Auch Berufspendler nutzen sie

Immer mehr Radler nutzen die Trasse

Radfahrer Gerhard Grasshoff aus Wermelskirchen passiert die mobile Zählstelle in Bergisch Born an der Stadtgrenze zu Wermelskirchen. Sie wurde vom Naturpark Bergisches Land installiert und soll voraussichtlich Ende August wieder abgebaut werden. Foto: Roland Keusch
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Radfahrer Gerhard Grasshoff aus Wermelskirchen passiert die mobile Zählstelle in Bergisch Born an der Stadtgrenze zu Wermelskirchen. Sie wurde vom Naturpark Bergisches Land installiert und soll voraussichtlich Ende August wieder abgebaut werden.
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Zwei Zählstellen geben Auskunft über die Nutzung des Rad- und Gehweges, der auch im Winter stark frequentiert wird.

Von Karsten Mittelstädt

Die Bahntrassenwege wie die Balkantrasse dienen nicht nur der touristischen Erschließung, sie entwickeln sich immer mehr in Richtung Verkehrsader, die auch von Berufspendlern genutzt wird. Das kann man den Zahlen entnehmen, die die Zählstellen der Stadt Wermelskirchen, aber auch des Zweckverbandes Naturpark Bergisch Land an den Wermelskirchener Stadtgrenzen liefern.

Standpunkt von Karsten Mittelstädt

Schon im Juni 2015 installierte die Stadt Wermelskirchen eine feste Zählstelle für Radfahrer auf der Balkantrasse in der Nähe des Hilgener Bahnhofes. Allein im ersten Jahr zählte das Messgerät bis Dezember 55 711 Radfahrer. Im gesamten Jahr 2016 waren es schon 92 726 Radler. Dieser Wert wurde vergangenes Jahr mit 110 157 Radfahrern noch getoppt. Und es sieht so aus, als könne dieser Wert 2018 noch übertroffen werden. „Bis gestern zählte das Messgerät 80 145 Radfahrer an dieser Stelle. Seit April liegen wir über den Vorjahreswerten“, versichert Florian Leßke, Leiter des Amtes für Stadtplanung bei der Stadtverwaltung. Das Gerät wurde mit Fördermitteln der Radregion Rheinland angeschafft. Die Zählstelle untermauert, dass es nicht nur ein Gefühl ist, dass die Balkantrasse stark frequentiert wird.

Nicht nur zum Trassentreffen, hier in Bergisch Born, ist auf den Bahntrassenwegen häufig viel los.

Gezählt wird ganzjährig, wobei die Wintermonate nicht unterschätzt werden dürfen. „Die Balkantrasse wird nicht nur von Schönwetterfahrern genutzt“, sagt Leßke – und die Zahlen belegen dies. Allein im frostigen Januar wurden an der Zählstelle Hilgen 3250 Radfahrer gezählt. Leßke: Das spricht dafür, dass die Balkantrasse als Verkehrsweg, zum Beispiel für die Fahrt zum Arbeitsplatz, genutzt wird.“

Ende August wird Zählstelle in Bergisch Born wieder demontiert

Wobei die Zahl der Auspendler leicht höher ist als die der Einpendler. In Fahrtrichtung Burscheid, also Richtung Rhein, passierten im vergangenen Jahr 56 000 Radler die Zählstelle, in Richtung Wermelskirchener Innenstadt nur 54 000 Radler. „Das liegt möglicherweise am Fahrradbus“, sagt Leßke. Der wurde in seiner ersten Saison 2017 von 2106 Gästen genutzt. Es liegt nahe, dass die meisten Radler die leicht abschüssige Strecke Richtung Rheinschiene mit dem Fahrrad zurücklegen und für den ansteigenden Rückweg den Fahrradbus nutzen. „Wir werden im November auch Bilanz ziehen, wie der Fahrradbus genutzt wird“, sagt Leßke.

BALKANTRASSE

SPITZENWERTE Vergangenes Jahr gab es an der Zählstelle in Hilgen einen Spitzenwert: 1821 Radfahrer passierten die Zählstelle am 18. Juni 2017. Das wurde dieses Jahr noch nicht erreicht. Die höchste Frequenz 2018 gab es bislang am 6. Mai mit 1764 Radfahrern.

RADWEG Das erste Stück auf der früheren Eisenbahntrasse wurde am 22. April 2012 eröffnet.

Auch am anderen Ende der Stadt wird gezählt, wie viele Radler auf der Balkantrasse unterwegs sind. Zahlen liegen aber noch nicht vor. Mit Unterstützung der Stadt Remscheid hat der Naturpark Bergisches Land kurz vor dem Trassenfest am 1. Juni auf der Balkantrasse in Bergisch Born eine mobile Zählstelle eingerichtet. „Die wird voraussichtlich noch bis Ende August arbeiten und dann demontiert“, erklärt Andreas Kurze, Radwegemanager des Zweckverbandes.

An der Stadtgrenze werden auch Fußgänger erfasst

Diese Zählstelle beschränkt sich aber nicht nur auf Radfahrer, sondern erfasst auch Fußgänger. Zahlen liegen frühestens im Herbst vor, ob sie veröffentlicht werden, steht noch nicht fest. Aber auch der Zweckverband hat beispielsweise an der fest installierten Zählstelle in Wipperfürth festgestellt, dass der dortige Panoramaradweg im Februar trotz langer Frostperioden relativ intensiv genutzt wurde.

Die Zählungen dienten nicht zum Selbstzweck, sagten Leßke und Kurze übereinstimmend. Vielmehr solle anhand des Nutzungsverhaltens festgestellt werden, ob die Infrastruktur ausreicht. „Es geht beispielsweise um die Frage, ob an stark frequentierten Abschnitten mehr Fahrradständer, Mülleimer, Bänke oder Unterstände notwendig sind“, sagt Kurze. Und angesichts der Nutzung in den Wintermonaten stelle sich natürlich die Frage, ob ein Winterdienst notwendig ist.

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