immer geht es bei den Rocholls gerade nicht zu. Die Familie und ihre Tiere haben wie viele Selbstständige in dieer Zeit massiv zu kämpfen, leiden unter wirtschaftlichen Sorgen. Das Geld wird knapp, die Futtervorräte neigen sich dem Ende zu. Damit es irgendwann nach Corona weitergehen kann, sind Spenden nötig. Auf Hilfe sind auch andere Unternehmer gerade angewiesen. Denn ohne staatliche Unterstützung – die vielfach immer noch nicht eingetroffen ist – oder eben Spenden überleben die Krise viele Kleinunternehmen nicht. Das gilt auch für Gastronomen und Einzelhändler. Es steht in den Sternen, wie letztlich die Bilanz ausfallen und wer durch die monatelangen Lockdowns möglicherweise auf der Strecke bleiben wird. Treffen wird das alle. Denn jedes Geschäft, jede Freizeiteinrichtung und jeder gastronomische Betrieb ist ein Verlust für die Allgemeinheit und die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt.

Bauarbeiten auf dem Loches-Platz haben endlich begonnen.

Todesfälle durch Corona häufen sich in diesen Tagen auch im Kreisgebiet.

anja.siebel @rga-online.de

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